Salpetersäure in Fabrikhalle ausgetreten

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[UPDATE 12.57 Uhr] Attendorn - Bei dem Attendorner Automobilzulieferer Muhr und Bender ist in der Nacht auf Samstag Salpetersäure ausgelaufen. Fünf Mitarbeiter der Nachtschicht hielten sich in dem betroffenen Bereich auf und kamen deshalb vorsorglich ins Krankenhaus. Da unklar war, ob sie Dämpfe der Säure

eingeatmet haben, wurden sie gründlich untersucht. Allerdings zeigten sich keine gesundheitlichen Beeeinträchtigungen, und alle fünf konnten inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen.

Auch hinsichtlich der Kontaminierung war die Lage nicht so dramatisch, wie zunächst befürchtet. Kurz nach der Alarmierung um 0:58 Uhr stellte sich die Situation für die Feuerwehr als Großlage dar. Daher rückten 135 Einsatzkräfte zu dem metallverarbeitenden Betrieb aus. 

Da von einer größeren Zahl verletzter Personen ausgegangen werden musste, wurden sogar Rettungsdienste aus dem Märkischen Kreis zur überörtlichen Hilfe entsandt. Zur Erleichterung aller Beteiligten erwies sich dies nach einer ersten Inaugenscheinnahme nicht mehr als notwendig. Nachdem die betroffenen Mitarbeiter ins Krankenhaus kamen, verblieb lediglich ein Rettungswagen an der Einsatzstelle.

Auch zahlreiche Feuerwehrleute konnten schnell wieder abrücken, dennoch blieb es bis zum Samstagmorgen bei einem größeren Einsatz mit 50 Beteiligten. Immerhin waren etwa 60 Quadratmeter Boden der Werkshalle mit der Säure kontaminiert. Diese hatte eine Konzentration von 57% und wird dort zur Reinigung des Wärmetauschers einer Fertigungsanlage eingesetzt. Dort ist die Flüssigkeit unkontrolliert ausgetreten. 

Zwei Trupps mit jeweils zwei Atemschutzträgern haben die Säure nach Einsatz eines Bindemittels in Behälter verfüllen können. Dabei trugen sie Vollschutzanzüge. Da die Säure ohnehin regelmäßig in dem Betrieb verwendet und entsorgt wird, waren diesbezüglich keine besonderen Maßnahmen nötig. Unklar ist, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Möglicherweise ist ein Leck in der Produktionsanlage die Ursache.

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