Sportreporterin beendet Karriere

Radio-Legende Sabine Töpperwien hört auf - sie nennt gesundheitliche Gründe

Sabine Töpperwien im Stadion am Mikrofon.
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Sabine Töpperwien am WDR2-Mikro: Im Stadion fühlte sie sich am wohlsten.

Sabine Töpperwien hört auf. Die Radio-Legende kommentierte Hunderte Fußballspiele. Dass sie aufhört, liegt an ihrer Gesundheit und Veränderungen der Arbeitswelt.

Köln - Nach mehr als drei Jahrzehnten beim WDR geht die Fußball-Kommentatorin Sabine Töpperwien zum Monatsende in den vorzeitigen Ruhestand. Sie nennt dafür gesundheitliche Gründe. „Ich bin nun 60 und habe seit knapp einem Jahr chronische Schmerzen in den Nerven und Sehnen beider Arme“, wurde sie zitiert. Dies sei eine Folge der immer mehr gewordenen Computerarbeit. Das könne sie nicht mehr leisten: „Mit halbem Dampf arbeiten - das will ich nicht.“

PersonSabine Töpperwien
Geboren1960 in Seesen (Harz)
AusbildungStudium der Sozialwissenschaften, Volontariat beim NDR
AuszeichnungenDeutscher Radiopreis in der Kategorie bestes Sportformat

Sabine Töpperwien hört auf - WDR-Intendant: „Sie ist eine Pionierin und lebende Legende“

„Sabine Töpperwien ist eine Pionierin und lebende Legende der deutschen Sportberichterstattung“, würdigte Tom Buhrow, Intendant des WDR in NRW, die 60 Jahre alte Reporterin. „Ich werde ihre markante Stimme, ihre leidenschaftlichen Fußball-Kommentare und ihre ausgezeichnete Sport-Kompetenz sehr vermissen.“

Die 1960 geborene Sabine Töpperwien hat insgesamt mehr als 700 Fußball-Spiele im Radio kommentiert, knapp 600 davon in der Bundesliga. Sie war außerdem die erste Frau, die eine Fußball-Übertragung live im deutschen Fernsehen als Sprecherin begleitete.

Sabine Töpperwien hört auf: Bruder Rolf Töpperwien bereitete sie auf Job als Fußball-Reporterin vor

Sabine Töpperwien ist die Schwester des zehn Jahre älteren Rolf Töpperwien (70), der lange Jahre als Sportreporter im ZDF arbeitete. „Eine Frau auf dem Heiligen Stuhl des Fußball-Reporters - das könne doch nicht sein, hieß es beispielsweise“, sagte Sabine Töpperwien. Ihr Bruder habe sie „auf das Experiment im Haifischbecken gut vorbereitet. Jedes Wort werde auf die Goldwaage gelegt, hat er gewarnt.“

Sabine Töpperwien leitete seit 2001 die Sportredaktion im WDR-Hörfunk und war zuletzt Campus-Chefin im crossmedialen Sportressort des WDR. Sabine Töpperwien prägt seit Jahrzehnten den Blick auf den Fußball. Mit Material von epd, dpa und sid

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