Gerichtsprozess endet

Teenagerin missbraucht: Wiederholungstäter verurteilt

Prozess wegen Kindesmissbrauch: In Paderborn verlangte ein Mann von einer Teenagerin intime Fotos und Videos. Dafür wurde er nun vom Landgericht verurteilt (Symbolbild).
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Prozess wegen Kindesmissbrauch: In Paderborn verlangte ein Mann von einer Teenagerin intime Fotos und Videos. Dafür wurde er nun vom Landgericht verurteilt (Symbolbild).

Zum wiederholten Male war ein Mann (43) in Paderborn wegen Kindesmissbrauch angeklagt. Er ließ sich intime Aufnahmen von einer Teenagerin schicken. Dafür wurde der Angeklagte verurteilt.

Paderborn – Den Saal 106 am Landgericht im nordrhein-westfälischen Paderborn durfte der Angeklagte bereits kennenlernen. Der 43-jährige Mann wurde bereits wegen des Missbrauchs von Kindern von der 5. Großen Jugendkammer zu einer Haftstrafe verurteilt. Nun wurde er beschuldigt, sich erneut auf perfide Art und Weise an einem Kind vergangen zu haben. Dafür nutze er sein Smartphone.

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NRW: Prozess wegen Kindesmissbrauch – Mann (43) aus Paderborn stand unter Beobachtung

Was hat den Angeklagten aus Paderborn dazu bewegt, erneut ein Kind zu missbrauchen? Um diese Frage auch nur ansatzweise beantworten zu können, müsste sich der 43-Jährige darauf einlassen, dass ein psychiatrisches Gutachten über ihn erstellt wird. Doch dies lehnte der Mann bisher ab, wie das Westfalen-Blatt berichtete.

Über eine App für Kinder und Jugendliche hatte der Angeklagte im Mai 2017 ein 13-jähriges Mädchen aus Ostdeutschland kennengelernt. In Chats brachte er sein Opfer dazu, ihm über mehrere Tage hinweg intime Fotos und Videos von ihr zu schicken. 2018 machte er in Paderborn genauso weiter. Deshalb wanderte er 2019 für 20 Monate ins Gefängnis. Seine Haftstrafe musste er wegen einer negativen Sozialprognose bis zum letzten Tag absitzen.

Nur vier Wochen nach seiner Entlassung machte er da weiter, wo er aufgehört hatte. Plötzlich bekam der Mann Besuch von der Polizei. Der Kontakt zu dem früheren Opfer war abrupt abgebrochen. Der 43-Jährige stand wegen Kindesmissbrauchs unter Führungsaufsicht und war in einer Wohneinrichtung in Paderborn untergebracht. In der höchsten Kategorie eines Programms für rückfallgefährdete Sexualstraftäter stand er ebenfalls. Nachdem ein Polizeibeamter das Smartphone des Mannes überprüfte und erneut auf kinderpornografische Material stieß, wurde Haftbefehl gegen den Wiederholungstäter erhoben.

NRW: Landgericht Paderborn warf dem Mann mehrfachen Kindesmissbrauch vor

Im Nachrichten Messenger WhatsApp hatte er sich als Tim (16) ausgegeben, um sich erneut an eine Teenagerin heranzumachen. Weil das ahnungslose Mädchen glaubte, Tim sei verliebt in sie, verschickte das Opfer intime Aufnahmen von sich. Der Mann aus Paderborn drohte außerdem damit, ihren Eltern etwas anzutun. Immer wieder soll der 43-Jährige bei den Kindesmissbräuchen nach diesem Muster vorgegangen sein.

Er erfand Ausreden und gab an, dass das sichergestellte Handy gar nicht ihm gehöre. Doch die Ermittler konnten ihm das Gegenteil beweisen. Am Dienstag (24. November) wurde er deshalb erneut vom Landgericht Paderborn zu einer Haftstrafe verurteilt. Gegen ihn wurde eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verhängt. Eine Voraussetzung für eine Unterbringung in einer forensischen Klinik oder für eine Sicherungsverwahrung sahen die Richter jedoch nicht.  (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

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