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Heftige Randale in NRW-Regionalbahn: Polizei schließt 150 Fußball-Fans ein

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In der Scheibe einer Regionalbahn auf der Strecke zwischen Hamm und Dortmund spiegeln sich Hochspannungsleitungen.
Fans des Hamburger SV randalierten in einer Regionalbahn in NRW. In Gelsenkirchen kam es zu einem Zwischenfall mit der Bundespolizei. © Guido Kirchner/dpa

Massive Randale im NRW-Regionalexpress: Die Polizei isolierte 150 Fans des Hamburger SV aus Angst vor einem Zusammenstoß mit Schalke-Fans. Der Schaden im Zug ist enorm.

Gelsenkirchen - Vor der Fußball-Zweitliga-Partie von Fortuna Düsseldorf und dem Hamburger SV ist es am Samstag (19. März) zu massiven Beschädigungen eines Regionalzugs und mehreren Straftaten von HSV-Fans gekommen. Wie die Polizei mitteilte, randalierten am Mittag etwa 150 mitgereiste Fußballfans aus Hamburg im RE2 nach Düsseldorf (NRW) - unter anderem sollen sie im Zug Graffitis gesprüht, uriniert und Körperverletzungsdelikte begangen haben.

Beim planmäßigen Halt im Hauptbahnhof Gelsenkirchen kam es zu einem Zwischenfall mit der Bundespolizei. Der Zugführer des RE2 verweigerte den Randalierern die Weiterfahrt. Trotz Aufforderung durch das Zugpersonal weigerten sich die Hamburger, den Zug zu verlassen, hieß es.

Gelsenkirchen: Hamburg-Fans randalieren Bahn nach Düsseldorf

Nach Angaben der Bundespolizei versperrten Einsatzkräfte dann die Türen des Regionalzugs, um ein Aufeinandertreffen der HSV-Fans mit Anhängern des FC Schalke 04 zu verhindern. Laut Polizei wurden die HSV-Anhänger für 15 Minuten in dem Zug isoliert. Schließlich konnten die Reisenden einen auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig einfahrenden Zug zur Weiterreise in Richtung Düsseldorf nutzen.

Der RE2 wurde aufgrund der Sachbeschädigungen und Verunreinigungen ausgesetzt. Ermittler werden laut Polizei etwaige Videoaufzeichnungen aus dem Zug und aus dem Gelsenkirchener Hauptbahnhof auswerten, um die Täter zu ermitteln.

Auch im Zuge anderer Fußballbegegnungen habe es am Samstag massive Ausschreitungen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Da viele Westvereine im eigenen Stadion spielten, habe es einen hohen Andrang in den Zügen gegeben. Anhänger des KFC Uerdingen 05 sollen beim Eintreffen im Essener Hauptbahnhof Pyrotechnik gezündet haben, teilte die Bundespolizei mit. Bei der Rückreise am Nachmittag seien einige Fans von Uerdingen sowie vom FC Schalke 04 von der Weiterfahrt in Richtung Mönchengladbach ausgeschlossen worden, weil sie mehrfach gegen Weisungen des Zugpersonals verstoßen und durch das Rauchen von Zigaretten mehrmals die Brandmeldeanlage ausgelöst haben sollen.

Für Schalkes Fußballer lief es am Samstag bestens. Das Team feiert gegen Hannover den zweiten Sieg unter Neu-Trainer Mike Büskens. Dieser jubelte emotional mit Matthias Kreutzer. Torjäger Simon Terodde bleibt den Schalkern eine weitere Saison erhalten. (dpa)

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