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Mieter setzt Wohnung in Brand und flüchtet - Mordkomission ermittelt

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Von: Daniel Großert

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Ein Mann wollte offenbar ein Mehrfamilienhaus in Rheine (NRW) in Brand setzen. Der Mieter legte in seiner eigenen Wohnung ein Feuer und flüchtete.

Rheine (NRW) - Das hätte in einer Katastrophe enden können: Ein 73-jähriger Mann soll in der Nacht zu Donnerstag in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Rheine im Kreis Steinfurt (NRW) ein Feuer gelegt haben und dann aus dem Gebäude geflüchtet sein. Jetzt ermittelt eine Mordkommission.

Rheine/NRW: Mieter setzt Wohnung in Brand und flüchtet - Mordkomission ermittelt

Der Brand brach am Donnerstag gegen 1 Uhr in einer Wohnung in der Falkenstraße im Nordwesten von Rheine aus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Nach ersten Erkenntnissen soll der 73-jährige Mieter einer Erdgeschosswohnung versucht haben, mit Brandbeschleuniger in seiner Wohnung ein Feuer zu legen. Danach soll er mit seinem Auto geflüchtet sein.

Anwohner bemerkten den Brand und alarmierten die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte evakuierten das Mehrfamilienhaus in Rheine und löschte das Feuer im Anschluss. Verletzt wurde laut der Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft niemand. „Alle Bewohner konnten mittlerweile zurück in ihre Wohnungen. Gebäudeschaden ist nach ersten Erkenntnissen nicht entstanden“, hieß es am Donnerstagvormittag.

Rheine/NRW: Mieter nach Brandstiftung festgenommen - Motiv unklar

Die Polizei leitete in der Nacht sofort eine bundesweite Fahndung nach dem 73-jährigen mutmaßlichen Brandstifter und seinem Auto ein. Mit Erfolg: Nach Angaben der Ermittler wurde der Mann gegen 4.45 Uhr in Hannover-Garbsen festgenommen.

Für die Ermittlungen zu dem Fall wurde beim Polizeipräsidium Münster eine Mordkommission eingerichtet. „Warum der 73-Jährige versucht haben soll, seine Wohnung in Brand zu setzen, ist bislang unklar. Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Der Tatort wird im Laufe des Tages durch einen Brandsachverständigen des Landeskriminalamtes begutachtet.“

Auch in einem weiteren Fall aus NRW ermittelt eine Mordkommission: Bei einem nächtlichen Streit wurde in Marienheide ein 24-Jähriger auf offener Straße mit einem Schraubendreher erstochen. Die Polizei nahm einen verletzten Mann fest.

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