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Schützenumzug: Pferd bricht tot zusammen - Tier hatte Vorerkrankungen

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Von: Hannah Decke

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Bei einem Schützenumzug in Düsseldorf ist ein Pferd tot zusammengebrochen. Der Reiter blieb unverletzt. Das Tier hatte Vorerkrankungen.

Update vom 29. Juli, 22.51 Uhr: Der Tod eines Pferdes bei einem Schützenumzug auf der Düsseldorfer Königsallee geht nach Informationen der Stadt auf eine nicht offensichtliche Vorerkrankung zurück. Die Untersuchung hat neben Verletzungen infolge des Zusammenbruchs und der Aufstehversuche des Pferdes deutliche Veränderungen am Herzen ergeben.

Die Vorschädigung des Herzmuskels in Verbindung mit erhöhter körperlicher Anforderung hat nach Einschätzung des Pathologen zum Zusammenbruch des Tieres geführt. Diese Vorschädigung hat bei der tierärztlichen Überprüfung vor Beginn der Veranstaltung nicht erkannt werden können. Dem Pferd sind unmittelbar vor oder während der Veranstaltung keine Beruhigungsmittel verabreicht worden.

[Update] Düsseldorf (NRW) - Bei einem Schützenumzug in Düsseldorf ist am Samstagnachmittag auf der Königsallee („Kö“) ein Pferd tot zusammengebrochen. Wie der WDR berichtet, schlug das Tier mit dem Kopf auf den Asphalt. Laut Erzählungen der Schützenbrüder fiel das 14 Jahre alte Pferd plötzlich um und war sofort tot. Ursprünglich sollten auch am Sonntag wieder Pferde bei einem Umzug mitlaufen. Das wurde kurzfristig geändert.

StadtDüsseldorf
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Schützenumzug auf der Kö: Pferd bricht auf der Straße zusammen und ist sofort tot

Eine Tierärztin war der Polizei zufolge am Samstag vor Ort. Das Pferd wurde mithilfe eines Feuerwehrkrans angehoben und in einen Container gelegt. „Es gab ein großes Verkehrsaufkommen, weil das Tier abtransportiert werden musste“, hieß es von der Polizei. Mehrere Straßen seien gesperrt worden.

Feuerwehrmänner bereiten den Abtransport von dem toten Pferd auf der Königsallee vor. Bei einem Schützenumzug in Düsseldorf ist das Pferd am Samstagnachmittag tot zusammengebrochen.
Feuerwehrmänner transportierten das tote Pferd ab. © David Young/dpa

Laut WDR nahmen insgesamt 30 Pferde an dem Umzug durch Düsseldorf teil. Wie Organisator Ernst-Toni Kreuls von den Düsseldorfer St.-Sebastianus-Schützen dem WDR berichtete, seien alle Tiere zuvor vom Veterinäramt durchgecheckt und fotografiert worden. Es habe keine Beanstandungen gegeben.

Das Pferd, das aus einem Reitstall in Ratingen stammte, soll vorher keine Auffälligkeiten gezeigt haben. Ganz unvermittelt habe es kurz gezittert und sei dann zusammengebrochen, hieß es. Der Reiter konnte noch abspringen.

Unglück beim Schützenumzug in Düsseldorf - zweite Parade am Sonntag

Am Sonntag findet erneut ein Umzug des St. Sebastianus Schützenvereins statt. Laut WDR sollten dieses Mal 50 Pferde dabei sein - außer die Temperaturen würden über 30 Grad steigen. Als spontane Reaktion auf den Vorfall teilte der Schützenverein jedoch mit, dass man auf den weiteren Einsatz von Pferden bei den Feierlichkeiten in diesem Jahr verzichten werde.

Immer wieder fordern Tierschützer, keine Pferde an Umzügen und Paraden teilnehmen zu lassen. Zuletzt entbrannte die Diskussion 2018, als beim Kölner Rosenmontagszug zwei Pferde durchgingen und mehrere Menschen verletzt wurden. (mit dpa-Material)

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