Tier stirbt am Mittwochabend auf der B 516 bei Möhnesee-Wippringsen

"Pinkkis" Abenteuer hat kein Happy End: Weiße Hirschkuh von Auto erfasst

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[Update] Werl/Bönen - Die weiße Hirschkuh „Pinkki“, die etwa vor zwei Monaten ausgebüxt war, ist tot. Das Tier wurde nach Polizeiangaben am Mittwochabend auf der B 516 bei Möhnesee-Wippringsen von einem Auto erfasst.

"Pinkki" war eine drei Jahre junge Hirschkuh, die auf dem Jukiba Speckenhof von Sybille Stoeckmann in Bönen zuhause war. Ende November war sie zusammen mit vier weiteren Hirschkühen, einem Reh und einem Hirsch von Unbekannten aufgescheucht worden. 

Danach waren alle Tiere wieder zurückgekommen - nur "Pinkki" nicht. Sie hatte in nur zwei Tagen den 15 Kilometer weiten Weg nach Werl zurückgelegt.

Von dort war die sonderbare Wanderung von „Pinkki“ weiter gegangen. „Richtig erklären konnten wir ihr Verhalten nicht“, berichtet nun Sybille Stoeckmann. "Pinkki" hielt sich nie lange an einem Ort auf, aufgestellte Futterstellen suchte sie immer nur für ein paar Tage auf und verschwand wieder. 

Eigentlich hatte "Pinkki" die Straße schon überquert

Von Werl ging es weiter Richtung Borgeln und Schwefe. Mehrere Einfangversuche schlugen fehl. „Man kann so ein Tier nicht sich selbst überlassen“, begründet Stoeckmann den Aufwand der Suche.

Zuletzt sei die weiße Hirschkuh am Dienstag bei Soest gesichtet worden. Im Bereich der Gemeinde Möhnesee wurde die Hirschkuh am Mittwoch gegen 21.30 Uhr von einem Auto erfasst und starb. Der Fahrer aus Ense hatte nicht mehr ausweichen können.

„Sie hatte die Straße wohl eigentlich schon überquert, kehrte dann aber um, weil am Straßenrand ein Zaun den Weg versperrte“, berichtet Stoeckmann, die froh ist, dass der Autofahrer bei dem Unfall unverletzt blieb.

Appell an Autofahrer

Trotz des unglücklichen Endes bedankt sich die Leiterin des Speckenhofes bei allen Helfern und appelliert an die Autofahrer: „Wenn man ein Tier am Straßenrand sieht, sofort abbremsen und die Schweinwerfer abblenden, um die Tiere nicht noch weiter zu verwirren.“ 

Für "Pinkki" kommen diese Hinweise zu spät. Stoeckmann ist sich dennoch sicher: „Es ging ihr gut. Sie hatte die Zeit ihres Lebens.“

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