Corona in NRW

Maskenpflicht zum Schulstart: Unterricht mit Schutzmaske und in Daunenjacke

Das Coronavirus breitet sich in NRW rasant aus. Die Folgen für Schulen und Unterricht nach den Herbstferien sind groß. Neben dem Tragen einer Maske müssen sich Schülerinnen und Schüler auch wärmer anziehen.

  • Seit den Herbstferien müssen Schüler und Schülerinnen in NRW eine Maske tragen.
  • Es wird zudem regelmäßig gelüftet, weshalb die Schülerinnen und Schüler sich wärmer anziehen sollten.
  • Die neuen Regeln dienen zum Schutz vor dem Coronavirus.

Update vom 26. Oktober, 11.40: Am heutigen Montag laufen in NRW die Schulen wieder an. Nach den Herbstferien gelten für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen die Maskenpflicht. Und nicht nur das - in den Räumen wird regelmäßig gelüftet. Das bedeutet, dass sich die Schülerinnen und Schüler am besten mit einer warmen Jacke wappnen sollten.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
Fläche34.100,26 Quadratmeter
Gründung23. August 1946
Bevölkerung17.974.211

Update vom 22. Oktober, 14.56:  Die Schulen sind nach den Herbstferien keineswegs ausreichend gegen die grassierende Corona-Infektionsgefahr geschützt, findet die SPD-Opposition in Nordrhein Westfalen Maskenpflicht im Unterricht, unpraktikable Anweisungen zum Lüften und ein bürokratisches Luftfilter-Förderprogramm reichten nicht, kritisierte der Schulexperte der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott, am Donnerstag das „frierende Klassenzimmer“.

Update vom 21. Oktober, 15.27 Uhr: „Der Präsenzunterricht muss so lange wie möglich aufrecht erhalten werden“, erklärt NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Die Landesregierung hat neue Regeln für den Schulstart nach den Herbstferien festgelegt. Damit wenden sie nicht alle Empfehlungen des RKI an. Einen Überblick über die neuen Maßnahmen im Unterricht und in den Pausen finden Sie im Artikel. Gebauer betont, dass die Schulen keine Hotspots seien. Kleinere Lerngruppen sind dabei nicht vorgesehen. Dafür wird die Maskenpflicht wieder eingeführt.

Schulen sollen nicht zu Corona-Hotspots werden - diese Regeln gelten jetzt für den Unterricht in NRW

Update vom 21. Oktober, 15.15 Uhr: Schulministerin Yvonne Gebauer hat neue Regeln für den Schulstart nach den Herbstferien verkündet. Die Maskenpflicht in Schulen ist wieder eingeführt worden. Das sind die aktuellen Regeln:

  • Schülerinnen und Schüler müssen in der Schule und auf dem Schulgelände eine Maske tragen. Das gilt für alle Kinder und Jugendliche ab Klasse 5. Die Maskenpflicht gilt auch wieder im Unterricht und an dem Sitzplatz.
  • Grundschüler müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, solange sie in ihrer Klasse im Klassenzimmer sind.
  • Auch für die Angebote im Offenen Ganztag gibt es keine Maskenpflicht.
  • Lehrer und Lehrerinnen müssen dann keine Maske tragen, wenn sie im Unterricht einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können.
  • Von der Mundschutzpflicht können Lehrkräfte sich mit einem ärztlichen Attest aus medizinischen Gründen befreien lassen. Dann müssen sie aber - wenn möglich - auf den Mindestabstand achten.
  • Die Regeln gelten bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 22. Dezember. Auch Ruhr24.de* berichtet darüber.

Update vom 21. Oktober, 15.10 Uhr: „Schulen sind keine Hotspots“, erklärt NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Kinder und Jugendliche seien nicht verantwortlich für das derzeitige Infektionsgeschehen in NRW. Die Schulen seien sichere Orte und der Präsenzunterricht müsse möglichst für alle Schüler aufrecht erhalten bleiben. „Er gibt unsere Schülerinnen und Schülern ein Stück Normalität“, sagte Gebauer. Dieser Unterrichtsbetrieb habe höchste Priorität.

Update vom 21. Oktober, 15.06: Schulministerin Yvonne Gebauer ist zufrieden damit, wie der Präsenzunterricht vor den Herbstferien funktioniert hat. Alle Maßnahmen, die ergriffen worden sind, werden ständig überprüft, ob sie dem Infektionsgeschehen angemessen sind. Derzeit breitet sich das Coronavirus in NRW wieder verstärkt aus. Auch Gebauer betont, dass das Lüften wichtig ist, um das Risiko der Ansteckung zu verringern. Es gibt nun einen Leitfaden für die Regeln des Lüftens. Räume würden sich durch das Lüften nur um ein bis zwei Grad abkühlen.

Schulministerin Yvonne Gebauer hat neue Regeln für die Schulen in NRW bekannt geben. Diese gelten sofort nach den Herbstferien.

Corona und Schule: Diese Regeln gelten zum Lüften in NRW für Schüler und Lehrer

  • Stoßlüften alle 20 Minuten
  • Querlüften, wo immer es möglich ist
  •  Lüften während der gesamten Pausendauer

Update vom 21. Oktober, 15.02 Uhr: Kommunalministerin Ina Scharrenbach beginnt die Pressekonferenz. Sie äußert sich zu der Belüftungssituation in Schulen. Fast alle Klassenzimmer in NRW sind belüftbar. Problematisch sind Räume, die innen liegen oder bei denen sich die Fenster nicht vollständig öffnen lassen.

Update vom 21. Oktober, 14.54 Uhr: Gleich startet die Pressekonferenz des Schulministeriums. NRW-Ministerin Yvonne Gebauer wird um 15 Uhr verkünden, wie es mit den Schulen nach den Herbstferien weitergehen soll. Besonders heiß debattiert wurde im Vornherein das Thema Maskenpflicht. Es ist möglich, dass Schüler und Lehrer wieder im Unterricht Maske tragen müssen.

Schule trotz Corona in NRW: Forderung nach Maskenpflicht im Unterricht - Landesregierung wartet ab

Update vom 21. Oktober, 11.30 Uhr: Wie geht es nach den Herbstferien an den Schulen in NRW weiter? Wird es eine Maskenpflicht im Unterricht geben? NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach informieren heute ab 15 Uhr über den Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen nach den Herbstferien in Nordrhein-Westfalen.

Nordrhein-Westfalen, Übach-Palenberg: Schülerinnen und Schüler, einer davon mit einer Schutzmaske, bearbeiten Informatikaufgaben im Informatik-Grundkurs des Abiturjahrgangs am Carolus-Magnus-Gymnasium

Update vom 20. Oktober, 11.59 Uhr: Wie geht es nach den Herbstferien in den Schulen in Nordrhein-Westfalen weiter? Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) plädiert klar für die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht. Darüber hinaus forderte GEW-Landeschefin Maike Finnern eine Verkleinerung der Lerngruppen beziehungsweise Halbierung der Unterrichtsklassen. Die Herbstferien enden in NRW an diesem Wochenende.

„Das Letzte, was passieren darf, ist dass die Schulen wieder geschlossen werden“, mahnte Finnern. Immerhin gehe aus einer Ende September vom Schulministerium veröffentlichten Umfrage hervor, dass jede vierte Schule in NRW sich nicht in der Lage sehe, die Infektionsschutzstandards einzuhalten. „Hier ist dringend Abhilfe erforderlich.“

Dazu brauche das Land nun ein Stufenkonzept mit klaren Handlungsempfehlungen, wie es etwa für den bayerischen Unterrichtsbetrieb in Pandemiezeiten gelte. "Je nach Infektionsgeschehen gibt es dort abgestufte Maßnahmen vom Regelbetrieb unter Hygieneauflagen über die Maskenpflicht bis zu einem Wechselmodell aus Präsenz- und Distanzlernen", erklärte Finnern. Derzeit halte sich die Landesregierung in NRW nicht an Empfehlungen, die das Robert Koch-Institut (RKI), gestaffelt nach Corona-Warnstufen, für Schulen veröffentlicht habe, kritisierte Finnern.

Die NRW-Landesregierung hat für Lehrer und Schüler bislang keine neuen Vorgaben zum Umgang mit der Corona-Pandemie nach den Herbstferien gemacht. Aus dem Schulministerium hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur lediglich: „Die Landesregierung beobachtet das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen bis zum Ende der Herbstferien sehr genau. Weitere Maßnahmen werden kontinuierlich auf Wirksamkeit und Notwendigkeit geprüft.“

Schule trotz Corona in NRW: Kommt nach den Ferien die Maskenpflicht?

Update von 17. Oktober, 17.18 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen hat bereits auf die zweite Corona-Welle reagiert und neue Maßnahmen beschlossen. Und was ist mit den Schulen in NRW? Kommt dort nach dem Ende der Ferien die Maskenpflicht zurück?

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) war bei vielen der neuen Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen zwar klar, bei der Frage nach einer möglichen Maskenpflicht im Unterricht hielt er sich jedoch zurück. Noch seien für die Schulen ja Herbstferien, sagte er. Einen Beschluss dazu gebe es noch nicht. „Wir sind noch im Gespräch“, erklärte Laschet am Freitag.

Schule trotz Corona in NRW: Lehrerverband fordert Maskenpflicht im Unterricht

Update vom 16. Oktober, 9.21 Uhr: Kommt die Maskenpflicht in den Schulen in NRW? Der nordrhein-westfälische Lehrerverband fordert jedenfalls ihre Wiedereinführung im Unterricht bis ins kommende Frühjahr hinein. „Es gibt ein probates Mittel, um einen verlässlichen Schulunterricht in den kommenden sechs Monaten anzubieten: die Maske“, sagte Verbands-Präsident Andreas Bartsch der Rheinischen Post. „Das Gros der Schüler - so unsere Rückmeldungen - hat auch überhaupt kein Problem damit, Mund-Nasen-Schutz im Unterricht zu tragen. Das ist gelernt.“

Bartsch sagte zudem, die Diskussion um die Aufrechterhaltung des Unterrichts während einer neuen Corona-Welle nehme kuriose Züge an: "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste die Wärmflasche fordert. Tipps, dass sich die Schüler mit Pullover, Schal und Decke bei geöffneten Fenstern in den Unterricht setzen, gab es ja schon."

Die allgemeine Maskenpflicht im Unterricht gab es in den ersten Wochen nach den Sommerferien. Seitdem wurde sie nur von einzelnen Kommunen aufgrund hoher Infektionswerte wieder eingeführt. An vielen Schulen wurden zudem Einzelregelungen dazu getroffen.

Schule trotz Corona in NRW: Kommt nach den Ferien die Maskenpflicht?

Hamm - Ab 26. Oktober sitzen, im schlechtesten Fall, wieder Kinder in den Schulen in NRW eng an eng im Klassenraum zusammen. Wie geht es nach den Ferien weiter? Kein Bundesland in Deutschland ist so vom Coronavirus betroffen wie Nordrhein-Westfalen. Jeder dritte Bürger in NRW lebt mittlerweile in einem Risikogebiet. Überall werden Regeln verschärft. Doch was passiert an den Schulen?

Rückblick: Mitte August, Ende der Sommerferien, war die Situation in NRW noch relativ entspannt. Die Neuinfektionen blieben in einem überschaubaren Rahmen. Trotzdem sprach das Land NRW zum Schutz vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 eine Maskenpflicht auch im Untersicht an den weiterführenden Schulen im Land aus.

Schule in NRW: Nach den Ferien Maskenpflicht möglich

Vor allem Eltern kritisierten die Entscheidung. Sie fiel ausgerechnet in die letzte Hitzewelle des Sommers hinein, als Temperaturen über 30 Grad herrschten. Ende August wurde die Maskenpflicht wieder abgeschafft. Seitdem können Schulen eine Empfehlung aussprechen - viele Kinder folgen dieser Empfehlung. Oftmals gilt: Auf Fluren und in Pausen gilt Maskenpflicht in Schulen, am Platz in der Klasse können Schüler den Mund-Nasen-Schutz abnehmen.

Nun ist die Situation dramatischer. Das Coronavirus verbreitet sich in ganz Deutschland ungebremst. Allein in NRW kommen täglich über 1000 Neuinfektionen hinzu. Zahlreiche Städte und Kreise sind über den 7-Tage-Inzidenz-Wert von 50 geraten und verschärfen die Corona-Regeln. Auch die Maskenpflicht wird im öffentlichen Raum in vielen Städten und Landkreisen ausgeweitet. Zum Glück können die Schulen in NRW momentan durchpusten. Noch bis zum 25. Oktober sind Herbstferien. Wie es nach den Ferien in der Schule weitergeht, dazu will sich das Schulministerium in NRW in der kommenden Woche konkret äußern.

Bei der aktuellen Entwicklung wäre es aber nicht überraschend, wenn es wieder zu einer Maskenpflicht auch im Unterricht an weiterführenden Schulen kommt. An Grundschulen galt die Maskenpflicht schon Ende August nur auf den Fluren und dem Schulhof.

Schule in NRW: Lüften gegen Coronavirus

Zu einem weiteren wichtigen Instrument bei der Bekämpfung des Coronavirus an den Schulen in NRW hat sich Schulministerin Yvonne Gebauer schon geäußert: Es geht um das Lüften der Klassenräume. Bereits jetzt haben Lehrer, Schüler und Eltern Sorgen vor dem Winter.

Die Ministerin kann ihnen diese Sorgen nicht komplett nehmen. „Wir werden in diesem Winter andere Bedingungen in Schulen haben“, sagte Gebauer in einem Interview mit dem WDR. Sie empfiehlt den Kindern, dass sie warme Kleidung auch im Klassenraum tragen. „Wenn wir mithilfe einer zusätzlichen Jacke und vielleicht noch einem zusätzlichen Schal auch für den Unterricht durch die Pandemie und durch den Winter kommen, wäre das schon recht gut.“

Kältehölle Schule in NRW? Nein, das werde nicht passieren, beruhigt die Schulministerin. Der Kampf gegen das Coronavirus solle nicht dafür sorgen, dass Kinder nach den Ferien dauerhaft niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind. „Es muss keiner sechs Stunden am Tag frieren“, betont Gebauer. Die Kinder werden im Klassenraum in der Schule nicht permanent im Luftzug sitzen.

Coronavirus in NRW: Schule soll geöffnet werden - Lüften ist nötig

Fest steht: Lüften hilft. „Intensives Lüften reduziert die Menge potenziell infektiöser Aerosole deutlich“, heißt es in einem Statement vom Umweltbundesamt (UBA) deutlich. Genau diese Aerosole sind die große Gefahr. Über die winzige Teilchen verbreitet sich das Coronavirus Sars-CoV-2 besonders in geschlossenen Räumen.

Experten raten, dass Klassenräume in Schulen ebenso wie Büroräume und die eigene Wohnung regelmäßig gelüftet werden. Idealerweise mehrere Minuten durch Stoßlüften. „Kern unserer Empfehlung ist, Klassenräume regelmäßig alle 20 Minuten für etwa fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern zu lüften“, so UBA-Präsident Dirk Messner.

Generell sei das Hauptziel: Die Schulen sollen trotz steigender Infektionszahlen wie auch Kindergärten offen bleiben. Dies habe oberste Priorität bei der Bekämpfung des Coronavirus, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Tagen mehrfach. NRW-Regierungschef Armin Laschet will am Freitag, 16. Oktober, weitere Entscheidungen und verschärfte Corona-Regeln bekanntgeben. *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerls.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Jonas Güttler/dpa

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