Der Helfer zog den Verletzten aus dem Führerhaus

Lkw prallt auf A 33 frontal in Brückenpfeiler und brennt - mutiger Mann rettet den Fahrer

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Der Lkw-Fahrer prallte mit seiner Zugmaschine frontal in den Brückenpfeiler. Ein anderer Fahrer zog ihn aus dem Führerhaus - und rettete ihn damit vor den Flammen, die sich in Windeseile ausbreiteten. 

[Update, Freitag] Büren - Ein Lkw-Fahrer ist am Donnerstagnachmittag auf der A 33 bei Büren mit seinem Fahrzeug frontal gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Die Zugmaschine ging in Flammen auf. Der Fahrer hat sein Leben einem couragierten Kollegen zu verdanken. 

Der Kollege sah, dass die Zugmaschine frontal gegen einen Brückenpfeiler prallte und in Flammen aufging. Er hielt seinen Lastzug sofort an, sprang heraus und zerschlug die Scheibe der Fahrertür des verunfallten Lkw. Anschließend zog er den Schwerverletzten aus dem Truck. 

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben am Donnerstag gegen 14 Uhr folgendermaßen: Der mit Getreidegranulat beladene Lkw geriet von der Fahrbahn in einen Baustellenbereich - durch eine Lücke in den Betonleitplanken, die die Baustelle eigentlich sichern. Der Lastwagen prallte schließlich frontal vor den Brückenpfeiler. 

Feuerwehr muss Glutnester mit Schaum ersticken

Arbeiter waren zu diesem Zeitpunkt wenige Meter entfernt damit beschäftigt, eine neue Mittelleitplanke aus Stahl zu bauen.

Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Führerhaus in voller Ausdehnung, sechs Feuerwehrleute rüsteten sich sofort mit Atemschutzgeräten aus und löschten den Brand. 

Da das Führerhaus massiv eingedrückt war, musste die Feuerwehr später die letzten Glutnester mit Schaum ersticken.

Lkw-Fahrer kam in ein Paderborner Krankenhaus 

Der Lkw-Fahrer, ein 62-jähriger Mann aus Oerlinghausen,  reagierte nach ersten Angaben auf Ansprache und wurde in ein Paderborner Krankenhaus eingeliefert. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Erst gegen 19.35 Uhr konnte der Verkehr wieder ungehindert fließen.

Auf der Autobahn bildeten sich kilometerlange Staus. Ein Notarzt hing im Stau fest, er kam nur bis zur Unfallstelle, weil er in ein Löschfahrzeug umgestiegen war.

Den entstandenen Sachschaden am Sattelzug und an dem Brückenpfeiler beziffert die Polizei auf 150.000 Euro. 

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