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Audi kracht gegen Baum - Fahrer (19) nach Unfall fast eine Stunde eingeklemmt

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Von: Andreas Eickhoff

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Ein 19-jähriger Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Audi und prallte gegen einen Baum. Die Feuerwehr musste den eingeklemmten Mann befreien.

Rietberg - Etwa eine Stunde benötigten am frühen Donnerstagmorgen (30.12.2021) die Einsatzkräfte der Löschzüge Rietberg und Mastholte, um einen 19-Jährigen aus Ahlen aus seinem Wrack zu befreien. Der junge Mann war nach ersten Erkenntnissen der Polizei am Mittwochabend mit seinem Audi A4 von der Delbrücker Straße (B64) in Rietberg (NRW) aus Richtung Delbrück kommend in Richtung Rheda-Wiedenbrück unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache etwa einen Kilometer vor der Ampelkreuzung auf gerader Strecke nach links von der Fahrbahn abkam.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen

Unfall in Rietberg: Audi kracht gegen Baum

Die Limousine prallte mit der linken Fahrzeugseite gegen einen Baum, der Wagen drehte sich um die eigene Achse und blieb schließlich entgegengesetzt der ursprünglichen Fahrtrichtung auf dem Grünstreifen neben der Fahrbahn völlig zerstört liegen. Der Zusammenprall mit dem Baum war offenbar so stark, dass unter anderem das linke Vorderrad aus der Verankerung gerissen wurde.

Ein 19-jähriger Mann war nach einem Unfall in seinem Audi eingeklemmt.
Ein 19-jähriger Mann war nach einem Unfall in seinem Audi eingeklemmt. © Andreas Eickhoff

Auch andere Trümmerteile flogen bei dem Unfall meterweit durch die Luft. Die Kreisleitstelle der Feuerwehr in Gütersloh entsandte nach dem ersten Notruf neben den rund 50 Feuerwehrleuten unter Leitung von Stadtbrandinspektor Matthias Setter auch Rettungswagen aus Delbrück und Rheda-Wiedenbrück an die Unfallstelle, ebenso das Notarzteinsatzfahrzeug aus Gütersloh.

Schwerer Unfall: Mann (19) in Audi eingeklemmt

Während der technischen Rettung musste die Notärztin immer wieder den Patienten behandeln und beispielsweise Schmerzmittel spritzen. „Das Armaturenbrett hatte sich durch den Zusammenprall förmlich auf die Oberschenkel des Fahrers gelegt“, erläuterte Setter die vorgefundene Lage. Um bei dem jungen Mann keine weiteren Verletzungen zu riskieren, wurde er möglichst schonend aus dem Wrack befreit. Der Körper wurde während der Rettung mit einem Infrarot-Heizstrahler gewärmt. „Ein Schwerverletzter verliert in der ersten Stunde nach dem Unfall etwa acht Grad Körpertemperatur“, erläuterte Entwickler Markus Hahne von der Gütersloher Berufsfeuerwehr.

Die Feuerwehr musste den schwerverletzten Fahrer mit schwerem Gerät aus dem Audi befreien.
Die Feuerwehr musste den schwerverletzten Fahrer mit schwerem Gerät aus dem Audi befreien. © Andreas Eickhoff

Mit einem Hydraulikstempel, der den Platz zwischen Fahrersitz und Motorraum erweiterte, konnte schließlich so viel Raum geschaffen werden, dass der Schwerverletzte aus dem Fahrzeug gezogen werden konnte. Dazu war zuvor neben der Fahrertür auch das Dach abgetrennt worden. Der Schwerverletzte wurde zunächst im Rettungswagen behandelt und später in ein Krankenhaus in Lippstadt eingeliefert. An dem Fahrzeug entstand Totalschaden, es wurde für weitere Untersuchungen ebenso sichergestellt wie das Mobiltelefon. Ein durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ.

Die Bundesstraße in Rietberg blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten rund zwei Stunden voll gesperrt. Mit der Drehleiter wurde die Unfallstelle später noch ausgeleuchtet und die Polizei bei der Unfallaufnahme unterstützt. Erst vor drei Wochen war es nur wenige Meter entfernt zu einem heftigen Auffahrunfall gekommen. Zu einem weiteren schweren Unfall kam es in Münster. Ein Auto erfasste zwei 13-jährige Mädchen, die eine Straße überquerten. Die Jugendlichen wurden schwer verletzt.

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