Impfzentren und mobile Teams

Corona-Impfungen für Schüler in NRW: Yvonne Gebauer erläutert Plan

Neues Schuljahr in NRW: Schüler können sich fortan impfen lassen. Für beide Sekundarstufen soll es ein Impfangebot geben. Im Impfzentrum oder mit mobilen Teams?

Hamm - Seit Mittwoch, 18. August, gehen die 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen wieder zur Schule. Nach sechs Wochen Sommerferien geht es mit Präsenzunterricht weiter. Geht es nach Yvonne Gebauer (FDP) soll es dabei auch bleiben. Doch die NRW-Schulministerin schließt nicht aus, dass die Politik unter Umständen wieder mit harten Maßnahmen auf neue Pandemie-Entwicklungen reagieren muss. Immerhin: Allen Schülern, auch den jüngeren, soll nun ein Angebot zur Corona-Impfung unterbreitet werden. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung 17,93 Millionen (2019)

Corona-Impfungen für Schüler in NRW: Jetzt dürfen auch 12- bis 17-Jährige geimpft werden

Möglich macht das ein Richtungswechsel der Ständigen Impfkommission (Stiko), die Corona-Impfungen inzwischen auch für 12- bis 17-Jährige empfiehlt. In der Folge hätten sich Schulministerium und Gesundheitsministerium des Landes NRW laut Gebauer umgehend beraten. „Wir haben schnell reagiert in Bezug auf die neue Aussage der Stiko. Wir wollen auch den jüngeren Schülerinnen und Schülern ein Impfangebot unterbreiten“, sagte Gebauer im Interview mit WDR 5.

Doch wie wird dieses Impfangebot konkret aussehen? Bevor die Stiko ihre Empfehlung geändert hat, hatte Gebauer auf einer Pressekonferenz zu den Corona-Regeln in den Schulen nach den Sommerferien gesagt, dass Schüler der Sekundarstufe II ein Impfangebot an dem jeweiligen Impfzentrum des Kreises oder der kreisfreien Stadt erhalten werden. In Abstimmung seien auch mobile Impfangebote möglich.

Corona-Impfungen für Schüler in NRW: So ist der Plan für SEK I und SEK II

An diesem Credo hat sich wenig geändert. Zwar würden nun auch Schüler der Sekundarstufe I ein Impfangebot erhalten, vorrangig laufe die Organisation allerdings weiter über die Impfzentren, verriet Gebauer bei WDR 5. Sofern Schüler der SEK II kraft mobilen Impfteams vor Ort in den Schulen geimpft werden könnten, sollte dieses Impfangebot auch Schülern der SEK I zu Teil werden.

Yvonne Gebauer machte jedoch auch klar, dass bei solchen mobilen Impfangeboten an Schulen die Organisation stimmen müsse. Schließlich bräuchten Schülerinnen und Schüler neben der Einwilligung der Erziehungsberechtigten auch noch die Möglichkeit eines aufklärerischen Gesprächs zur Corona-Impfung vor Ort.

Mit den Corona-Impfungen in den Impfzentren, die laut Gebauer ja den höheren Fokus genießen, muss sich die NRW-Landesregierung dann jedoch sputen. Schließlich sollen die Impfzentren Stand jetzt nur noch bis Ende September in Betrieb sein.

Schule in NRW: Impfungen, Regeln, Testpflicht

Schüler der SEK II können an den Schulen in NRW schon seit Mittwoch gegen Corona geimpft werden, wenn sie das möchten. Das Impfangebot richtet sich an Schüler aller weiterführenden Schulen. Derweil muss die Impfkampagne für 12- bis 17-Jährige erst noch ins Rollen kommen.

Im neuen Schuljahr gelten in NRW strenge Regeln. In den Schulgebäuden gilt etwa die Maskenpflicht in Klassenräumen und Gebäuden. Zwei Corona-Tests pro Woche sind verbindlich, in manchen Fällen fungiert der Schülerausweis als Testnachweis. Die Testpflicht gilt nicht mehr für nachweislich Geimpfte und Genesene. Beim Positiv-Test eines einzelnen Schülers muss inzwischen nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne.

Rubriklistenbild: © Kusch/Schuldt/dpa

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