Es geht um Spenden

Internes Schreiben: Schützenbund warnt vor der AfD

Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften warnt vor der AfD.
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Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften warnt vor der AfD.

Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) warnt vor Spenden durch die AfD. So berichtet Bundesschützenmeister Emil Vogt im Gespräch mit unserer Zeitung über das Angebot „einer namhaften Spende“ durch einen früheren AfD-Wahlkampfmanager aus Schleswig-Holstein.

  • Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) warnt vor der AfD.
  • Es wird erhöhte Wachsamkeit bei unbekannten Spendern gefordert.
  • Nach einer Spendenofferte wurde man stutzig.

Leverkusen - In einem internen Schreiben an seine Mitglieder, das unserer Zeitung vorliegt, fordert der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) erhöhte Wachsamkeit bei unbekannten Spendern. Laut Vogt gehe es der AfD darum, einen für die Schützen kompromittierenden Sachverhalt zu konstruieren. Motto: „Seht her, sie wollen nichts mit uns zu tun haben, aber unser Geld nehmen sie.“

Schützenbund warnt vor AfD: So wurde man stutzig

Stutzig wurde man in der Zentrale der Schützenbruderschaften in Leverkusen, weil die Spendenofferte aus dem hohen Norden kam, die meisten Schützenvereine aber ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben. Zudem warnt Vogt vor „angeblichen TV-Journalisten“, die Schützenbrüder zu Interviews überreden wollten. „Die wollen uns hinters Licht führen“, sagt der Bundesschützenmeister vom anerkannten Verband der katholischen Kirche. 

Die Schützen wehrten sich bereits im November vergangenen Jahres gegen den Versuch der Vereinnahmung durch die AfD. Vogt kritisierte damals, dass die rechtsgerichtete Partei in der Debatte um das neue Waffenrecht den christlichen Schützenbund und seine Bruderschaften zielgerichtet angeschrieben hatte. „Wir sind sehr wachsam“, versichert Vogt.

Schützenbund warnt vor AfD: "Wir haben einen anderen Heimatbegriff"

Man wisse, dass Schützen und das Thema Heimat in einem Strategiepapier der AfD ganz weit oben stünden. „Wir aber haben einen anderen Heimatbegriff. Wir sind weltoffen und grenzen nicht aus“, distanziert sich Vogt von den Rechtspopulisten. Und weiter: „Wehret den Anfängen!“

Lesen Sie auch: Mit einer schärferen Kontrolle des legalen Waffenbesitzes in Deutschland wollen die Regierungsparteien für mehr Sicherheit sorgen. Dass Extremisten keine Waffen haben sollen, ist im Bundestag Konsens. Über den richtigen Weg gibt es Streit bis zur letzten Minute.

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