Corona-Regel

Notbremse für Schulen in NRW: In vielen Kreisen und Städten nur noch Distanzunterricht

Schüler in vielen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW erhalten ab heute wieder Distanzunterricht. Laut Bundes-Notbremse gilt diese Regel, wenn die Inzidenz über 165 liegt.

Düsseldorf - Viele Schulen in Nordrhein-Westfalen müssen schon heute (26. April) wieder zurück in den Distanzunterricht, gleichzeitig wird in vielen Kitas nur noch Notbetreuung angeboten. Grund dafür ist eine Inzidenz 165 - der Schwellenwert, ab dem laut bundeseinheitlicher Notbremse kein Präsenzunterricht mehr erlaubt sein soll. Die Zeitspanne von drei aufeinanderfolgenden Tagen, an denen der Wert überschritten sein muss, um die Regel in Kraft zu setzen, ist in vielen Städten und Kreisen in NRW erreicht. (News zum Coronavirus)

Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung 17,93 Millionen (2019)
LandeshauptstadtDüsseldorf

Am Sonntag lagen 35 Kreise und kreisfreie Städte - mehr als die Hälfte in NRW - über dem neuen Schwellenwert von 165. Das NRW-Gesundheitsministerium kündigte daraufhin am Wochenende für zwei weitere Kommunen ein Greifen der Regelung an, weil sie den Schwellenwert überschreiten. Von Dienstag an seien nun auch in Bielefeld und im Kreis Herford Bildung und Kinderbetreuung strenger geregelt.

Notbremse für Schulen in NRW: Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen

Weiterhin gelten Ausnahmen für die Abschlussklassen und für Förderschulen. Dort können die bisherigen Modelle von Wechselunterricht oder Präsenzunterricht zur Klausurvorbereitung fortgeführt werden. Alle Abschlussprüfungen - auch die am Freitag gerade angelaufenen Abiturprüfungen - können planmäßig im Präsenzbetrieb stattfinden. Pädagogische Notbetreuung ist eingerichtet.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 165 bleibt es beim bisherigen Wechselmodus aus Präsenz- und Distanzunterricht. Für die Schüler besteht in den Schulen eine Corona-Testpflicht. Dabei geht es um zwei Selbsttests pro Woche. Die Lerngruppen sind geteilt. So gibt es in zahlreichen Schulen das Modell von einem täglichen Wechsel Lernen in der Schule und zu Hause.

Notbremse für Schulen in NRW: Eingeschränktes Angebot auch an Kitas

Auch für viele Kitas zeichnet sich mit den Infektionszahlen ein eingeschränktes Angebot ab. Für die Notbetreuung machte die NRW-Landesregierung diesmal eine schärfere Vorgabe. Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht anderweitig sicherstellen können und die Notbetreuung deshalb in Anspruch nehmen wollen, müssen eine schriftliche Erklärung abgeben. Allerdings gibt es auch zahlreiche weitere Gründe wie das Kindeswohl oder eine Behinderung für die Notbetreuung von Kindern in der Kita. Kinder, die im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung stehen, können analog zum Vorgehen bei den Abschlussklassen in den Schulen ebenfalls in ihre Kitas gehen.

Bis Ende Februar hatte es in Nordrhein-Westfalen zuletzt einen eingeschränkten Kita-Betrieb gegeben, bei dem an die Eltern aber lediglich von der Landesregierung appelliert worden war, die Kinder zu Hause zu betreuen. Außerdem wurde die Betreuungszeit gekürzt. Danach wurden alle Kinder wieder in die Einrichtungen gelassen - bei weiter gekürzter Betreuungsstundenzahl, wenn die Kitas das wollten.

Die Bundes-Notbremse hat auch Auswirkungen für Autofahrer. So ist es zurzeit nicht ohne weiteres möglich, nachts von einer Region in eine andere zu fahren. Liegt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt über der Inzidenz von 100, gilt eine nächtliche Ausgangssperre. In vielen Teilen NRWs ist das so. - mit dpa-Material

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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