Wechselunterricht beginnt

Öffnung der Schulen in NRW: Ministerin erklärt wichtige Neuerung

Die Schulen in NRW öffnen am Montag (22. Februar). An den Grundschulen startet der Präsenzunterricht nach dem Lockdown. Für Abschlussjahrgänge gilt eine neue Regel.

Update 13.20 Uhr: Letzte Infos vor der Öffnung der Schulen in NRW von Schulministerin Yvonne Gebauer. Die FDP-Politikerin gab am Freitagmittag noch einige Details zum Präsenzunterricht bzw. Wechselunterricht bekannt. In der Primarstufe werden in NRW 680.000 Schüler wieder in die Schulen kommen, bei Abschlussklassen sind es 280.000 Schüler. Für ältere Schüler gibt es wichtige eine neue Regel.

Bundesland NRW
Fläche34.098 Quadratkilometer
Bevölkerung17,93 Millionen
Gründung23. August 1946

In der Coronaschutzverordnung von NRW wird dieses Detail aufgenommen, Yvonne Gebauer ging gezielt darauf ein. Es geht um das Thema Maske: Schüler ab der neunten Klasse müssen in der Schule in NRW eine medizinische Maske tragen - sowohl auf dem Schulhof als auch im Gebäude und im Unterricht. Bei jüngeren Kindern ist diese medizinische Maske auf erwünscht. Sollte eine solche Maske den Kindern nicht passen, kann als Ausnahme einer Alltagsmaske getragen werden.

Wie es an den weiterführenden Schulen in NRW weitergeht und wann weitere Klassen in den Präsenzunterricht zurückkehren, hängt ab vom Infektionsgeschehen ab. Gebauer betonte noch einmal die entscheidende Voraussetzung: Der 7-Tage-Inzidenz-Wert in NRW „muss stabil unter 50“ liegen, so Gebauer. Der Weg damit wird allerdings noch weit sein. Die täglichen Corona-Fallzahlen stagnieren seit einigen Tagen. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, warnt vor einem möglichen Wendepunkt in der Pandemie. In NRW liegt der Wert am Freitag bei 57,3.

Schule in NRW: Wechselunterricht nach Öffnung am 22. Februar

[Erstmeldung] Die Schulen in NRW sind kurz vor der Öffnung: Die ersten Klassen kehren am Montag, 22. Februar, in den Präsenzunterricht zurück. Seit 16. Dezember gilt der Lockdown, seitdem ist in NRW erst die Präsenzpflicht ausgesetzt worden, dann folgte die komplette Schließung der Schulen bis auf die Notbetreuung. Nun wird trotz Corona zumindest Wechselunterricht möglich gemacht. (News zum Coronavirus)

Endlich wieder Schule in NRW: Den Auftakt machen ab Montag die Grundschulen sowie die Klassen und Jahrgänge, die 2021 ihren Abschluss machen. Die grundsätzlichen Regeln für Präsenzunterricht bzw. Wechselunterricht hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer bereits vor einigen Tagen festgezogen. Am Freitagmittag will Gebauer noch einmal weitere Details bekanntgeben (wir berichten am Freitag ab 13 Uhr) . Die genaue Gestaltung der Unterrichtsmodelle liegt in der Verantwortung der Schulen.

Bei Grundschulen, also der Primarstufe, zeigt sich dabei ein relativ klares Bild für die Öffnung. Die meisten Schulen in NRW setzen auf einen Wechselunterricht mit geteilten Klassen. Das sieht dann konkret so aus: Die eine Hälfte der Klasse geht in der kommenden Woche drei Tage in den Präsenzunterricht, in der darauffolgenden Woche zwei Tage - die andere Hälfte genau andersherum. An den Tagen ohne Präsenzunterricht bekommen die Schüler Aufgaben für den Distanzunterricht daheim.

Schule in NRW: Präsenzunterricht an Grundschulen und für Abschlussklassen

Für die Abschlussklassen ist die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Schulen in NRW schwieriger. Grundsätzlich ist der Unterricht nach der Öffnung auch in voller Klassenstärke möglich. Sind die Klassen oder Kurse aber zu groß, können sie räumlich getrennt werden. Denn nach wie vor müssen auch im Wechselunterricht die grundsätzlichen Hygieneregeln gelten:

  • Körperkontakt ist zu vermeiden.
  • Es gilt eine Maskenpflicht.
  • Häufiges Händewaschen ist erforderlich.
  • Husten- und Niesetikette müssen eingehalten werden.
  • Arbeitsmittel wie Stifte, Lineale oder Gläser etc. dürfen nicht gemeinsam genutzt oder ausgetauscht werden.

Schule in NRW: Lehrer fordern vorsichtige Öffnung

Vor der Öffnung der Schulen in NRW gibt es aber bereits mahnende Worte des Deutschen Lehrerverbandes. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger warnt im Gespräch mit der Funke Mediengruppe vor der Virus-Mutation. Es sei die „größte Bedrohung für eine klare, verlässliche und nachhaltige Schulöffnungsperspektive“. Der Lehrerverband fordert daher, die Öffnung der Schulen „vorsichtig“ und „behutsam“ anzugehen. Vollständiger Präsenzunterricht dürfe erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 starten.

Rubriklistenbild: © Peter Dahm

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