So geht es nächste Woche weiter

Schulen in NRW: Rückkehr zum Wechselmodell – doch Notbremse ist mit eingebaut

Wie geht es nächste Woche an den Schulen in NRW weiter? Schulministerin Yvonne Gebauer erklärt die neuen Regeln ab Montag. Auch eine Notbremse soll es geben.

Update vom 16. April, 13.37 Uhr: Wegen der Testpflicht an Schulen in NRW kämpft das Oberverwaltungsgericht in Münster mit einer Klagewelle. Nach Angaben von OVG-Sprecherin Gudrun Dahme gab es bei keinem anderen Corona-Thema in kurzer Zeit so viele Eingänge von Bürgern. Montag kehren die Schulen wieder zum Wechselmodell zurück. Schüler, die zum Präsenzunterricht erscheinen, müssen sich testen lassen.

Schulen in NRW: Rückkehr zum Wechselmodell – aber mit eingebauter Notbremse

Update vom 14. April, 15.11 Uhr: Die Schulen in Nordrhein-Westfalen kehren ab Montag wieder ins Wechselmodell zurück. Das bestätigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Nach der aktuell noch laufenden Homeschooling-Woche gilt in NRW damit vom Prinzip her wieder der Schulmodus, der vor den Osterferien praktiziert worden war.  

Konkret bedeutet das: Die Schulen in den Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 200 werden ab Montag, 19. April, wieder mit Wechselunterricht starten. Dort, wo die Inzidenz über 200 liegt, darf es derweil keinen Präsenzunterricht geben. Damit nimmt NRW die Regelung der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse vorweg.

Derzeit wären nach dieser Regelung die Städte Hagen, Remscheid, Solingen, der Märkische Kreis*, der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Oberbergische Kreis betroffen, wie Yvonne Gebauer auflistete. Dort müssten die Schulen demnach geschlossen bleiben. Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind möglich.

„Wir werden den Weg der Vorsicht weitergehen“, sagte die NRW-Schulministerin. „Wir bleiben auf dem Kurs, der das Recht auf Bildung und Gesundheitsschutz in Einklang bringt.“ Die FDP-Politikerin halte trotz der hohen Corona-Zahlen kleine Lerngruppen „unter weiterhin strengen Regeln zur Einhaltung von Hygiene- und Infektionsschutz“ für verantwortbar.

Für Abschluss- und Abiturjahrgänge ändert sich nichts: Sie bleiben im Präsenzunterricht. „Es gibt auch die Möglichkeit der Klassenteilung und des Wechselmodells“, ergänzte Yvonne Gebauer.

Yvonne Gebauer, Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, verkündete die Rückkehr zum Wechselmodell.

Im Präsenzbetrieb gelte eine Pflicht zum Selbsttest für die Schüler - zweimal pro Woche, wie Yvonne Gebauer betonte. Das schaffe Sicherheit. Mit dem Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht gebe man Kindern und Jugendlichen „ein Stück schulischer Normalität zurück“. Das Modell solle „für eine längere Zeit“ gelten, um Kindern wie auch Eltern eine Perspektive zu geben.

Wie geht es nächste Woche an den Schulen in NRW weiter? Überraschende Entscheidung

Update vom 14. April, 14.33 Uhr: Die Entscheidung, wie es nächste Woche in den Schulen in NRW weiter geht, ist offenbar gefallen. Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen offenbar ab Montag wieder in die Klassenzimmer zurückkehren dürfen - in einem Wechselmodell. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen.

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen blieben die meisten Schüler in dieser Woche zu Hause. Mit Ausnahme von Abschlussklassen gab es Distanzunterricht. Details der neuen Regeln für die Schulen ab kommender Woche will Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Nachmittag (15 Uhr) live in einer Pressekonferenz vorstellen.

Die Möglichkeit, abwechselnd wieder in den Unterricht zurückzukehren, wird nach dpa-Informationen gedeckelt: Wo die Schwelle von 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, darf es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Damit nimmt NRW die Regelung der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse vorweg.

Laut bisherigem Entwurf sieht die Änderung des Infektionsschutzgesetzes das vor: Überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 200, so wird ab dem übernächsten Tag der Präsenzunterricht in Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnlichen Einrichtungen verboten. Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind möglich. Die Schulbremse soll demnach außer Kraft treten, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 200 liegt.

Darüber hinaus müssen Schüler und alle Schul-Beschäftigten, die vor Ort präsent sind, zweimal wöchentlich getestet werden. Die Opposition in NRW hatte bereits die Vermutung geäußert, dass die Schüler nach den Osterferien zurück in den Unterricht von zu Hause aus geschickt worden seien, weil nicht genügend Tests für die Schulen vorhanden gewesen seien. Die Schulministerin hatte das zurückgewiesen.

Angesichts der nach wie vor vorhandenen exponentiellen Wachstums bei den Corona-Zahlen überrascht die Rückkehr zum Wechselmodell ein wenig - trotz Testpflicht für die Schüler. Yvonne Gebauer wird die Regeln und Gründe für die Entscheidung genau erläutern.

Wie geht es nächste Woche an den Schulen in NRW weiter? Gebauer gibt heute Regeln bekannt

[Erstmeldung] Hamm - Distanzunterricht lautete die Maßnahme an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Zu unsicher sei das Corona-Infektionsgeschehen, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Diese Regel war zunächst für eine Woche angekündigt. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HaupstadtDüsseldorf

Schulen in NRW: Wie geht es nächste Woche weiter? Ministerin Yvonne Gebauer gibt Regeln bekannt

Aber wie geht es in der Woche danach weiter? Noch am Montag, zum Start an den Schulen in NRW, wollte Yvonne Gebauer noch keine Prognose abgeben. „Das müssen wir uns noch einmal genau anschauen, um dann zu entscheiden, wie es in der kommenden Woche weitergeht“, hatte die FDP-Politikerin bei WDR5 gesagt. Zu instabil sei die Situation.

Diese Entscheidung ist wohl gefallen. Yvonne Gebauer informiert am Mittwochnachmittag über die Regelungen und Maßnahmen für den Schul- und Unterrichtsbetrieb in NRW ab nächster Woche - also ab Montag, 19. April.

Der aktuelle Stand in der Woche nach den Osterferien 2021: Mit Ausnahme der Abschlussklassen gilt an den Schulen in NRW Distanzunterricht beziehungsweise Homeschooling. Für Grundschüler sowie für Schüler der Klassen 5 und 6 gibt es eine Notbetreuung. Für alle Schüler, die in der Schule sind, gilt eine Testpflicht. Diese hatten besonders Eltern kritisiert, weil sie im Falle eines positiven Testergebnisses eine Bloßstellung ihrer Kinder befürchten.

Schulen in NRW: Distanz- oder Präsenzunterricht? Corona-Zahlen lassen Tendenz vermuten

Alles andere als eine Abkehr vom Distanz- hin zum (vermehrten) Präsenzunterricht dürfte angesichts der steigenden Corona-Zahlen in NRW eine Überraschung sein. Schließlich kletterte die Rate der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen weiter nach oben. Geschlossene Schulen für den Großteil der Kinder und Jugendlichen ist wohl wahrscheinlich.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland binnen sieben Tagen am Mittwoch bei 148,4 gerechnet auf 100.000 Einwohner (Stand: 14. April, 3.09 Uhr). Am Dienstag hatte die Inzidenz noch 135,5 betragen. Dieser Trend ist in ganz Deutschland zu beobachten. Denn auch bundesweit stieg der Wert von Dienstag auf Mittwoch von 140,9 auf 153,2. *come-on.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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