Gerast, gedrängelt, gehupt

Polizei stoppt Rüpelfahrt - der Fahrer (48) macht überraschendes Geständnis

Die Polizei konnte am Mittwochabend eine Rüpelfahrt durch Dortmund stoppen.
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Die Polizei konnte am Mittwochabend eine Rüpelfahrt durch Dortmund stoppen.

Die Polizei hat am Mittwochabend (11. Dezember) eine Rüpelfahrt auch über die A44 oder B1 durch Dortmund beendet, den Führerschein und das Auto eines 48-jährigen Mannes sichergestellt. Als er zur Rede gestellt wurde, machte der rücksichtslose Audi-Fahrer den Beamten ein überraschendes Geständnis.

Dortmund - Nach Angaben der Polizei war ein 46-jähriger Dortmunder - Polizeibeamter in seiner Freizeit - auf den Audi-Fahrer aufmerksam geworden, als dieser ihm auf der A44 in Fahrtrichtung Dortmund im Bereich einer Baustelle sehr schnell dicht aufgefahren sei. 

In diesem Bereich waren 40 km/h vorgeschrieben. Sein Drängeln habe der Fahrer optisch mit Lichthupe und akustisch mit der Hupe unterstrichen.

Zum weiteren Hergang heißt es von der Polizei Dortmund:

Rüpelfahrt in Dortmund: Vollbremsung notwendig

"Nach der Baustelle beschleunigte der Audi-Fahrer extrem stark. Der Dortmunder versuchte, an dem Audi dran zu bleiben. Im weiteren Verlauf konnte er zu dem mittlerweile wieder langsamer fahrenden Auto aufschließen. 

Als er an dem Unbekannten vorbeifuhr, setzte dieser sich erneut hinter den Dortmunder und fuhr sehr dicht auf. Dann wechselte er nach rechts, beschleunigte stark und überholte den Dortmunder, um anschließend ohne zu blinken direkt vor ihm wieder auf den linken Fahrstreifen zu scheren. Nur durch eine Vollbremsung verhinderte der Dortmunder einen Unfall. Er wählte den Notruf", heißt es.

Streifenwagen beendet Rüpelfahrt in Dortmund

Eine Streifenwagenbesatzung habe den Audi dann an der B1/Alter Mühlenweg bemerkt. "Hier verließ er die B1, setzte allerdings seine Fahrt in aggressiver Weise und deutlich zu schnell fort. Letztendlich gelang es der Steifenwagenbesatzung und dem 46-jährigen Dortmunder, der dem Audi hinterhergefahren war, den Unbekannten im Bereich der Landgrafenstraße/Wittelsbacherstraße zu stellen", so die Polizei.

Der Fahrer, ein 48-jähriger Dortmunder, habe sich zuerst uneinsichtig und verbal aggressiv verhalten. Dann jedoch habe die Stimmung umgeschlagen und er habe sein Fehlverhalten zugegeben.

Rüpel-Fahrer aus Dortmund gibt Problem zu

"Ein freiwilliger Atemalkoholtest verlief negativ. Er gab an, ein Aggresionsproblem zu haben und deswegen auch in ärztlicher Behandlung zu sein", so die Polizei zum überraschenden Geständnis des Rüpelfahrers.

Die Polizeibeamten hätten den Führerschein des Mannes und den Audi sichergestellt.

Gegen ihn werde wegen Nötigung im Straßenverkehr (3240 StGB), grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fortbewegens und Erreichens einer höchstmöglichen Geschwindigkeit (§315d (1) Nr. 3 StGB) sowie der Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren (315c StGB) ermittelt. 

Und damit nicht genug: Zur Überprüfung der Eignung der Teilnahme am Straßenverkehr und zum Führen eines Kfz wird das Straßenverkehrsamt einbezogen. Damit ist zunächst unklar, ob der 48-Jährige seinen Führerschein zurückbekommen wird.

Erst vor wenigen Tagen war in Dortmund ein Mann in der Nähe des Borsigplatzes in Dortmund ausgerastet und hatte einem Türsteher eine Flasche ins Gesicht geschlagen. - eB

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