Rauchmelder verhinderten Schlimmeres

Schluss mit Besinnlichkeit: Adventskranz in Flammen - mit diesen Tipps kommen Sie sicher durch die Weihnachtszeit

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Der Adventskranz wurde ein Raub der Flammen. 

Ende der vorweihnachtlichen Besinnlichkeit und Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst in Lennestadt-Grevenbrück: Dort stand am Samstagmorgen ein Adventskranz in Flammen. Hier finden Sie wichtige Tipps, mit denen Sie sicher durch die Adventszeit kommen.

Lennestadt - Den Rauchmeldern sei Dank, dass in diesem Fall das Schlimmste verhindert werden konnte: Sie warnten die Anwohner vor der Gefahr. So wurde der Brand laut Angaben der Feuerwehr frühzeitig erkannt. 

"Aufmerksame Nachbarn bemerkten die ausgelösten Rauchmelder ebenfalls und eilten umgehend zur Hilfe. Auf einem Teppich wurde der lichterloh brennende Adventskranz aus dem Wohnhaus gezogen und vor der Eingangstür mit einem Pulverlöscher und Wasser abgelöscht", erklärte die Feuerwehr. 

Adventskranz komplett abgebrannt

Die war zwischenzeitlich vor Ort eingetroffen und kontrollierte die Wohnung, die durch den Brand leicht verraucht worden war. Für den Adventskranz kam jede Hilfe zu spät. Er musste von den Einsatzkräften nicht einmal weiter gelöscht werden, da er bereits komplett verbrannt war.

"Nachdem einige Fenster und Türen geöffnet wurden, konnten die Bewohner das Wohnhaus wieder betreten. Dank des schnellen Eingreifens der Anwohner und Nachbarn und den ausgelösten Rauchmeldern konnte ein größerer Schaden durch Feuer und Rauch verhindert werden", erklärte die Feuerwehr, die mit 35 Einsatzkräften vor Ort war.

Feuerwehr appelliert: Rauchmelder-Pflicht!

Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Aber: "Die Feuerwehr weist an dieser Stelle nochmal ausdrücklich auf die Rauchmelderpflicht in Nordrhein-Westfalen hin. Diese schreibt vor, dass für jedes Schlafzimmer, jedes Kinderzimmer und jeden Flur, der als Rettungsweg zum Verlassen von Wohnräumen dient, einen Rauchmelder vorhanden sein muss."

Gerade jetzt, in der Weihnachtszeit, entsteht durch Adventsgestecke und Weihnachtsbäume eine erhöhte Brandgefahr. Im vergangenen Jahr wurden in Arnsberg vier Menschen am zweiten Weihnachtstag durch einen brennenden Adventskranz verletzt.

Jedes Jahr komme es zu schweren Bränden, die durch einen sorgfältigeren Umgang mit Kerzen hätten vermieden werden können, betont der Deutsche Feuerwehrverband.

Unachtsamkeit beim Umgang mit Adventskränzen sei eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände in der Weihnachtszeit. Gerade durch umfallende Kerzen könnten zunächst kleine Flammen und dann Zimmerbrände entstehen.

Sicher durch die Weihnachtszeit - diese Regeln sollte jeder beachten:

  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen.
  • Kerzen gehören in einen festen und nicht brennbaren Ständer.
  • Stellen Sie Kerzen nicht in die Nähe von brennbaren Gegenständen.
  • Löschen Sie Kerzen rechtzeitig vor dem vollständigen Abbrennen.
  • Entsorgen Sie ausgetrocknetes Tannengrün rechtzeitig.
  • In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen besser.
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass die Steckdosen nicht überlastet werden.

Die Feuerwehr empfiehlt außerdem, einen vollen Wassereimer oder eine Gießkanne in greifbarer Nähe bereitzustellen. Kann ein kleiner Brand nicht sofort gelöscht werden, sollte man den Raum verlassen, die Türen schließen und sofort die Feuerwehr mit dem Notruf 112 alarmieren.

Kerzen in der Weihnachtszeit - so sind die auf der sicheren Seite

Beim Kauf von Kerzen sollten Sie auf das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Kerzen achten. Bei einer Kerze minderer Qualität könne es laut DEKRA zum Brand führen, wenn sie ausläuft und der Docht umkippt. Gerade an Adventskränzen und Weihnachtsbäumen seien Kerzen sicherer, die von selbst erlöschen, bevor sie gänzlich heruntergebrannt sind.

Damit zu den Feiertagen der Weihnachtsbaum sicher steht, ist außerdem der passende Ständer wichtig. Modelle mit Seilzugtechnik seien leichter in der Handhabung, erklärt der TÜV Rheinland. Dabei wird der Baum in ein Drahtseil mit Klemmen gespannt, das über einen Fußhebel festgezogen wird. Bei Christbaumständern mit Schraubtechnik ist ein zweites Paar Hände nötig: Einer hält den Baum gerade, einer schraubt.

Bei Modellen mit Seilzug sollte sich das System in festgestelltem Zustand verriegeln lassen. Das ist vor allem wichtig, wenn kleine Kinder im Haushalt sind, denn es verhindert, dass der Ständer unabsichtlich geöffnet wird und der Baum plötzlich kippt.

Generell sollte der Christbaumständer zur Größe des Baumes passen: Einem großen, schweren Baum muss eine entsprechende Masse entgegengesetzt werden, damit er nicht kippt. Auf der Verpackung finden sich Angaben zum richtigen Verhältnis. Gut ist es auch, wenn der Ständer ein Prüfsiegel wie das GS-Zeichen hat.

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