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NRW-Schulministerium: Keine Pooltests mehr an Grundschulen

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Von: Daniel Schinzig

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Ab März werden in den Grundschulen keine Pooltests mehr durchgeführt. Das teilte das NRW-Schulministerium mit. Immunisierte Schüler haben einen Vorteil.

Hamm - In den Grundschulen in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem 28.2. keine Pooltests mehr gemacht werden. Das hat das NRW-Schulministerium am Donnerstagmorgen mitgeteilt. Eltern sollen ihre Kinder dreimal die Woche zu Hause auf das Coronavirus testen.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen

NRW-Schulministerium: Pooltests an Grundschulen vor dem Aus

Eine Veränderung des Testverfahrens sei notwendig, da aufgrund der ausgelasteten Labore keine zeitnahe Auswertung der Pooltests an den Grundschulen garantiert werden könne, begründet das Schulministerium NRW die Maßnahme. Statt der Pooltests kommen ab dem 28. Februar auch die Antigen-Tests zum Einsatz.

Der größte Unterschied wird aber sein, dass die Testungen nicht mehr in den Grundschulen stattfinden werden, sondern zu Hause. Den Eltern und Kindern werden zu diesem Zweck von den Schulen Selbsttests zur Verfügung gestellt. Dreimal in der Woche sind die Eltern verpflichtet, ihre Kinder vor dem Gang zur Schule oder am Vorabend auf das Coronavirus zu testen. Damit die Testungen auch nach bestem Gewissen durchgeführt werden, sollen die Eltern einmalig eine Bescheinigung unterschreiben. Kommt es zu einem Verdacht, dass gegen die Testpflicht verstoßen wird, können die betroffenen Kinder von den Lehrern in der Schule noch einmal nachgetestet werden.

Ausdrücklich ausgenommen von der neuen Regelung sind Förderschulen. Hier sollen laut Beschluss des Schulministeriums nach wie vor die „Lolli“-PCR-Tests zum Einsatz kommen. Begründet wird das mit der „strukturell höheren Vulnerabilität dieser Schülergruppen“. In den weiterführenden Schulen gibt es ebenfalls keinen Änderungen. Nach wie vor heißt es hier für die Schüler: Dreimal die Woche steht vor Unterrichtsbeginn ein Antigen-Selbsttest an.

Änderung des Testsystems an den Schulen: Geimpfte Schüler brauchen keinen Test

Eine weitere große Neuerung betrifft alle geimpften und genesenen Schüler. Sie müssen ab dem 28. Februar nicht mehr an den Testungen in den Schulen teilnehmen. Auch Lehrer und andere Schulangestellte, die vollständig immunisiert sind, sind von der Testpflicht befreit. Das Schulministerium weist aber darauf hin, dass natürlich auch geimpfte und genesene Schüler weiterhin freiwillig an den Testungen teilnehmen dürfen.

Insbesondere die Grundschulen sollen weiter entlastet werden. In der Mitteilung des Schulministeriums heißt es, dass weitere Maßnahmen beschlossen wurden und insgesamt 9,5 Millionen Euro zu diesem Zweck vorgesehen sind. Schulleitungen sollen Supervisions- und Coachingangebote im Bereich der Schulpsychologie bekommen, die für das Frühjahr 2022 geplanten Vergleichsarbeiten in den dritten Klassen dürfen auf den Beginn des kommenden Schuljahres verschoben werden und die Ganztags- und Betreuungsangebote sollen noch einmal gestärkt werden.

Junge macht Lollitest
Keine Pooltests mehr an Grundschulen in NRW! Das hat Schulministerin Yvonne Gebauer am Donnerstagmorgen verkündet. © Peter Kneffel

Nicht nur an den Schulen ändert sich einiges. Auch generell kommt es in NRW zu neuen Regeln. Ministerpräsident Hendrik Wüst hat Lockerungen angekündigt. Unter anderem sind auch die Kontakteschränkungen betroffen. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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