„Extinction Rebellion“

Protest in Dortmund: Klimaaktivisten blockieren Kreuzung auf dem Wallring über Stunden - Polizei trägt sie weg

Aktivisten von „Extinction Rebellion“ legen mit einer Protestaktion auf einer Kreuzung in Dortmund den Verkehr lahm.
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Aktivisten von "Extinction Rebellion“ legen mit einer Protestaktion auf einer Kreuzung in Dortmund den Verkehr lahm.

Klimaaktivisten haben am Mittwochabend den Dortmunder Wallring lahmgelegt. Offenbar handelt es sich um Akteure der Gruppe „Extinction Rebellion“, die an dem Verkehrsknotenpunkt demonstrieren.

  • Aktivisten von „Extinction Rebellion" haben in Dortmund eine viel befahrene Wallring-Kreuzung lahm gelegt.
  • Polizei und auch Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort.
  • Die Demonstranten haben ein Gerüst aufgebaut und sich daran festgekettet.

Update, 22.50 Uhr: Nach Angaben der Polizei hat sich bei dem nicht angemeldeten Protest am Mittwoch auf dem Wallring in Dortmund kein Versammlungsleiter zu erkennen gegeben. Die Teilnehmer hätten sich zu keiner Kooperation bereit erklärt. Nur ein Teil sei der Aufforderung der Polizei, den Bereich freiwillig zu verlassen, gefolgt. 21 Teilnehmer seien von der Polizei schließlich weggetragen worden. Die vier Personen auf dem Baugerüst hätten sich dort festgekettet und seien mit Unterstützung der Feuerwehr heruntergeholt worden. Die Polizei schrieb Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Update, 21.36 Uhr: „Soeben wurden die letzten Demonstrationsteilnehmer von der Kreuzung getragen/geführt“, twittert die Polizei um 21.25 Uhr. Vier Protestler auf einem Baugerüst seien mit Unterstützung der Feuerwehr sicher heruntergeholt worden.

Update, 21.08 Uhr: Nach Angaben der Polizei zeigen sich die Teilnehmer der spontanen Demonstration „nicht kooperativ“. Die Versammlung sei daher seitens der Einsatzkräfte aufgelöst worden. Zur Zeit hätten die Personen die Möglichkeit, die Kreuzung freiwillig zu verlassen, „bevor weitere polizeiliche Maßnahmen durchgeführt werden", so die Polizei auf Twitter.

Protest in Dortmund: Klimaaktivisten blockieren Kreuzung auf dem Wallring

Erstmeldung: Dortmund - Lkw, Busse, Pkw stecken am Mittwochabend auf dem Wallring in Dortmund fest: Grund dafür ist die Demonstration einer Gruppe von Klimaaktivisten, die in der Mitte der Kreuzung Südwall/Ruhrallee ein bühnenartiges Gerüst aufgebaut hat. Darauf befinden sich mehrere Personen, die Protestler haben Banner und Plakate platziert.

Es handelt sich offenbar um eine Aktion von „Extinction Rebellion“, die durch unangekündigte Protestaktionen auf Umwelt-, Klima- und Artenschutzprobleme aufmerksam machen will.

Mehrere Mannschaftswagen der Polizei sind zu sehen, Beamte warten am Rande einer Aktion von „Extinction Rebellion“ in Dortmund.

Die Feuerwehr ist vor Ort, auch ein Polizei-Hubschrauber kreist über der Kreuzung. In beiden Richtungen leitet die Polizei den Verkehr um die - unangekündigte - Demonstrations-Veranstaltung herum. Mehrere Mannschaftswagen der Polizei sind zu sehen.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin haben sich gegen 16.45 Uhr etwa 50 Personen über mehrere Fahrstreifen auf der Kreuzung verteilt und ein Gerüst aufgebaut. Darauf sitzen demnach derzeit vier Personen. Die Feuerwehr hat Höhenretter zum Einsatzort beordert. Die Sprecherin betont, dass sich die Protestler ruhig verhalten.

Sperrungen wegen Demonstration in Dortmund am Freitag angekündigt

Für Freitag rechnen die Stadt Dortmund und die Polizei mit stundenlangen Sperrungen auf dem Südwall. Von 9 bis etwa 22 Uhr werde der Bereich zwischen Hohe Straße und Ruhrallee wegen einer Demonstration in beiden Richtungen gesperrt. Es ist von weitreichenden Folgen für den Straßenverkehr auszugehen - die Polizei und die Stadtverwaltung bitten Verkehrsteilnehmer, den Wall-Bereich zu meiden oder großräumig zu umfahren und längere An- und Abfahrtszeiten zu Zielen in der Dortmunder Innenstadt einzuplanen.

Die Innenstadt soll am Freitag aber grundsätzlich erreichbar bleiben. Der Anmelder der Demonstration rechne mit 1.500 Teilnehmern, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadtverwaltung und Polizei. Er habe ein detailliertes Hygienekonzept vorgelegt. Die Gruppe Fridays for Future hat zu der Demo aufgerufen, berichtet nordstadtblogger.de. - news4 Video-Line/eB

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