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Großbrand bei Möbelhersteller in NRW: Gebäude liegen in Schutt und Asche

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Von: Andreas Eickhoff

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Nach dem Großbrand in den Werkhallen des Möbelherstellers Procontour in Rietberg/NRW dürfte der Schaden in die Millionen gehen. Die Gebäude liegen in Schutt und Asche.

Update vom 1. Dezember, 15.46 Uhr: Nach dem Großbrand bei der Firma Procontour in Rietberg konnten die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr erst am Mittwochnachmittag abrücken. Die ganze Nacht über waren etwa 15 Feuerwehrleute vor Ort und löschten immer wieder aufkommende Brandstellen. Ein Gutachter hatte am Dienstagnachmittag die akute Einsturzgefahr der betroffenen Gebäudeteile attestiert, so dass die Brandbekämpfer nur von außen oder von der Drehleiter aus löschen konnten. 

StadtRietberg
KreisGütersloh
Einwohner29.432 (31. Dez. 2020)

Auch das Technische Hilfswerk (THW) blieb über Nacht mit fünf Einsatzkräften vor Ort. Sie leuchteten die Brandstelle taghell aus. Das Deutsche Rotkreuz war ebenfalls im Dauereinsatz. Neben zwei Rettungssanitätern, die für den Fall eines Unfalls vor Ort waren, versorgten Helfer des DRK die Einsatzkräfte mit Brötchen, Tee und Kaffee.

Großbrand bei Möbelhersteller in NRW: Meterhohe Flammen zerstören Gebäude
Die Werkhallen der Firma Procontour in Rietberg liegen nach einem Großbrand in Schutt und Asche. © Andreas Eickhoff

Von der Kreispolizeibehörde gab es am Mittwoch keine weiteren Informationen, weder zur Ursache des verheerenden Brandes noch zu der Schadenshöhe. 

Großbrand bei Möbelhersteller in Rietberg: Enormer Schaden

[Erstmeldung] Rietberg - Ein Großbrand hat am Dienstag (30. November) in Rietberg die Werkhallen der Firma Procontour an der Detmolder Straße in Schutt und Asche gelegt. Auch ein Großaufgebot an Einsatzkräften konnte das nicht verhindern. Verletzt wurde ersten Erkenntnissen nach niemand, der Sachschaden dürfte in die Millionen gehen.

In der Mittagszeit versuchten die rund 200 Feuerwehrleute verzweifelt, zumindest das Verwaltungsgebäude des Möbelherstellers zu retten. Mithilfe von insgesamt sechs Drehleitern, darunter auch aus Verl, Gütersloh sowie des Kreisfeuerwehrverbandes, wurden Riegelstellungen eingerichtet, um die Büroräume bestmöglich vor dem verheerenden Feuer zu schützen.

Um 9.13 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage der Kreisleitstelle in Gütersloh das Feuer gemeldet, wenig später meldeten sich per Handy auch in dem Unternehmen tätige Feuerwehrleute. Sie bestätigten den Brand, zunächst sollten lediglich Kartonagen brennen.

Als wenige Minuten später die ersten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr auf der Anfahrt waren, stieg bereits eine dichte schwarze Rauchwolke über die Firma in den Himmel. „Das Feuer hat sich rasend schnell ausgebreitet, als die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren, schlugen die Flammen bereits meterhoch in den Himmel“, sagte Feuerwehrsprecher Marc Berkenkötter. Die riesige Rauchwolke war trotz des intensiven Regens und der tief hängenden Wolken kilometerweit zu sehen. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen und Lüftungsanlagen abzustellen.

Rietberg/NRW: Rauchsäule von Großbrand weithin zu sehen

Aufgrund der ländlichen Lage musste eine leistungsfähige Wasserversorgung aufgebaut werden, so wurde an offenen Gewässern Wasser abgepumpt und zur Brandstelle befördert. Ferner wurde der Abrollbehälter Wasser des Kreisfeuerwehrverbandes sowie der Wassertransportzug der Feuerwehr Delbrück an die Einsatzstelle beordert.

Vor allem zu Beginn der Löscharbeiten schlugen immer wieder meterhohe Flammen aus den Werkhallen in Rietberg.
Vor allem zu Beginn der Löscharbeiten schlugen immer wieder meterhohe Flammen aus den Werkhallen in Rietberg. © Andreas Eickhoff

Die Feuerwehrleute konzentrierten sich vor allem auf den Schutz der benachbarten Gebäude. Bis in den Nachmittag wurden massive Löschangriffe gestartet, um einen älteren Trakt mit besonders wertvollen Maschinen sowie das Verwaltungsgebäude zu schützen. Zwar konnte da laut Berkenkötter noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden, doch zeichnete sich immer weiter ab, dass zumindest etwa ein Drittel der Produktionsfläche gerettet werden konnte.

Rietberg/NRW: Brand trifft Möbelhersteller hart

Einsatzleiter Matthias Setter ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Löscharbeiten vermutlich die ganze Nacht hindurch andauern werden. Gegen 15 Uhr konnten die ersten auswärtigen Kräfte wieder abrücken. Setter hatte auch einen Statiker an die Detmolder Straße beordert, um in Zusammenarbeit mit einem Abbruchunternehmen die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Nur so kamen die Feuerwehrleute schließlich an den Brandherd, um ihn endgültig abzulöschen.

Vor allem zu Beginn der Löscharbeiten schlugen immer wieder meterhohe Flammen aus den Werkhallen in Rietberg.
Vor allem zu Beginn der Löscharbeiten schlugen immer wieder meterhohe Flammen aus den Werkhallen in Rietberg. © Andreas Eickhoff

Der Großbrand trifft das Unternehmen zur Unzeit. Der Standort sollte eigentlich wieder erweitert werden, nachdem erst 2016 die Produktionsfläche um 3100 Quadratmeter vergrößert wurde. Eine mehr als 10.000 Quadratmeter große Halle war unter anderem geplant.

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