Unbekannte Substanz war Tierabwehrspray

Nach Großeinsatz an einer Schule in Duisburg: Ursache jetzt bekannt

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[Update] Duisburg - Rund 30 Schüler und Lehrer sind Anfang März in der Realschule Duisburg-Süd durch eine unbekannte Substanz verletzt worden. Sie klagten nach Polizeiangaben über Reizungen der Atemwege und Augen. Knapp drei Wochen später berichtete die Polizei, dass die Ursache jetzt bekannt sei. 

Ein 15-Jähriger hat zugegeben, an der Sekundarschule in Duisburg Tierabwehrspray versprüht zu haben. Die im Treppenhaus versprühte Substanz hatte am 6. März einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Die Polizei zählte damals 25 Schüler und zwei Lehrerinnen, die wegen tränender Augen und Atemwegsreizungen behandelt werden mussten. 

Die Polizei Duisburg berichtete am Dienstag, dass sich der Schüler ein paar Tage nach dem Vorfall beim Schulleiter gemeldet habe. Den Sachverhalt habe er später "reumütig" auch bei der Polizei erzählt. 

Er habe zwei Freunden nur zeigen wollen, wie das Gerät funktioniert. Er sei sich nicht bewusst gewesen, dass die Stoffe über Luftabzugseinrichtungen in der Schule verteilt würden und er damit jemanden verletze. Die Polizei hält die Aussagen für glaubwürdig.

Das ist am 6. März in Duisburg passiert

Feuerwehr und andere Rettungskräfte rückten nach dem Alarm mit einem Großaufgebot zur Realschule aus. Sie untersuchten und versorgten die Schüler nach Angaben der Stadt vor Ort. Zehn verletzte Kinder durften allerdings danach nicht nach Hause gehen, sondern wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. 

Die Polizei ermittelte zunächst wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Gleichzeitig prüften die Ermittler nach Angaben eines Polizeisprechers, ob eine reizende Substanz durch einen technischen Defekt ausgetreten sein könnte. 

Die Verletzten hatten sich demnach jeweils auf der zweiten Etage auf dem Flur außerhalb der Klassenräume befunden. Die Feuerwehr konnte bei ihren Luftmessungen nichts Auffälliges feststellen. Das ganze Schulgebäude wurde zunächst geräumt. - dpa

Auch an einer Leverkusener Gesamtschule kam es am Mittwoch zu einem Vorfall mit Reizgas. Unbekannte versprühten nach Polizeiangaben an der Käthe-Kollwitz-Schule Reizgas im Flur und verletzten 16 Schüler und fünf Lehrer. Acht Schüler wurden demnach im Krankenhaus behandelt, konnten die Klinik später aber wieder verlassen.

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