Öffnung im Corona-Lockdown

Schulen in NRW: Diese Regeln für Start ab heute müssen Eltern und Schüler kennen

Die Schulen in NRW öffnen heute für alle Jahrgänge. Beim Neustart am Montag müssen Eltern und Schüler einige Regeln beachten.

Hamm - 2,5 Millionen Kinder in Nordrhein-Westfalen haben ihre Schulen zwei Monate lang nicht von innen gesehen. Ende Februar kehrte ein erster Schwung aus der Corona-Zwangspause zurück. Ab heute (Montag, 15. März) gibt es Präsenzunterricht dann auch für die restlichen Jahrgänge. Laut NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gibt es bei der Rückkehr an die Schulen einige Regeln zu beachten. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 18 Millionen (Stand 2019)
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Schulen in NRW: Wichtige Regeln für den Neustart am Montag, 15. März

Es war Mitte Dezember 2020, als die Schulen in NRW geschlossen wurden. Die Weihnachtsferien gingen, es kamen mehrere Lockdown-Verlängerungen. Am 22. Februar startete dann wieder der Präsenzunterricht an Grundschulen und in den Abschlussklassen der weiterführenden Schulen. Dem Rest blieb nur weiter Homeschooling.

Diese Zeit endet heute: Ab Montag geht es auch für die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I sowie der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe und der entsprechenden Semester der Weiterbildungskollegs wieder in einen eingeschränkten Präsenzunterricht im Wechselmodell zurück.

Wird also endlich wieder alles normal? Nein. „Der Unterricht wird nicht von heute auf morgen so ablaufen wie im vergangenen Jahr“, sagt Yvonne Gebauer. „Die Schüler müssen erst einmal wieder ankommen - auch aus emotionaler Sicht.“ Dabei helfen soll ein Verzicht auf Klassenarbeiten bis zu den Osterferien (ab 27. März).

Schulen in NRW: Bis zu den Osterferien keine Klassenarbeiten

So steht es in einer Schulmail von Yvonne Gebauer an die Schulen in NRW. Darin sind weitere allgemeine Regeln für die Zeit ab dem 15. März festgehalten. Die Klassen werden halbiert und die Lerngruppen nicht durchmischt, um eine bessere Nachverfolgbarkeit bei Corona-Fällen zu gewährleisten. Schwierig wird es bei Religionsunterricht, zweiter Fremdsprache und Wahlpflichtfächern, für die im normalen Schulalltag der Klassenverband aufgebrochen wird. Das darf jetzt nicht geschehen.

Wie der Wechselunterricht an den weiterführenden Schulen in NRW konkret aussieht, entscheiden die Schulen selbst. Sie müssen Eltern und Schüler in dieser Woche informieren, in welcher Lerngruppe und wie es genau ab Montag weitergeht. Es kann sehr gut sein, dass man nicht alle Mitschüler wiedersieht, wenn der eine Teil in der Schule sitzt und der andere währenddessen daheim auf Distanz lernt.

Die Regelung des NRW-Ministeriums besagt, dass keine Schülerin und kein Schüler länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht sein darf.

Schulen in NRW: Trennung der Klassen in feste Lerngruppen

Wie es nach den Osterferien an den Schulen in NRW weitergeht, hängt vom Verlauf der Pandemie ab. „Wir müssen weiter umsichtig sein“, sagt Yvonne Gebauer. Das Corona-Infektionsgeschehen bestimmt, wie viel Präsenzunterricht möglich sein wird.

Yvonne Gebauer informiert über die weitere Entwicklung in den Schulen Nordrhein-Westfalens.

Für die Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe, die bereits am 22. Februar als erste wieder in halber Klassenstärke und im Wechselmodus in die Schulen zurückgekehrt waren, bleibt es bei der jetzigen Regelung. „Die derzeit geltenden Vorgaben für die Ausgestaltung des Wechsels aus Präsenz- und Distanzunterricht werden unverändert bis zu den Osterferien 2021 fortgesetzt.“

Ein regulärer Ganztagsbetrieb findet bis zu den Osterferien findet allerdings nicht statt.

Schule in NRW: Diese Corona-Regeln gelten weiterhin

An den Schulen in NRW gelten strenge Corona-Regeln. Das sind die wichtigsten, die Eltern und Schüler auf jeden Fall wissen sollten:

  • Das Tragen medizinischer Masken ist verpflichtend, auch am Sitzplatz. Nur in Ausnahmefällen und bis Klasse 8 sind Alltagsmasken erlaubt.
  • Personen mit Krankheitssymptomen dürfen die Schule nicht betreten. Bei einem „einfachen Schnupfen“ ohne weitere Krankheitsabzeichen muss der Schüler 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Treten in dieser Zeit keine weiteren Symptome auf, darf er wieder zur Schule.
  • Schüler, in deren Haushalt ein Corona-Test gemacht worden ist, darf erst dann wieder zur Schule, wenn ein negatives Ergebnis vorliegt.

Schule in NRW: Corona-Schnelltests ab 16. März für alle Schüler

Die Schulen in NRW sollen ab Dienstag (16. März) die ersten von insgesamt rund 1,8 Millionen Corona-Schnelltests bis vor den Osterferien erhalten. Das kündigte das Schulministerium am Donnerstag (11. März) in einer Mail an die Schulen an.

Die Selbsttests sollen demnach nach und nach letztlich allen Schulen in Nordrhein-Westfalen für eine wöchentliche Corona-Testung aller Schüler zur Verfügung stehen.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare