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Schulen in NRW: Neue Quarantäne-Regelung nach den Sommerferien - so soll es laufen

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Von: Marcel Guboff

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Die Schulen in NRW starten nach den Sommerferien ins neue Schuljahr - mit einer neuen Quarantäne-Regel. Ministerin Yvonne Gebauer erklärt, wie es laufen soll.

Hamm - Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen gehen in die Schlussphase. Am Mittwoch, 18. August, starten die rund 2,5 Millionen Schüler in NRW in das neue Schuljahr. Trotz der wieder steigenden Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Präsenzunterricht, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) abermals betonte. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)

Schulen in NRW: Nach den Sommerferien gilt eine neue Quarantäne-Regelung

Es geht also so weiter wie vor den Sommerferien - mit einer grundlegenden Änderung bei der Quarantäne-Regelung. Denn anders als zuvor, muss nun nicht mehr die gesamte Klasse an einer NRW-Schule in Quarantäne, sobald ein Schüler sich mit Corona infiziert hat.

Künftig gilt: Bei einem Corona-Fall in der Klasse gelten die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn der infizierten Person (davor, dahinter, rechts und links) sowie Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal, die in engem Kontakt standen, als „enge Kontaktpersonen“. Diese Personen müssen auf Anordnung in eine 14-tägige Quarantäne, wie die NRW-Schulministerin erläuterte. Vollständig geimpfte und symptomlose Kontaktpersonen sind von dieser Quarantäne-Regelung grundsätzlich ausgeschlossen - „so weit die entsprechenden aktuellen Empfehlungen des RKI dies vorsehen“.

Weiter heißt es: „Von einer Einstufung als enge Kontaktpersonen der anderen Schülerinnen und Schüler der Klasse sollte hingegen abgesehen werden, wenn Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte während des Unterrichts einen Mund-Nasen-Schutz oder eine Mund-Nase-Bedeckung korrekt getragen haben, alle anderen empfohlenen Standard-Maßnahmen inklusive korrekter Lüftung eingehalten und Abstandsregelungen während des Unterrichts für kumulativ nicht länger als 15 Minuten unterbrochen wurden.“

Schulen in NRW: Yvonne Gebauer erklärt Quarantäne-Regeln nach den Sommerferien

„Wir wollen damit sicherstellen, dass wir Schülerinnen und Schüler so wenig wie möglich mit Qurantäne-Maßnahmen belasten“, sagte die NRW-Schulministerin. Im Falle eines positiven PCR-Pool-Testergebnisses an den Grundschulen oder eines positiven Corona-Selbsttests folge umgehend eine Absonderung der betroffenen Personen bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses.

Darüber hinaus plant die Landesregierung „weitere, niederschwellige Impfangebote“, wie es Yvonne Gebauer formulierte. So sollen Schüler der Sekundarstufe II wie auch die Beschäftigten an den allgemeinbildenden Schulen ein Impfangebot geben, die an dem jeweiligen Impfzentrum des Kreises oder der kreisfreien Stadt organisiert werden sollen. In Abstimmung seien auch mobile Impfangebote möglich. Zuletzt waren bereits Impfangebote an Berufskollegs verkündet worden.

Schulen in NRW nach den Sommerferien: Die Corona-Regeln für Maskenpflicht, Testpflicht, Quarantäne

Zum Schuljahr 2021/22 kommen in NRW übrigens insgesamt rund 166.000 Kinder in die erste Klasse. Schon im Vorfeld wünschte ihnen die Schulministerin „viel Spaß beim Lernen und Erleben“. Das Land NRW betont regelmäßig, dass die Schulen sicher seien.

In Sachen Quarantäne hatte sich schon im Vorfeld der Verkündung von Yvonne Gebauer auch Armin Laschet (CDU) klar positioniert. Der NRW-Ministerpräsident forderte, dass an den Schulen möglichst nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden sollen, wenn sich ein einzelnes Kind oder ein einzelner Jugendlicher mit Corona infiziert hat. 

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