Plötzliches Fischsterben - Münster kämpft um den Bestand im Aasee

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Münster - Münster kämpft um das Leben im städtischen Aasee. Nachdem über 20 Tonnen Fische wegen Sauerstoffmangels in dem Gewässer verendet sind, pumpte die Feuerwehr am Wochenende im Dauereinsatz Wasser hinzu.

Nach dem massenhaften Fischsterben wegen Sauerstoffmangels im Aasee kämpft die Stadt Münster mit Hochleistungspumpen um die Rettung der verbliebenen Tiere. Auch am Sonntag war die Feuerwehr noch im Einsatz, um zu retten, was zu retten ist. Die Aktion soll zunächst bis Montag laufen. Bislang wurden weit mehr als 20 Tonnen verendeter Fische aus dem Aasee geborgen und entsorgt.

Karl-Heinz Wortmann vom ansässigen Angelverein "Frühauf", der rund 1500 Mitglieder hat, sprach am Sonntag von einer Katastrophe. Gleichzeitig warnte er vor Schuldzuweisungen und verwies darauf, dass gerade im neuen Teil des Sees noch lebende Fische beobachtet worden seien. "Wir hoffen natürlich weiter", sagte Wortmann. Der größte Teil des Fischbestandes im See sei tot, sagte Stadt-Sprecher Joachim Schiek am Samstag. "Der Aasee hat als Ökosystem eine Art Herzinfarkt erlitten. Wir setzen jetzt alles uns Mögliche daran, dass sich der See wieder erholt." 

Seit Freitagabend spritzte die Stadt über zwei Hochleistungspumpen stündlich 3,5 Millionen Liter Wasser in das 40 Hektar große Areal, um Sauerstoff einzubringen und so die restlichen Fischbestände zu retten. Nach Angaben der Stadt hatte ein Grünalgensterben in der Nacht zum Donnerstag die Sauerstoffwerte im See unter die kritische Schwelle von zwei Milligramm pro Liter Wasser sinken lassen. 

Laut Karl-Heinz Wortmann hatte zuvor noch am Dienstag eine Messung der Wasserwerte keinerlei Grund zur Sorge geliefert. Nach dem Drama vom Wochenende werden die Gewässer im Münsteraner Stadtgebiet nun genau beobachtet. "Als Stadt Münster sind wir nach einem solchen Vorfall sicherlich sensibilisiert", sagte Jörg Rosenkranz von der Münsteraner Feuerwehr am Sonntag. - dpa

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