Corona-Krise

Schulen in NRW öffnen: Corona-Regeln ab heute für alle Schüler

Die Schulen in NRW öffnen: Eine Million Schüler kehren heute in den Präsenzunterricht zurück. Eine wichtige neue Corona-Regel gilt.

Update 19. Februar, 13.50 Uhr: Zur Öffnung der Schulen in NRW ab Montag gilt eine wichtige neue Regel. Darauf hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer am Freitag hingewiesen. Auf dem gesamten Schulgelände sowie im Präsenzunterricht müssen Schüler eine medizinische Maske tragen. Eine Ausnahme gilt für Kinder von der ersten bis zur achten Klasse: Sollte für sie in Einzelfällen eine medizinische Maske zu groß sein, können sie auch wie bisher eine Alltagsmaske tragen.

Bundeland Nordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
Ministerpräsident Armin Laschet

Wie es an den Schulen in NRW ab dem 7. März weitergeht, bleibt noch offen. Dies hänge mit dem Infektionsgeschehen zusammen betonte Gebauer am Freitag. Voraussetzung sei eine „stabile 7-Tage-Inzidenz unter 50“. Allerdings stagnieren die täglichen Corona-Fallzahlen seit einigen Tagen. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, warnt sogar vor einem möglichen Wendepunkt in der Pandemie. In NRW liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 57,3.

Schulen in NRW: Öffnung am 22. Februar mit Präsenzunterricht und neuen Regeln

[Erstmeldung] Hamm - Millionen Schüler in NRW haben seit Mitte Dezember ihre Schule nicht mehr von innen gesehen. Diese Phase des Corona-Lockdowns findet jetzt ein Ende. Am Montag (22. Februar) startet der Präsenzunterricht neu - allerdings nicht für alle. Das sollten Schüler und Eltern jetzt wissen. (News zum Coronavirus)

Mitte Dezember 2020 gingen an den Schulen in NRW die Lichter aus. Die Kinder wurden in verlängerte Weihnachtsferien geschickt, danach gab es Homeschooling und Distanzlernen statt Präsenzunterricht. Mit jeder Verlängerung des Corona-Lockdowns wuchs der Frust bei überforderten Eltern und isolierten Schülern.

Damit ist ab dem 22. Februar Schluss: In NRW geht es ab Montag zurück an die Schulen, in einen richtigen Klassenraum mit richtigen Lehrern. Allerdings weiterhin unter strengen Corona-Regeln.

Schulen in NRW: Abschlussklassen und Grundschulen mit Präsenzunterricht, andere (noch) nicht

Nicht alle Jahrgangsstufen an NRW-Schulen kommen in den Genuss des Präsenzunterrichts, sondern laut Schulministerium um Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) nur zwei größere Gruppen: Zum einen die Kinder an Grundschulen (Primarstufe, Klassen 1 bis 4) und zum anderen die Schüler aus den Abschlussklassen (gymnasiale Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen und Weiterbildungskollegs, Hauptschulabschluss, ZP 10).

Je nach Entwicklung der Corona-Infektionszahlen sollen auch die jüngeren Jahrgänge der weiterführenden Schulen in NRW (Sekundarstufe II) in den eingeschränkten Präsenzunterricht zurückkehren. Die schauen ab dem 22. Februar aber zunächst erst einmal doppelt in die Röhre: Sie müssen nicht nur weiterhin beim Distanzlernen zu Hause sitzen, sondern künftig womöglich mit weniger Anleitung durch Lehrer klarkommen. Denn für das Unterrichten der Abschlussklassen werden mehr Lehrer benötigt. Erste Schulen haben das bereits in einem Elternbrief angekündigt. Immerhin: Für Schüler der Klassen 5 und 6 wird es auf Antrag weiterhin eine pädagogische Betreuung geben, wie es in der Regelung des NRW-Schulministeriums heißt.

Schulen in NRW: Die Regeln für die Rückkehr zum Präsenzunterricht an Grundschulen

Ab dem 22. Februar soll der Unterricht an der Primarstufe (Klasse 1 bis 4) in Form eines Wechselmodells aus Präsenz- und Distanzunterricht wiederaufgenommen werden. Das sind die Corona-Regelungen für die Grundschulen in NRW ab dem 22. Februar:

  • Alle Schüler sollen möglichst im selben Umfang Präsenz- und Distanzunterricht erhalten.
  • Es sollen feste Lerngruppen gebildet werden, um im Falle einer Corona-Infektion eine bessere Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten.
  • In den Präsenzphasen sollen die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht im Vordergrund stehen.
  • Wie Präsenz- und Distanzunterricht genau gehandhabt werden, ist Sache der Schule. Wichtig: Schüler dürfen nicht länger als eine Woche im Distanzunterricht sein.
  • Schüler im Distanzunterricht, die zu Hause keine Betreuung haben, werden nach Antrag in der Schule betreut. Aber: Der offene Ganztag wird noch nicht wiederaufgenommen. 

Schulen in NRW: Regeln für die Rückkehr zum Präsenzunterricht in Abschlussklassen

Für die Schüler von Abschlussklassen in NRW ist grundsätzlich eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts auch in voller Klassenstärke möglich. Sind die Klassen oder Kurse aber zu groß, können sie räumlich getrennt werden. Dadurch entsteht ein Mehrbedarf an Lehrern, der zu Lasten der Jahrgänge im Distanzlernen geht.

In den NRW-Schulen ist ab 22. Februar wieder Leben. Aber nicht alle Schüler dürfen in den Präsenzunterricht zurück.

Vor dem Wechselmodell sind Schüler von Abschlussklassen nicht sicher. Die Corona-Regelungen für Schüler von Abschlussklassen in NRW sind je nach Schultyp und Art der Abschlussklasse (Hauptschulabschluss, TP 10, gymnasiale Oberstufe) unterschiedlich (im Detail nachzulesen in der Regelung des NRW-Schulministeriums). Neben den Klassen der Primarstufe kehren an den Förderschulen auch die Abschlussklassen in den Präsenzunterricht zurück.

Schulen in NRW: Rückkehr zum Präsenzunterricht - aber unter strengen Regeln

Auch wenn die Rückkehr zur Schule ein Stück Vertrautes in den Alltag zurückbringt, so ist die Lage an Schulen in NRW doch noch weit von einer Normalität wie vor der Corona-Pandemie entfernt. Die Zahl der erforderlichen Klassenarbeiten wurde für alle Jahrgänge reduziert, Klassenfahrten sind bis zum Ende des Schuljahrs 2020/21 nicht erlaubt. Und es gelten weiterhin die Hygieneregeln für Schulen in NRW in der Fassung vom 16. Dezember. Die wichtigsten Regelungen sind:

  • Körperkontakt ist zu vermeiden.
  • Es gilt eine Maskenpflicht.
  • Häufiges Händewaschen ist erforderlich.
  • Husten- und Niesetikette müssen eingehalten werden.
  • Arbeitsmittel wie Stifte, Lineale oder Gläser etc. dürfen nicht gemeinsam genutzt oder ausgetauscht werden.

Schulen in NRW: Masken sind Pflicht - Lehrer bekommen FFP2-Masken

Auf dem Schulgrundstück gilt für Lehrer und Schüler die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Ausnahmen gelten für Grundschüler im Klassenraum, sofern die Schule damit einverstanden ist. Um Lehrer besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, hat das NRW-Schulministerium von Yvonne Gebauer weitere Maßnahmen getroffen. So bekommt jeder Lehrer sowie das Personal in Betreuung zwei FFP2-Masken pro Präsenztag.

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa

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