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Gefälschte Impfpässe: Große Razzia in NRW - Arzthelferin unter Verdacht

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Große Razzia in NRW wegen gefälschter Impfpässe: 70 Wohnungen wurden untersucht. Eine Arzthelferin soll massenhaft Impfausweise gefälscht haben.

Köln - Mit einem Großaufgebot von rund 260 Einsatzkräften ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen auf der Suche nach den Verantwortlichen für gefälschte Corona-Impfpässe und Zertifikate. 70 Wohnungen und eine Firma im Rheinland wurden durchsucht.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Razzia in NRW wegen gefälschter Impfpässe - Arzthelferin unter Verdacht

Die Ermittlungen richten sich in erster Linie gegen eine Arzthelferin, wie die Kölner Staatsanwaltschaft am Dienstag (8. März) mitteilte. Sie steht im Verdacht, Impfausweise für 59 potenzielle Abnehmer gefälscht und digitalisiert zu haben.

Außerdem wird in 15 weiteren Verfahren ermittelt, in denen unter anderem unechte Impfausweise in Apotheken oder dem Arbeitgeber zur Digitalisierung vorgelegt worden sein sollen. Insgesamt seien wegen Fälschungen 77 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 74 Jahren im Visier der Behörden.

Durchsuchungen von 70 Wohnungen im Rheinland

Die Ermittlungsgruppe „Stempel“ hatte bereits vor drei Wochen eine größere Durchsuchungsaktion gestartet. Damals waren gut 200 Polizisten im Einsatz und insgesamt 40 Wohnungen durchsucht worden. Diesmal waren Ermittler in Köln, Leverkusen, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Kreis Mettmann und im Oberbergischen Kreis unterwegs.

In einem Impfpass ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen.
Bei einer Großrazzia im Rheinland geht es um gefälschte Impfpässe. © Patrick Pleul / dpa

Anfang Februar schlugen Ermittler in Ostwestfalen zu. Bei mehreren Durchsuchungen wurden zahlreiche gefälschte Impfausweise und Smartphones sichergestellt. Die Polizei durchsuchte im Januar Wohnungen von Impfverweigerern, nicht nur in NRW. Ein Arzt soll ihnen beim Corona-Betrug geholfen haben. (mit dpa)

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