Offen, wie es weiter geht

Schulen in NRW: Eine Woche Distanzunterricht - und dann? Ministerin vermeidet Prognose

Für Schulen in NRW galt nach den Osterferien Distanzunterricht und Homeschooling - und dann? Schulministerin Yvonne Gebauer hat die Entscheidung verkündet.

Update vom 14. April, 15.23 Uhr: Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab nächsten Montag (19. April) wieder wechselweise in die Klassenzimmer zurückkommen. Das gelte für alle Kreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche (Inzidenz) unter 200 liege, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Nach der aktuell noch laufenden Homeschooling-Woche kehrt NRW damit vom Prinzip her wieder zu dem Schulmodus zurück, der vor den Osterferien praktiziert worden war. 

Update vom 14. April, 13.16 Uhr: Wie geht es nächste Woche an den Schulen in NRW weiter? Schulministerin Yvonne Gebauer informiert heute über Regelungen und Maßnahmen für den Schul- und Unterrichtsbetrieb ab dem 19. April. Für den Start nach den Osterferien war zunächst nur für eine Woche Distanzunterricht angesetzt. Ausnahmen gab es nur für Abschlussklassen.

Schulen in NRW: Eine Woche Distanzunterricht - und dann? Ministerin vermeidet Prognose

[Erstmeldung vom 12. April] Hamm - Die Osterferien in Nordrhein-Westfalen sind zu Ende. Seit Montag, 12. April, läuft der Unterricht wieder. Allerdings nicht mehr im Präsenzunterricht. Wegen der hohen Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus bleiben die Schulen weitgehend leer. Präsenzunterricht gibt es nur für die Abschlussklassen, für den Rest heißt es: Distanzunterricht beziehungsweise Homeschooling. In Grundschulen sowie für die Klassen 5 und 6 gibt es eine Notbetreuung. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
HauptstadtDüsseldorf
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Schulen in NRW: Eine Woche Distanzunterricht - und dann? Yvonne Gebauer vermeidet Prognose

Eine Woche Distanzunterricht nach der Rückkehr aus den Osterferien 2021 - und was dann? NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wagte am Montag keine Prognose - weder in die eine noch in die andere Richtung. „Wenn wir die Glaskugel hätten, wäre es einfacher für alle Beteiligten“, sagte die FDP-Politikerin im Morgenecho bei WDR5.

Dabei verwies die Schul- und Bildungsministerin von Nordrhein-Westfalen auf die aktuell ernst zu nehmende Corona-Lage in NRW sowie in ganz Deutschland. „Das Infektionsgeschehen hat sich in den letzten Tagen noch einmal dramatisch verändert“, erklärte Yvonne Gebauer. „Das müssen wir uns noch einmal genau anschauen, um dann zu entscheiden, wie es in der kommenden Woche weitergeht.“ Die Situation sei sehr instabil.

Doch die Schulen und vor allem die Eltern pochen auf eine schnelle Entscheidung, wollen und brauchen Planungssicherheit, was die Betreuung ihrer Kinder angeht. Yvonne Gebauer sagte, es solle „so schnell wie möglich“ eine Entscheidung geben.

Schulen in NRW: Yvonne Gebauer verteidigt Rückkehr zum Distanzunterricht

Die derzeitige Entwicklung gibt eigentlich kaum Anlass für eine Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Schüler in NRW. Zumal die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland derzeit infolge der Oster-Tage noch immer keine verlässliche Auskunft geben.

Daher begründete die Schulministerin die Rückkehr zum Distanzunterricht in Nordrhein-Westfalen in der Woche nach den Osterferien als „Woche der Vorsicht“. Diese sei nach Auffassung von Yvonne Gebauer „gut begründet“ gewesen „aufgrund der diffusen Infektionslage, aufgrund der steigenden Zahlen sowie aufgrund der warnenden Äußerungen“, erklärte die FDP-Politikerin.   

Klar ist: Sobald die Schüler in die Schulen - und damit sozusagen aus dem Lockdown - zurückkehren, müssen sie nach Beschluss der Landesregierung zwei Mal pro Woche einen Corona-Selbsttest machen. Die Testpflicht gilt auch für die Schüler, die ab Montag in die Notbetreuung kommen. Dafür sei entsprechend die Coronabetreuungsverordnung des Landes NRW geändert worden - allerdings erst sehr kurzfristig.

Zum Unterrichtsbeginn nach den Osterferien hatten jedoch noch nicht alle Schulen lückenlos die zugesagten Selbsttest-Lieferungen erhalten. Es gebe in NRW einzelne Ausnahmen, „bei denen eine Erreichbarkeit vor Ort nicht sichergestellt werden konnte“, ansonsten seien alle Schulen versorgt, hieß es aus dem Schulministerium. Es könne planmäßig im Laufe dieser Woche zwei Mal getestet werden

Schulen in NRW: Testpflicht für alle Schüler - auch in der „pädagogischen Betreuung“

Auf die Kritik, dass Eltern und Schulen darauf kaum hätten reagieren können, ging Yvonne Gebauer nicht weiter ein. „Die alte Betreuungsverordnung ist abgelaufen“, sagte die NRW-Schulministerin lediglich. Gleichzeitig verteidigte sie sich: „Es war im Vorfeld klar und den Schulen kommuniziert, dass nicht nur die Schüler im Präsenzunterricht getestet werden, sondern auch die, die sich in der pädagogischen Betreuung befinden.“

Denn alle Schulen der Primarstufe sowie der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen bieten seit Montag, 12. April, „auf Antrag der Eltern ein Betreuungsangebot für diejenigen Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 an, die zuhause nicht angemessen betreut werden können“, hieß es in der Schulmail.

Schulleiter, Lehrer, Schüler und Eltern waren allerdings mit der Erwartung in die Osterferien gegangen, dass es danach mit dem Wechselmodell aus Distanz- und Präsenzunterricht weitergehen solle. So hatte es Yvonne Gebauer damals angekündigt. Die am vergangenen Donnerstag kurzfristig mitgeteilte Planänderung hatte viel Kritik und enttäuschte Reaktionen ausgelöst.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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