Hammer Sascha Krolzig neuer "Rechte"-Vorsitzender

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Hamm/Dortmund - Sascha Krolzig, Mitbegründer der seit 2012 verbotenen Kameradschaft Hamm, ist am vergangenen Sonntag, 1. April, offenbar zum Bundesvorsitzenden der Partei „Die Rechte“ gewählt worden.

Das teilt die rechtsextreme Vereinigung jedenfalls auf ihrer Homepage mit. Der 30-jährige Krolzig löst demnach gemeinsam mit dem Dortmunder Michael Brück den ebenfalls aus Hamm stammenden bisherigen kommissarischen Vorsitzenden Christoph Drewer ab.

Krolzig, der in Bielefeld Jura studiert hat, war 2015 wegen seiner vielen Vorstrafen vom Oberverwaltungsgericht Münster als für den Juristenberuf unwürdig eingestuft und nicht zum Rechtsreferendariat zugelassen worden. Zuletzt wurde der nun offenbar in Dortmund lebende Krolzig im Februar 2018 vor dem Amtsgericht Bielefeld wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Gegen dieses Urteil wurden Rechtsmittel eingelegt.

Krolzig soll den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford/Detmold auf der Internetseite der Partei unter anderem als „selbstgefälligen frechen Juden-Funktionär“ beschimpft haben. Im Juli 2018 muss sich Krolzig ferner unter anderem wegen des Vorwurfs der versuchten gefährlichen Körperverletzung vor dem Dortmunder Amtsgericht verantworten. Die Vorwürfe fußen auf einer Kneipenschlägerei aus dem Jahr 2016 in Dortmund.

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