Hefte raus - Klassenarbeit

Schule in NRW: Klassenarbeiten trotz Distanzunterricht? Land ändert Regel

Die Inzidenz sinkt in NRW, immer mehr Schulen dürfen öffnen. Was ist mit Klassenarbeiten und Klausuren? Das Land hat eine wichtige Regel angepasst.

Hamm - Die Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen sinken. In etlichen Kreisen und Städten dürfen Kinder und Jugendliche wieder zur Schule gehen, weitere Gebiete stehen vor der Rückkehr zum Wechselmodell aus Präsenz- und Distanzunterricht. Doch mit dem nahenden Ende des Schuljahres wird eine Frage immer drängender: Was ist mit Klassenarbeiten und Klausuren? (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 17,9 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Schule in NRW: Klassenarbeiten und Klausuren trotz Distanzunterricht? Ministerium mit neuen Regeln

Aufstehen und zur Schule gehen oder fahren - was jahrelang der Alltag von Millionen Schülern war, ist im Corona-Jahr 2021 bislang eine Ausnahme. Besonders schlimm getroffen hat es Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II (ab Klasse 5) in NRW. Sie durften vor den Osterferien netto eine Woche zurück in die Klassenräume. In Gebieten mit einer hohen Inzidenz ist es bis heute so.

Klassenarbeiten und Klausuren wurden in der Phase vor den Osterferien nicht geschrieben. Das hatte das NRW-Schulministerium von Yvonne Gebauer (FDP) mit Verweis auf die lange Zeit ohne Kontaktunterricht (seit Mitte Dezember) unterbunden. Das ist diesmal anders.

Lehrer dürfen im Schulgebäude Klassenarbeiten und Klausuren schreiben lassen. Das gilt seit der Änderung der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) von Montag (10. Mai) auch für Schülerinnen und Schüler, die im Distanzunterricht sind. Das stellte das nordrhein-westfälische Schulministerium in einer am Dienstagabend veröffentlichten Mail an die Schulen in NRW klar.

Schulen in NRW dürfen Schüler trotz Distanzunterricht zu Klassenarbeiten in die Schule holen

Dies sei möglich, sofern schriftliche Arbeiten in Präsenz aufgrund der Prüfungsordnungen oder zur Feststellung des Leistungsstandes der Schüler zwingend erforderlich seien. Davon sei in der gymnasialen Oberstufe in der Regel auszugehen, erläuterte das Ministerium.

In der Sekundarstufe I gebe es zwar auch andere Möglichkeiten einer rechtskonformen Leistungsbewertung, jedoch könne eine Klassenarbeit in der gewohnten Form als Motivation für die Schüler sinnvoll sein, heißt es in der Schulmail. In Grundschulen dagegen bestehe trotz der rechtlichen Möglichkeit keine Notwendigkeit, die Kinder für schriftliche Arbeiten in die Schule zu holen.

Schulen in NRW: Negativer Corona-Test für Teilnahme an Klassenarbeiten nötig

An den weiterführenden Schulen in NRW ist der Umgang mit der Leistungsbewertung von Stadt zu Stadt, von Schule zu Schule, von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich. Manche Lehrer setzen im Angesicht des nahenden Schuljahresendes auf Projekte, die Schüler über mehrere Wochen erarbeiten, andere kündigten bereits zeitnah Klassenarbeiten für den Fall der Öffnung an. Jetzt haben auch Schulen in Corona-Hotspots in NRW eben auch die Möglichkeit, trotz Distanzunterricht die Schülerinnen und Schüler ganz normal für eine Klassenarbeit in der Schule „antanzen“ zu lassen.

Voraussetzung für das Betreten des Schulgebäudes sei, dass die Schüler vorher negativ auf das Coronavirus getestet wurden. Nachgewiesen werden könne dies durch einen von der Schule angesetzten Antigen-Selbsttest, die Teilnahme an den „Lolli-Pooltests“ oder die Vorlage eines höchstens 48 Stunden alten Bürgertests mit negativem Ergebnis. Laut Infektionsschutzgesetz dürfen Schulen ab einem Inzidenzwert von 165 nur Distanzunterricht anbieten.

Die Entwicklung der Corona-Zahlen in NRW macht nicht nur bei Schulöffnungen Hoffnung. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat Öffnungsschritte für die Gastronomie verkündet. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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