50 Leute in Chatgruppe

Rechtsextremistische Propaganda: Nächster NRW-Polizist unter Verdacht

In einem Chat einer Dienstgruppe der Bielefelder Polizei soll in Polizist rechtsextremistische Propaganda verbreitet haben.
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In einem Chat einer Dienstgruppe der Bielefelder Polizei soll in Polizist rechtsextremistische Propaganda verbreitet haben.

Nächster Eklat in der nordrhein-westfälischen Polizei: Ein Bielefelder Kommissar soll rechtsextremistische Propaganda in einer privaten Chatgruppe mit 50 Polizisten verbreitet haben.

Erste Ermittlungen des Staatsschutzes der Polizei Bielefeld hätten diesen Verdacht erhärtet, nachdem die Polizei in Bielefeld die Wohnung des beschuldigten Beamten am Mittwoch durchsucht hatte. Zuvor hatte eine weitere Polizeibeamtin, die ebenfalls Teil der Chatgruppe war, die Polizei auf Bilder mit potenziell rechtsextremistischen Symbolen aufmerksam gemacht.

Inzwischen gehört der Beschuldigte der Dienstgruppe nicht mehr an, sondern ist aktuell in der Direktion Verkehr beschäftigt. Der Post selbst liegt schon etwas zurück, bestätigte die Polizei. Die Ermittlungen dauern noch an. Auch soll geklärt werden, inwiefern die 50 anderen Teilnehmer der Chatgruppe beteiligt gewesen sind. Aus Neutralitätsgründen übernimmt die Polizei Münster den Fall.

Innenminister Reul will Statement abgeben

In der jüngsten Vergangenheit häuften sich die Vorfälle um rechte Tendenzen in der NRW-Polizei. Zuletzt standen 30 Beamte aus Essen unter Verdacht, an rechtsextremistischen Chatgruppen beteiligt gewesen zu sein. „Rechtsextremisten und Verfassungsfeinde haben gerade bei der Polizei nichts, aber auch gar nichts zu suchen,“ erklärte Gregor Lange aus dem Polizeibeirat. Donnerstag Nachmittag will NRW-Innenminister Herbert Reul ein Statement zu vier aktuellen Verdachtsfällen abgeben.

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