Nach den Sommerferien

Neues Schuljahr in NRW ohne Maskenpflicht? Armin Laschet hat Forderung

Ein chaotisches Corona-Jahr an den Schulen in NRW endet. Geht es nach den Sommerferien ohne Maskenpflicht weiter? Armin Laschet nennt einen Bedingung.

Hamm - Für Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen geht ein stressiges Corona-Schuljahr 2020/21 ganz normal zu Ende. Sie bekommen in ihrer Schule Zeugnisse und verabschieden sich in die Sommerferien 2021. Wie normal es danach weitergeht, ist wegen der aufkommenden Delta-Variante ungewiss. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) spricht jedoch bereits jetzt von einem Ende der Maskenpflicht. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 17,9 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Schulen in NRW: Aus für Maskenpflicht nach Sommerferien? Armin Laschet nennt Bedingung

Homeschooling, Wechselmodell, Präsenzunterricht, dazu Maskenpflicht und regelmäßige Corona-Tests unter Lehreraufsicht - das Jahr an den rund 5.400 Schulen in NRW glich einer Achterbahnfahrt. Eine, die sich so nicht wiederholen soll. So wollen es Schüler, Eltern, Lehrer und Politiker.

Es mangelt nicht an Wünschen und Absichten, wie es nach den Sommerferien an den Schulen in NRW weitergehen soll. Fakt ist: Alles hängt davon ab, wie sich die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante auf das Infektionsgeschehen auswirkt. Viele der älteren Schüler und alle jüngeren gehen ohne Corona-Impfung ins Schuljahr 2021/22.

Beginnt das neue Schuljahr am 18. August so, wie das alte endet? Sehr wahrscheinlich. NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat bekräftigt, dass der Präsenzunterricht in den Schulen nach den Sommerferien fortgesetzt werden soll. Schüler müssen sich zumindest in den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres, also bis Anfang September, auf diese Maßnahmen einstellen:

  • Präsenzunterricht
  • zwei Corona-Tests pro Woche
  • Einhaltung der bestehenden Hygieneregeln
  • Maskenpflicht in Innenräumen

Das neue Schuljahr soll mit „einer Phase des Ankommens“ beginnen, sagte Gebauer in einer Sondersitzung des NRW-Schulausschusses. Bis Ende August sollte es möglichst keine Arbeiten und Tests geben. Stattdessen stehe das „soziale Miteinander“ und die „Entwicklung von Lernfreude“ im Mittelpunkt. Als Beispiele nannte Gebauer tägliche Sporteinheiten oder Besuche von Orten außerhalb der Schule. Die NRW-Schulministerin bezeichnete die erste Phase nach den Sommerferien als „Tage der Vorsicht“.

Ohne Maske im Klassenzimmer? NRW-Ministerpräsident Armin Laschet denkt über ein Ende der Maskenpflicht an Schulen in NRW nach.

Armin Laschet: Erneute Schließung der Schulen in NRW unbedingt verhindern

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet geht einen Schritt weiter. Der Kanzlerkandidat von CDU und CSU ist für ein Ende der Maskenpflicht im neuen Schuljahr - allerdings unter bestimmen Voraussetzungen. „Nach den Ferien beobachten wir die Situation der Reiserückkehrer, und wenn wir das in den Griff bekommen, dass die Inzidenzen nicht besonders hoch sind, dann kann man auch die Masken im Unterricht wieder ablegen“, sagte Laschet bei WDR2.

In Bayern ist die Maskenpflicht im Unterricht bereits vor dem Start der Sommerferien gefallen. In NRW darf der Mund-Nasen-Schutz auf dem Schulgelände draußen abgenommen werden. Eine erneute Schließung der Schulen möchte Armin Laschet unbedingt verhindern. „Das Hauptziel muss sein: Man darf nicht als Erstes wieder die Schulen schließen.“

Zwischen Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca wird ein Abstand von 12 Wochen empfohlen. Einer Studie zufolge lässt sich die Wirksamkeit noch weiter erhöhen.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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