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Neue Quarantäne-Regeln in NRW: Was für Infizierte und Kontaktpersonen gelten soll

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Von: Hannah Decke

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Die Quarantäne für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen soll verkürzt werden. Das haben Bund und Länder beschlossen. Auch in NRW sollen die Regeln geändert werden.

Hamm - Nach einem kurzen Rückgang über die Feiertage steigen die Corona-Zahlen derzeit wieder. Und wegen der hochansteckenden Omikron-Variante erwarten Experten einen enormen Anstieg in den kommenden Wochen. Damit das öffentliche Leben nicht zusammenbricht, soll die Quarantäne für Infizierte und Kontaktpersonen verkürzt werden. Ab wann dies genau gelten soll, ist allerdings unklar.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Neue Quarantäne-Regeln in NRW: Das gilt bald für Infizierte und Kontaktpersonen

Bund und Länder haben sich auf beim Corona-Gipfel auf vereinfachte und auch verkürzte Regeln bei der Corona-Quarantäne geeinigt. Es geht darum, zu viele Personalausfälle zu vermeiden, insbesondere in wichtigen Versorgungsbereichen der kritischen Infrastruktur.

Unterschieden wird bei den Regelungen sowohl zwischen Infizierten und Kontaktpersonen, als auch zwischen Ungeimpften, Geimpften/Genesenen und Geboosterten. Der Überblick:

Neue Quarantäne-Regeln in NRW für Kontaktpersonen

Bisher gilt für Kontaktpersonen einer mit Omikron infizierten Person eine strikte Quarantäne von 14 Tagen, freitesten ist nicht möglich. Häufig erfährt man allerdings gar nicht oder spät, welche Virusvariante man hat.

Neue Quarantäne-Regeln in NRW für Infizierte

Isolation/Quarantäne: Eine Frau am Fenster
Die Quarantäne-Zeit soll verkürzt werden - sowohl für Kontaktpersonen als auch für Infizierte. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Für Schüler wird die Quarantäne auf fünf Tage verkürzt, wenn ein Test negativ ausfällt. Ob es weiterreichende Regelungen für Berufstätige in der Grundversorgung - Polizei, Energie, Verkehr oder Wasserversorgung - gibt, wird in dem Bund-Länder-Beschluss offengelassen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte eine mögliche Verkürzung der Absonderungszeiten auf fünf Tage vorgeschlagen.

Ab wann die neuen Quarantäne-Regeln genau gelten sollen, ist noch unklar. Die dafür erforderlichen Änderungen rechtlicher Regelungen haben Bund und Länder inzwischen vorgenommen. Bei der Verkündung der aktualisierten Corona-Schutzverordnung für NRW erklärte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kürzlich, dass der Bund zunächst mit einer Verordnung die entsprechende Rechtsgrundlage schaffen müsse. Genau das ist bis Freitag, 14. Januar, nun geschehen. Der Bundestag hat die Verordnung am Donnerstagabend erlassen, am Freitag passierte sie den Bundestag. Nun ist es Sache der Länder, eigene Verordnungen zu erlassen.

Neben der Verkürzung der Quarantäne-Zeit haben Bund und Länder auch die 2G-plus-Regelung in der Gastronomie beschlossen.*wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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