Distanzunterricht

Schule in NRW: Störungen auf Lernplattform Logineo/Moodle und IServ - das sagt das Schulministerium

Schule in NRW findet wegen Corona im Distanzunterricht statt. Es startet mit Pannen: Schüler und Lehrer hatten Probleme mit der Lernplattform Moodle/Logineo.

Update vom 11. Januar, 17.22 Uhr: Wie gut lief Schule auf Distanz in NRW am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien? Das Schulministerium in NRW kann den Eindruck vieler Lehrer, Schüler und Eltern nicht bestätigen. Sie hatten am Montagmorgen über Ausfälle und lange Ladezeiten bei der Lernplattform Logineo bzw. Moodle berichtet.

SoftwareMoodle
LizenzGNU GPL v3+
BetriebssystemJedes System, das PHP unterstützt
ProgrammiersprachePHP

Die Betriebsdaten weisen auf einen stabilen Betrieb hin, hieß es auf Anfrage unserer Redaktion aus dem Schulministerium. Die Anzahl der angemeldeten Schulen und der Nutzenden in den Systemen sei zu Wochenbeginn nochmals deutlich angestiegen. Nutzeranfragen im Support zeigten eine intensive Nutzung durch die Schulen auf, grundlegende technische Probleme seien aktuell jedoch nicht bekannt. „Bei der hohen Anzahl angemeldeter Schulen können Probleme in Einzelfällen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Aktuell laufen die Systeme der Logineo NRW Produktfamilie stabil und leistungsfähig“, so das Ministerium in einer Stellungnahme.

Schule in NRW: Probleme bei iServ, Logineo und Moodle

Update vom 11. Januar, 17.06 Uhr: Der Distanzunterricht in NRW startete direkt mit Pannen. Eine Technikpanne hat den Videounterricht ausgebremst, berichtet dpa. Die Serverkapazität sei zwar angesichts des erwarteten Andrangs von Klassen, die den Unterricht per Videokonferenz abhalten wollten, verdoppelt worden, sagte der Geschäftsführer des Bildungsservers IServ, Jörg Ludwig, der Deutschen Presse-Agentur. Wegen einer fehlerhaften Einstellung sei es am Montagmorgen aber zunächst nicht möglich gewesen, Videokonferenzen zu starten. Die Panne sei am Mittag behoben worden.

Update vom 11. Januar, 12.50 Uhr: Störungen bei der Lernplattform Moodle? NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer waren am Mittag keine Probleme beim „Moodle„-basierten System „Logineo“ bekannt. Es gebe noch keine entsprechenden Rückmeldungen, sagte Gebauer am Montag im Schulausschuss, nachdem die SPD vorher die Nachrichten über Störungen thematisiert hatte. „Bis dato gibt es keine Rückmeldungen, dass es größere Probleme mit Moodle in NRW gibt.“

Schule in NRW: Das steckt hinter Logineo und Moodle

Hamm - Moodle ist down! Mit dieser Nachricht startete für viele Schüler und Lehrer der Distanzunterricht am Montag. Schule in NRW bedeutet seit heute wegen Corona Distanzunterricht. Leider spielt die Lernplattform Logineo/Moodle am Montag nicht immer mit.

Für alle Nicht-Schüler schnell erklärt, was es mit den Begriffen Logineo und Moodle auf sich hat. Das Land NRW stellt den Schulen eine Online-Plattform zur Verfügung: Dies ist Logineo NRW. Dort ist unter anderem rechtssichere Kommunikation per E-Mail und Datenaustausch zwischen Lehrern und Schülern möglich. Eine Lernplattform auf diesen Servern ist dann zum Beispiel Moodle, eine Open-Source-Software. Open Source bedeutet, es ist keine kommerziell betriebene Software. Der Programmcode ist der Öffentlichkeit zugänglich und Moodle kann man kostenlos installieren.

Im Alltag läuft es bei Moodle dann zum Beispiel so: Eine Klasse bekommt einen eigenen Ordner in Moodle. Und in diesem Ordner sind dann wiederum Ordner für jedes Fach, dass in der Klasse unterrichtet wird. Jeder Lehrer kann dann darüber mit seinen Schülern kommunizieren. Die Lehrer können hier Nachrichten veröffentlichen, Arbeitsmaterialien hochladen und sogar einen Abgabetermin für mögliche Aufgaben stellen. Auch Universitäten nutzen beispielsweise Moodle als Lernplattform für Studierende.

Schule in NRW: Probleme bei Logineo/Moodle am Montag

Unglücklich für Schule in NRW ist dann natürlich, wenn am ersten Tag des Distanzunterrichts zeitweise gar nichts geht. Eltern und Lehrer klagen am Montagmorgen über große Probleme bei Logineo/Moodle, berichtet ruhr24.de*. Über einen Online-Störungsmelder kann man erkennen, welche Fehlermeldungen auftraten. Ein Drittel der Nutzer klagte über Probleme mit dem Login. Viele weitere Anwender meldeten ganz allgemein ein Problem mit der Webseite bzw. beim Laden von Inhalten.

Auf einer Störungskarte ist erkennbar, welche Regionen in Deutschland besonders betroffen sind. Hier sieht man deutlich, dass in NRW vor allem im Rheinland aber auch im Ruhrgebiet viele Störungen aufgetreten sind. Noch schlimmer hat es Baden-Württemberg erwischt. Nahezu die komplette Karte ist mit roten Warnpunkten eingefärbt.

Schon in der vergangenen Woche hatte es in Rheinland-Pfalz große Probleme mit Moodle gegeben: Die Lernplattform war am Montag nicht erreichbar. Das Bildungsministerium in Mainz erklärte später, ein Hackerangriff habe zum Zusammenbruch der Systeme beigetragen.

Schule in NRW: Probleme auch bei Padet und BigBlueButton

In sozialen Netzwerken tauschen sich Eltern und Lehrer bereits über die Probleme in NRW und ganz Deutschland bereits aus. Viele flüchten sich in Galgenhumor. Einige Lehrer berichten, dass sie bereits am Sonntag Inhalte hochgeladen haben, weil sie Serverprobleme am Montag erwartet haben. Das Kultusministerium in Stuttgart sieht nur bei einer Minderheit der Schulen in Baden-Württemberg Probleme. „Bei der überwiegenden Mehrheit der 4.500 Schulen im Land lief Moodle störungsfrei, leider gab es bei 200 Schulen Probleme“, heißt es in einer Mitteilung vom Montagmittag. Man habe kurzfristig zusätzliche Serverkapazitäten geschaffen.

Eltern, Lehrer und Schüler klagen auch über Probleme bei anderen Online-Lernhilfen. So können sich viele Kinder nicht bei „Padlet“ einloggen. Dies ist eine digitale Pinnwand, auf der sich Lehrer und Schüler austauschen können. Auch die Lernplattform „iServ“ ist schlecht erreichbar. Probleme werden auch bei den Videodiensten BigBlueButton und Jitsi gemeldet. . *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Wir berichten weiter.

Rubriklistenbild: © dpa

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