Gasflaschen explodieren

Großes Pappe-Lager in Flammen - Halle komplett zerstört, Feuerwehr die ganze Nacht im Einsatz

Großbrand in Rietberg-Mastholte: Dort ist in der Nacht zu Freitag, 23. Oktober, ein Pappe-Lager abgebrannt.
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Großbrand in Rietberg-Mastholte: Dort ist in der Nacht zu Freitag, 23. Oktober, ein Pappe-Lager abgebrannt.

Rund 200 Feuerwehrleute haben die ganze Nacht gegen einen Brand in einem knapp 1000 Quadratmeter großen Lager für Pappe gekämpft. Nur mit Mühe konnten sie ein Übergreifen der Flammen auf andere Lagerhallen vermeiden.

Rietberg-Mastholte - Um 0.45 Uhr in der Nacht zu Freitag meldeten Nachbarn den Brand in der Halle, die zuletzt erst bei einem Großbrand auf dem Firmengelände am 15. Juni 2017 von der Feuerwehr gehalten werden konnte. Diesmal wurde die Halle allerdings komplett zerstört.

„Als ich mich am Gerätehaus umzog, sahen wir schon die Flammen in den nächtlichen Himmel schlagen“, berichtete Feuerwehr-Einsatzleiter Christian Niermann. Da sei schon klar gewesen, dass in dieser Nacht nicht mehr an Schlafen zu denken ist.

Rietberg-Mastholte: Pappe-Lager in Flammen - Löschwasserversorgung mir erheblichem Aufwand

Im Einsatz waren unter anderem die Löschzüge Mastholte, Rietberg und Neuenkirchen. Aufgrund der ländlichen Lage mussten zwei parallel verlaufende B-Leitungen über mehrere hundert Meter zwischen dem Brandort und einer Straße verlegt werden. An der Straße wurde ein weiterer Hydrant genutzt, um Löschwasser im Pendelverkehr an die Einsatzstelle zu bringen.

Eine Lagerhalle in Rietberg-Mastholte ist in der Nacht zu Freitag, 23. Oktober, bei einem Brand völlig zerstört worden. 

Den Feuerwehrleuten gelang es noch, zwei von fünf Gasflaschen aus der Halle zu bergen. Drei andere explodierten, verletzt wurde aber niemand. Der Totalverlust der Halle war auch durch den massiven Einsatz der Feuerwehr nicht zu vermeiden.

Rietberg-Mastholte: Brand in Pappe-Lager - Rotes Kreuz versorgt Einsatzkräfte

Im Einsatz waren auch eine Drehleiter sowie die Abrollbehälter Wasser, Atemschutz und Hygiene. Der Kreisfeuerwehrverband stellte mit seiner Informations- und Kommunikationsgruppe ferner eine Drohne zur Verfügung, um aus der Luft Übersichtsaufnahmen über die Brandausbreitung zu erhalten. Das Deutsche Rote Kreuz wurde alarmiert, um die Einsatzkräfte mit Nahrungsmittel zu versorgen.

Erst nach rund zwei Stunden waren sich die Einsatzkräfte sicher, dass der Brand auf die primär betroffene Halle begrenzt werden konnte. Dennoch wurden für eine sichere Wasserversorgung weitere Tanklöschfahrzeuge mit jeweils 4000 Liter Wasser aus Wiedenbrück und Verl an die Einsatzstelle gerufen.

Erst nach fünfeinhalb Stunden war der Brand unter Kontrolle, gegen 7.30 Uhr konnten dann die ersten Einsatzkräfte wieder abrücken. Beamte der Kriminalpolizei nahmen die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe auf.

Hunderttausende Euro Schaden sind kürzlich beim Brand eines Bauernhofes in Dülmen entstanden. 21 Stunden lang waren Feuerwehrleute in Bochum im Einsatz - beim Brand auf einem Schrottplatz.

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