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Neue Regel bei Corona-Tests in Schulen in NRW - klare Ansage von Ministerin

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Von: Hannah Decke

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Die Schule beginnt wieder - und die Sorge vor steigenden Corona-Zahlen nach den Ferien wächst. In NRW geht es mit neuen Regeln beim Testen weiter.

Hamm - Wenn die Weihnachtsferien enden, kehren in Nordrhein-Westfalen rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche zurück an ihre Schulen. Derweil wächst die Sorge vor einer erneut heftigen Corona*-Welle durch die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante. Am Mittwoch (5. Januar) haben sich die Kultusminister der Länder getroffen, um über die Lage zu beraten. Es gibt es eine klare Haltung zum Schulstart - und in NRW eine Änderung bei der Teststrategie.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Schulen in NRW: Wie geht es nach den Ferien weiter? Gebauer mit klarer Haltung

In einer Sonderschalte haben die Kultusminister um NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) über die Situation an den Schulen vor dem Hintergrund der wachsenden Omikron-Welle beraten. Der Trend bei der Infektionslage ist derzeit eindeutig: Sowohl bundesweit als auch in Nordrhein-Westfalen steigen die Corona-Zahlen wieder.

Nach dem Ferienende soll der Unterricht an den Schulen aber trotzdem in den Schulräumen fortgesetzt werden. Die Kultusminister der Länder waren sich einig, dass die Schulen offen gehalten werden sollen. „Es findet Präsenzunterricht statt“, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer bereits vor den Beratungen im WDR2 Morgenmagazin. Eine klare Aussage, nachdem es zuletzt aus dem NRW-Schulministerium nur hieß, es sei „oberstes Ziel“, die Schulen offenzuhalten.

Schulstart in NRW mit Präsenzunterricht - auch kein Wechselmodell geplant

Auch schloss Yvonne Gebauer seitens der NRW-Landesregierung das Modell des Wechselunterrichts aus. Eine Aufteilung in Lerngruppen, die im Wechsel in den Schulen und zu Hause unterrichtet werden, würde eine maximale Belastung für alle Lehrkräfte darstellen und würde nach den bisherigen Erfahrungen von allen Beteiligten als schlechteste Variante angesehen. Es müsste dann trotzdem eine Notbetreuung für die Kinder eingerichtet werden, deren Eltern in der sogenannten kritischen Infrastruktur tätig seien.

Schulausschuss Landtag Nordrhein-Westfalen
NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer äußert sich zum Ende Ferien klar über das weitere Vorgehen an den Schulen. © Roberto Pfeil/dpa

„Wenn es jetzt um Kontaktreduzierungen gehen sollte, dann macht auch Wechselunterricht keinen Sinn, sondern dann müsste man wenn in den Distanzunterricht starten. Aber Präsenzunterricht ist oberstes Gebot“, betonte die Schulministerin. Die Maskenpflicht bleibe weiterhin für alle Beteiligten in den Schulen bestehen und es bleibe auch bei der bisherigen Quarantäneregelung, „dass in der Regel tatsächlich nur das infizierte Kind auch in Quarantäne muss“.

Schulen in NRW: Auch Geimpfte müssen sich testen lassen

Nach dem Ende der NRW-Weihnachtsferien müssen auch die Geimpften getestet werden. „Die Schulen haben ausreichend Tests vorrätig, so dass wir jetzt auch eben entsprechend sagen: Alle am Schulleben Beteiligten - also Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weiteres Personal - müssen sich dann auch entsprechend ab nächster Woche testen lassen“, erläuterte Gebauer das Vorgehen.

Die ausgeweitete Testpflicht an Schulen gilt bis auf Weiteres nach einer Änderung der entsprechenden Änderung der Corona-Betreuungsverordnung ab dem 10. Januar 2022. Die erweiterte Testpflicht für Schülerinnen und Schüler gilt sowohl bei den dreimal wöchentlichen Testungen mit Antigen-Selbsttests an weiterführenden Schulen als auch bei den zweimal wöchentlichen PCR-Pool-Tests („Lolli-Tests“) an Grund- und Förderschulen sowie an den weiteren Schulen mit Primarstufe. So heißt es in einer Mitteilung des NRW-Bildungsministeriums.

Das schulische Personal erfüllt die erweiterte Testpflicht unabhängig von der jeweiligen Schulform entweder durch die Teilnahme an wöchentlich drei Testungen mit Antigen-Selbsttests oder durch das jeweilige Vorlegen eines negativen Bürgertests an den Test-Tagen. Beschäftigte, die keine Immunisierung nachweisen, müssen sich an Nicht-Test-Tagen selbst testen oder den Nachweis über einen negativen Bürgertest vorlegen.

Auch Vertreter anderer Bundesländer hatten schon vor der Kultusministerkonferenz deutlich gemacht, dass erneute Schulschließungen im großen Stil nicht zur Debatte stehen. Bindende Vereinbarungen gab es bei den Beratungen am Mittwoch nicht. Da Bildung Ländersache ist, fasst die Konferenz der Kultusminister meist Beschlüsse, die eher Appell-Charakter haben. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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