Mann anhand genetischer Spuren überführt

Nach 25 Jahren: Sexualmord an Schülerin aufgeklärt

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Dortmund - Eine 16 Jahre alte Jugendliche wurde 1993 in Dortmund Opfer eines Sexualverbrechens. Die Härtnäckigkeit der Ermittler zahlte sich nun aus: Knapp 25 Jahre nach der Tat nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. 

Rund 25 Jahre nach dem Sexualmord an einer Schülerin aus Dortmund ist die Polizei überzeugt, den Täter überführt zu haben.

Der heute 52 Jahre alte Mann sei an Hand genetischer Spuren am Körper des Mädchen überführt worden, sagte Staatsanwalt Henner Kruse am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Die damals 16 Jahre alte Schülerin war Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Gegen den Mann sei Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Er habe den Vorwürfen über seinen Anwalt pauschal widersprochen, sich aber nicht im Einzelnen geäußert, sagte Kruse. Der mutmaßliche Täter sei mehrfach vorbestraft, allerdings nie wegen eines Sexualdeliktes. Er habe aber mehrfach Frauen unvermittelt von hinten angegriffen und sei dann massiv gewalttätig geworden.

Bis 2011 sei er nach einer solchen Tat in Sicherungsverwahrung gewesen. Als der Mord am 14. Oktober 1993 geschah, habe der Mann in Castrop-Rauxel gelebt. Über seinen aktuellen Wohnort machten die Ermittler keine Angaben.

Am Abend jenes Tages war die Jugendliche auf dem Weg nach Hause an einer Haltestelle in Dortmund aus dem Bus gestiegen. Mit ihr verließ ein Mann den Bus. In nur 20 Metern Entfernung von der Haltestelle wurde am nächsten Tag ihre Leiche in einem Gebüsch entdeckt. Das Mädchen wurde erwürgt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann aus dem Bus auch ihr Mörder war. "Die Beschreibung stimmt weitestgehend überein", sagte der leitende Ermittler Uwe Block. Immer wieder hätten die Ermittler den Fall in den vergangenen Jahren hervorgeholt und auch Spuren untersuchen lassen.

Zum Erfolg habe zuletzt eine neue Untersuchungsmethode geführt, die sehr aufwändig sei, sagte Block. Ein Abgleich der dabei gewonnenen DNA-Spur ergab den Treffer. Nach der Festnahme am Mittwoch musste der Mann zur Sicherheit noch eine Speichelprobe abgeben. Auch sie stimmte mit der alten Probe überein. - dpa/lnw

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