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Junge Männer ohne Fahrschein in der Bahn - Zugbegleiter dreht völlig durch

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Polizeieinsatz Regionalbahn
Drei junge Männer waren ohne Führerschein unterwegs. Ein Zugbegleiter bemerkte das. © Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild

Weil drei junge Männer in NRW ohne Fahrschein unterwegs waren, hat ein Zugbegleiter zu drastischen Mitteln gegriffen. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den Mann.

Mülheim an der Ruhr - Das Ärgernis eines jeden Zugbegleiters - Passagiere ohne Fahrschein. Das kostet Zeit und Nerven. Ein Zugbegleiter eines Regionalexpresses in Mülheim an der Ruhr (NRW) ist es jetzt wohl zu viel geworden. Der 25-Jährige griff bei drei Fahrgästen zu drastischen Mitteln.

StadtMülheim an der Ruhr
Fläche91,26 km²
Einwohner170.921 (31. Dez. 2020)

Junge Männer ohne Fahrschein in der Bahn - Zugbegleiter dreht völlig durch

Am Dienstagmorgen (1. März) waren drei junge Männer (22, 19 und 19) mit dem RE 6 von Düsseldorf nach Mülheim unterwegs, ohne einen erforderlichen Fahrschein zu besitzen, heißt es in einem Bericht der Polizei. Bei einer Fahrkartenkontrolle stellte der 25-Jährige das fest, forderte die Männer aus Essen auf, den Zug in Mülheim an der Ruhr zu verlassen.

Der 22-Jährige beschwerte sich zwar über die Maßnahme, so die Polizei, leistete jedoch Folge und die drei Männer stiegen aus. „Daraufhin soll der Zugbegleiter den 22-Jährigen sofort beleidigt und ihm grundlos von hinten mit dem gestreckten rechten Bein in den Lendenwirbelbereich getreten haben“, heißt es in einem Bericht der Polizei.

Junge Männer ohne Fahrschein in der Bahn - Zugbegleiter dreht völlig durch

Die Männer alarmierten daraufhin die Polizei. Die Einsatzkräfte stellten vor Ort den Geschädigten, sowie die zwei Zeugen fest, der 25-jährige Bahnmitarbeiter war jedoch nicht mehr vor Ort, sondern hatte die Fahrt des RE 6 fortgesetzt.

Polizisten sicherten die Videoaufnahmen der Kameraüberwachung am Bahnsteig und werten diese nun aus, teilt die Polizei weiter mit. Der Geschädigte lehnte eine medizinische Versorgung durch Rettungskräfte ab. Im Nachgang konnte ermittelt werden, um wen es sich bei dem Zugbegleiter gehandelt hat. Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ein.

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