Wichtiger Funktionär der Feuerwehr-Musik

Feuerwehrmann stirbt bei schwerem Unfall auf Landstraße

Bei einem schweren Unfall in Rheda-Wiedenbrück ist der Feuerwehr-Funktionär Werner Ketzer gestorben. Er wurde 81 Jahre alt.
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Bei einem schweren Unfall in Rheda-Wiedenbrück ist der Feuerwehr-Funktionär Werner Ketzer gestorben. Er wurde 81 Jahre alt.

Der ehemalige Landes- und Bundesstabführer sowie der langjährige Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) Werner Ketzer ist am Dienstagabend bei einem schweren Verkehrsunfall getötet worden. Er wurde 81 Jahre alt.

Rheda-Wiedenbrück/Rietberg - Werner Ketzer war nach Angaben der Polizei gegen 19.30 Uhr mit seinem Peugeot Kastenwagen aus Richtung Druffel kommend auf der Straße Am Postdamm in Richtung Lintel unterwegs, als es zu dem schweren Unfall kam. Wenige hundert Meter vor der Einmündung Hasselbusch geriet der 81-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn. 

Der Wagen streifte zunächst einen direkt neben der Straße stehenden Baum und prallte schließlich frontal und mit hoher Wucht gegen einen zweiten. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen völlig zerstört, Ketzer aus dem Fahrzeug geschleudert. Nach ersten Informationen soll er nicht angeschnallt gewesen sein. 

Funktionär der Feuerwehr stirbt bei schwerem Unfall - Auto prallt gegen Baum

Zwei Feuerwehrleute des Löschzuges Lintel, die in unmittelbarer Nähe des Unfallortes wohnen, hörten den lauten Knall und eilten sofort zu der Unfallstelle. Dort fanden sie den Autofahrer regungslos neben dem Fahrzeug liegen und starteten sofort mit der Reanimation. Ferner setzten sie den Notruf ab, der Rettungswagen aus Rietberg und das Notarzteinsatzfahrzeug vom nur wenige hundert Meter entfernten Vinzenz-Hospital wurden alarmiert. 

Tödlicher Unfall: Das Auto streifte zunächst einen Baum und prallte dann mit voller Wucht gegen einen weiteren.

Als die Notärztin an der Unfallstelle eintraf, forderte sie sofort einen zweiten Rettungswagen sowie den Rettungshubschrauber Christoph 13 nach, dazu kam ebenfalls der Löschzug Lintel. Rund 30 Feuerwehrleute rückten kurze Zeit später aus und unterstützten die Rettungsmaßnahmen. 

Nach den ersten Bemühungen direkt neben dem Fahrzeug wurde der Rietberger noch in den Rettungswagen verlagert, verstarb dann aber kurze Zeit später. Nach Angaben des Polizei-Einsatzleiters gibt es keine direkten Unfallzeugen und auch keine Hinweise auf Beteiligung eines zweiten Fahrzeuges.

Tödlicher Unfall in Rheda-Wiedenbrück: Untersuchung der Unfallstelle mit Drohne

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld machte sich vor Ort ein Unfallanalytiker der DEKRA ein Bild von der Unfallstelle. Zur Beweissicherung fertigte er unter anderem Bilder mit einer Drohne an, um die Ereignisse möglichst genau zu rekonstruieren. Ferner wurde noch der Löschzug Rheda alarmiert, um den Polizeibeamten zu ermöglichen, Bilder aus großer Höhe von der Unfallstelle zu fertigen. Für weitere Untersuchungen wurde das Fahrzeug sichergestellt.

Der Verstorbene war viele Jahre Stabführer des rund 100-köpfigen Spielmannszug Neuenkirchen, in dem er vor allem Jugendliche und junge Erwachsene für die Musik begeisterte. 1988 wurde er Landes- und 1992 Bundesstabführer im Deutschen Feuerwehrverband. Beide Ämter führte er jeweils 20 Jahre aus. Ferner war er seit 2008 Vizepräsident im Vorstand der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV). „Werner Ketzer lebt für die Musik“, schrieb der Deutsche Feuerwehrverband im Oktober 2008 anlässlich der Wahl „ihres“ Bundesstabführers in den Vorstand des BDMV.

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