Keine Garantie

Postzustellung trotz Schnee in NRW: Rechte und Pflichten von Zustellern und Kunden

Schneechaos in NRW - wie sieht es da eigentlich mit der Postzustellung aus? Es gibt Rechte und Pflichten für Zusteller gleichermaßen wie für Kunden.

Hamm - Die Straßen sind dicht, Zufahrtswege zum Teil auch. Ganz klar: Das Schneechaos in NRW schränkt die Mobilität gewaltig ein. Das hat Auswirkungen auf sämtliche Bereiche. Wie sieht es da denn mit der Postzustellung aus?

UnternehmenDeutsche Post AG
HauptsitzBonn
CEOCEO: Frank Appel (seit 18. Feb. 2008)

Postzustellung trotz Schneechaos in NRW: Rechte und Pflichten von Zustellern und Kunden

Sie erwarten dringend ein Paket, ein Brief sollte schon längst da sein. Klar, der Schnee in Nordrhein-Westfalen sorgt hier und da für Verzögerungen bei der Logistik. Schließlich muss die entsprechende Sendung auch vom Absende- an den Zustellort transportiert werden.

Vieles hänge von den örtlichen Gegebenheiten ab. Aber aufgrund des Fahrverbots für Lkw und der teilweise deutschlandweiten Straßensperrungen infolge des Schnees in der Nacht von Sonntag auf Montag ging in Sachen Briefe und Pakete beinahe nichts seinen üblichen Weg.

Das hatte bei der Postzustellung nahezu doppelte Auswirkungen. „Am Montag ging insbesondere im Bereich Münsterland, Ostwestfalen und Sauerland gar nichts“, sagte Rainer Ernzer von der Pressestelle der Deutschen Post auf Nachfrage unserer Redaktion.

Postzustellung trotz Schnee: Kunden müssen wege freiräumen und streuen

Viele Post-Niederlassungen hätten am Montag aufgrund des Schneechaos in NRW daher entschieden, die Postzustellung einzustellen beziehungsweise gar nicht erst damit zu beginnen. Doch die Lage ändere sich. „Es braucht immer ein, zwei Tage, dann normalisiert sich das“, meinte der Sprecher des Unternehmens: „Es wird jeden Tag besser.“

Von Normalzustand kann aufgrund der Schneemenge weiterhin keine Rede sein, aber es werde aktuell immer mehr möglich. Dabei appellierte Rainer Ernzer an die Kunden, ihrer Räum- und Streupflicht während des Schneechaos in NRW nachzukommen.

Denn nur dann könne auch eine Postzustellung erfolgen. „Die Kollegen sind angewiesen, sich nur zu den Haustüren und Briefkästen zu begeben, wo die Wege freigeräumt und gestreut sind“, sagte der Post-Sprecher. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter wichtig.“ Schließlich sie keinem geholfen, wenn sich einer das Bein brechen und damit wochenland ausfallen würde.

Schneechaos in NRW: Kein Recht auf Postzustellung

Doch selbst, wenn der eigene Weg gestreut oder freigeräumt ist, ist eine Postzustellung nicht garantiert. Rainer Erzner berichtete von einem Fall, in dem ein Kunde in einer Stichstraße entsprechend vorgesorgt hätte, „aber davor herrschte Chaos“, erzählte er. Entsprechend folgte eine Beschwerde, warum der Zusteller mit Brief und Paketen nicht zu seinem Haus kam.

Ein Recht auf eine Zustellung gibt es übrigens nicht. „Das ist höhere Gewalt“, sagte der Sprecher. Es gelte die Regel: Post- und Paket-Zusteller müssen sich nicht in Gefahr bringen, um ihre Sendungen auszuliefern.

Rubriklistenbild: © Michael Reichel/dpa

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