Welches Bundesland hat frei?

Reformationstag 2018: Wer hat am 31. Oktober frei? Und warum?

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Wo ist der Reformationstag in diesem Jahr ein Feiertag? Und warum?

NRW - Im vergangenen Jahr war der 31. Oktober - der Reformationstag - zum ersten Mal bundesweit ein Feiertag. Warum? 1517 soll Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg in Sachsen-Anhalt geschlagen haben. Dieses Ereignis jährte sich 2017 zum 500. Mal. In einigen Bundesländern ist der Reformationstag seitdem offiziell ein gesetzlicher Feiertag. Aber wie sieht es in NRW aus?

Anfang des Jahres hatten Millionen Menschen in Deutschland - genauer gesagt in Norddeutschland - einen Grund zum Jubeln:Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen führten den Reformationstag als neuen gesetzlichen Feiertag ein. 

Doch wie sieht es in NRW aus? Klicken Sie auf die Infos, die Sie brauchen

Der Reformationstag 2017: Ein besonderer Feiertag

Was wird am Reformationstag gefeiert?

Diese Bundesländer haben am 31. Oktober 2018 frei

Allerheiligen 2018 - Wo und warum ein Feiertag?

Der Neuerung vorangegangen war der 500. Reformationstag im Jahr 2017. Erstmals wurde bundesweit der Feiertag gefeiert - auch in Nordrhein-Westfalen. Für die neuen Bundesländer in Ostdeutschland (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) war das allerdings kein Highlight: Dort ist der 31. Oktober schon seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 ein gesetzlicher Feiertag. 

Zusätzlicher Feiertag bereits in diesem Jahr

Gesetzlicher Feiertag: Was wird am Reformationstag gefeiert? 

In seinen 95 Thesen prangerte der Reformator Martin Luther kirchliche Missstände wie beispielsweise den Ablasshandel an. In der Zeit Luthers war es üblich, die Vergebung der Sünden an Geldzahlungen zu knüpfen. Martin Luther vertrat die Ansicht, dass die Vergebung der Sünden bereits durch den Tod von Jesus am Kreuz geschehen sei.

Reformationstag 2017 wird einmaliger Feiertag in NRW

Luther wollte die Kirche zum geistigen Ursprung des Evangeliums zurückführen. Die Taten von Martin Luther leiteten die Reformation der Kirche im damaligen Deutschen Reich ein. Sein Vorhaben fand Befürworter, aber auch Gegner. Die mittelalterliche Kirche unter der Führung des Papstes verweigerte sich seiner Reform. So kam es zur Abspaltung von der katholischen Kirche.

Als Gedenktag an die Geschehnisse im 16. Jahrhundert setzte Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen im Jahr 1667 – also 150 Jahre nach der Reformation – den 31. Oktober fest.

Gesetzlicher Feiertag: Wer feiert den Reformationstag? 

In Deutschland feiern Protestanten den Reformationstag. Rund 22 Millionen Menschen gehörten Ende 2017 der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an. Der Anteil der in Deutschland lebenden evangelischen Christen lag im Jahr 2016 bei 26,6 Prozent. 

Zum Vergleich: Der katholischen Kirche gehören 28,6 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland an

Reformationstag: In diesen Bundesländern ist der 31. Oktober 2018 ein Feiertag

Der Reformationstag ist in neun Bundesländern ein Feiertag. Das sind:

  • Brandenburg 
  • Bremen 
  • Hamburg 
  • Mecklenburg-Vorpommern 
  • Niedersachsen 
  • Sachsen 
  • Sachsen-Anhalt 
  • Schleswig-Holstein 
  • Thüringen

In diesen Bundesländern ist der Reformationstag kein Feiertag 

  • Bayern 
  • Baden-Württemberg 
  • Berlin 
  • Hessen 
  • Rheinland-Pfalz 
  • Nordrhein-Westfalen 
  • Saarland

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Donnerstag, 1. November: Allerheiligen 

An Allerheiligen wird den Heiligen der Kirche gedacht. Es ist ein christliches Hochfest und in den katholisch geprägten Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Allerheiligen ist ein stiller Feiertag, sprich: Keine öffentlichen Tanzveranstaltungen und keine laute Musik - genau wie an Karfreitag. 

Wo ist Allerheiligen ein Feiertag?

Allerheiligen ist in folgenden Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz 
  • Saarland

Die gesetzlichen Feiertage 2019

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