Corona-Lockdown

Schulen in NRW: Wuppertal darf Schulen schließen - Abfuhr für Dortmund

Über die Öffnungen der Schulen in NRW wird aktuell heftig debattiert. Schon zwei Landkreise haben grünes Licht für die Rückkehr zum Distanzunterricht bekommen.

Update vom 20. März, 19.33 Uhr: In Wuppertal dürfen die weiterführenden Schulen wieder geschlossen werden und in der letzten Woche vor den Osterferien zum Distanzunterricht zurückkehren. Das NRW-Schulministerium sagte der Stadt zu, dass der Wechselunterricht ab Dienstag für alle Schüler bis auf die Abschlussklassen ausgesetzt werde. Die Grundschulen bleiben im Wechselunterricht.

LandkreisDüren
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner262.072 (2016)

Update vom 19. März, 18.29 Uhr: Schulen und Kitas bleiben in Dortmund vorerst geöffnet. Das Land habe einen Antrag auf Schließung in der kommenden Woche am Freitag abgelehnt, wie die Stadt Dortmund mitteilte. Damit gebe es weiterhin Wechsel-Präsenzunterricht und Kindertagesbetreuung. Wegen steigender Inzidenzwerte in der Ruhrgebietsstadt wollte der Dortmunder Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) ab Montag Schulen und Kitas wieder schließen.

Update vom 19. März, 15.15 Uhr: Nach dem Kreis Düren hat das Land NRW auch dem Oberbergischen Kreis die Schließung der Schulen vor den Osterferien erlaubt. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, darf der Landkreis den Wechselunterricht für Nicht-Abschlussklassen an weiterführenden Schulen und auch an Grundschulen aussetzen. Der Oberbergische Kreis hatte am Freitag eine Inzidenz von 131,6.

Laut dem NRW-Gesundheitsministerium hat der Oberbergische Kreis „seit einem längeren Zeitraum“ zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen. „Trotz dieser Beschränkungen, die zwischenzeitlich angepasst und verlängert wurden, hat sich das Infektionsgeschehen jedoch weiter dynamisch entwickelt“, begründet die Landesregierung ihre Entscheidung. Der Landkreis habe ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt.

Corona und Schulen: Erster Landkreis kehrt in NRW zum Distanzunterricht zurück

[Erstmeldung] Kreis Düren - Die Corona-Zahlen steigen, in vielen Regionen in Nordrhein-Westfalen liegt die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile über 100. Immer mehr Städte wollen deshalb ihre Schulen schließen. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte den Präsenzunterricht in den jüngsten Debatten verteidigt. Jetzt aber hat das Land dem Kreis Düren doch erlaubt, an weiterführenden Schulen zum Distanzunterricht zurückzukehren.

Die Stadt Dortmund hatte die Diskussion um eine mögliche Rückkehr zum Distanzunterricht angestoßen. Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) kündigte überraschend an, die Schulen in der Ruhrgebiets-Stadt wieder schließen zu wollen. Die Landesregierung kassierte das Vorhaben ein. Die Kommunen gingen auf Konfrontation.

Auch der Kreis Düren hatte mit als erstes beantragt, seine Schulen wieder schließen zu wollen. Der Landkreis in NRW kämpft schon lange gegen hohe Corona-Zahlen. Trotz bereits in Teilen des Kreises geltenden verschärften Regelungen liegt die Inzidenz seit mehr als drei Wochen bei etwa 130 und im Stadtgebiet aktuell jenseits der 200.

Corona und Schulen in NRW: Kreis Düren setzt Wechselunterricht aus

Am Donnerstag verkündete Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) dann, er habe es mit einem neuen Antrag versucht. Die Landesregierung stimmte diesmal zu. An weiterführenden Schulen im Kreis Düren wird der Wechselunterricht mit Ausnahme der Abschlussklassen ab Montag, 22. März, ausgesetzt.

Damit kehrt der Landkreis zum Schulbetrieb zurück, der bis zum 12. März in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde. Grund- und Förderschulen sowie Abschlussklassen im Wechselunterricht, alle anderen Schüler lernen von zuhause. Diese Regelung soll vorerst bis zum Beginn der Osterferien gelten.

Corona und Schulen: Land NRW erlaubt Landkreis die Schließung von weiterführenden Schulen

„Seit der vergangenen Woche hat der Kreis Düren seine ersten Überlegungen für Maßnahmen im Schulbereich ausdifferenziert und nun eine umfassend begründete Gesamtkonzeption vorgelegt“, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mit. Über die Rückkehr zum Distanzunterricht an den Schulen im Kreis Düren* berichtet auch msl24.de*.

Weiter heißt es in der Begründung: „Da der Kreis Düren über die schon bestehenden Regelungen der Allgemeinverfügungen weitere zusätzliche Maßnahmen ergriffen hat, wie zum Beispiel die Schließung aller städtischen und kreiseigenen Sportplätze, erscheint angesichts der nach wie vor steigenden Inzidenzahlen auch eine begrenzte Aussetzung des Wechselunterrichts angemessen und geboten.“

Sandra Maischberger hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mit dem Schul-Streit konfrontiert - und redete sich in ihrer ARD-Sendung in Rage. Seit der Debatte in Nordrhein-Westfalen wird auch viel darüber gesprochen, wie gefährdet Kinder durch die Öffnung der Schulen im Corona-Lockdown sind. *msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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