Filiale in Hamm

Runners Point verschwindet: Alle Filialen werden geschlossen

Filialist Runners Point steht vor dem Aus
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Filialist Runners Point steht vor dem Aus

Der Handelskonzern Foot Locker schließt seine Laufschuhkette Runners Point. Alle Filialen werden geschlossen.

  • Der Handelskonzern Foot Locker schließt seine Laufschuhkette Runners Point
  • Alle Filialen werden nach Konzernangaben von Montag (18. Mai) geschlossen
  • Betroffen sind auch Hamm, Münster, Hagen und Paderborn

Recklinghausen - Der Handelskonzern Foot Locker schließt seine Laufschuhkette Runners Point und nimmt die Marke vom Markt. "Alle Filialen werden geschlossen", sagte ein Sprecher der US-Firma am Montag. Im Internet listet Runners Point aktuell 73 Filialen in Deutschland auf, darunter in Hamm, Hagen, Münster und Paderborn.

Die Zentrale des Filialisten hat ihren Sitz in Recklinghausen mit 170 Beschäftigten. Rechtsanwalt Jürgen Graser, der in Recklinghausen zwei Runners-Point-Betriebsräte vertritt, schätzt die Zahl der in den Filialen betroffenen Mitarbeiter auf rund 700. "Wir rechnen damit, was die Stores betrifft, dass die Tätigkeit sobald wie möglich eingestellt wird", sagte er.

Runners Point: Filialen und Marke verschwindet

Foot Locker nannte keine genauen Gründe für die Pläne, sprach aber von einer vorangegangenen "Bewertung unserer Geschäftstätigkeit und der Wettbewerbslandschaft in Deutschland über den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate". Mit den Marken Foot Locker und Sidestep werde man auch in Zukunft für die Kunden da sein.

Die Mitarbeiter seien am Freitag informiert worden, so der Sprecher weiter. "Jetzt geht es in den Dialog mit den Sozialpartnern über einen Interessensausgleich." Die Filialen sollen zunächst alle geöffnet bleiben, bis eine Einigung getroffen wurde. 

Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) sprach von einem "Schlag ins Kontor". Es tue ihm vor allem leid für die Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlören. "Dahinter stehen die Schicksale von Familien. Solche Nachrichten sind immer bitter, kommen in der Corona-Krise aber erst recht zur Unzeit." - dpa

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