Polizei setzt auf Migranten

Nordrhein-Westfalen will mehr Ausländer und Bürger mit Migrationshintergrund für die Polizei anwerben - dpa

DÜSSELDORF ▪ Die Bundesländer – darunter auch Nordrhein-Westfalen – wollen mehr Ausländer und Bürger mit Migrationshintergrund als Polizisten einstellen. Gemeinsames Ziel: mehr Akzeptanz und Verständnis in der Bevölkerung. Gemeinsames Problem aber auch: Nicht wenige Bewerber unterschätzen das Anforderungsprofil.

„Wir freuen uns über jeden Bewerber mit Migrationshintergrund – aber jeder muss auch wissen: Die Messlatte liegt hoch“, betont Jörg Rademacher als Pressesprecher des Innenministeriums inn Düsseldorf. Dednn so wünschenswert die Verstärkung der NRW-Polizei durch junge Leute mit Migrationshintergrund auch ist – die Kriterien für das Auswahlverfahren stehen fest – und bedeuten für manchen ausländischen Bewerber eine größere Herausforderung.

Das größte Handikap für ausländische Bewerber sind mangelnde Deutschkenntnisse – eine Erfahrung, die NRW ebenso macht wie andere Bundesländer auch. Leichter tun sich die meisten Bewerber mit Miogrationshintergrund mit den anderen Kriterien für die Vorauswahl: neben Abitur oder Fachhochschulreife als Basis sind dies in erster Linie soziale Kompetenz, gute gesundheitliche Kondition und das Deutsche Sportabzeichen.

124 angehende Polizistinnen und Polizisten wurden 2010 im Land Nordrhein-Westfalen eingestellt – eine Quote von elf Prozent und damit zwei Prozent mehr als etwa in der Bundeshauptstadt Berlin, wo die Verstärkung durch ausländische Kräfte seit zwei Jahren ein vorrangiges Ziel der Polizei-Nachwuchsarbeit ist.

Dies soll auch in den kommenden Jahren weiterfür NRW gelten. Innenminister Ralf Jäger (SPD): „Junge Leute mit Zuwanderungshintergrund bringen durch Mersprachigkeit und kulturellen Hintergründe besondere Kompetenzen mit. Und damit wird ihr Einsatz im täglichen Polizeidienst immer wichtiger, um sprachliche und kulturelle Barrieren abzubauen.“ ▪ MANFRED BRACKELMANN

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