Unglück in Oelde

Tierische Rettungsaktion: Rinder fallen in Güllegrube - Großeinsatz der Feuerwehr

Sieben Kühe sind in Oelde in eine Güllegrube gefallen. Feuerwehr, der Landwirt und weitere Helfer mussten die Tiere mit vereinten Kräften herausziehen. 
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Sieben Kühe sind in Oelde in eine Güllegrube gefallen. Feuerwehr, der Landwirt und weitere Helfer mussten die Tiere mit vereinten Kräften herausziehen. 

Zu einem etwas anderen Einsatz mussten die Feuerwehrleute in Oelde ausrücken: Sieben Kühe waren in eine Güllegrube gestürzt.

  • In Oelde sind Rinder in eine Güllegrube gestürzt.
  • 40 Feuerwehrleute rückten zu dem Einsatz aus.
  • Feuerwehr, Landwirt und Helfer zogen die Tiere aus Grube.

Oelde/NRW - Direkt an die Stadtgrenze zu Rheda-Wiedenbrück mussten am Sonntagabend kurz nach 19 Uhr rund 40 Einsatzkräfte der Oelder Feuerwehr ausrücken. Auf einem Hof am Grenzweg waren sieben Kühe in eine Güllegrube gestürzt.

Auslöser für den Zwischenfall war vermutlich eine Betonstrebe auf dem Stallboden, der aus bislang ungeklärter Ursache geborsten war. 

Kühe fallen in Güllegrube: Landwirt informiert sofort die Feuerwehr

Der Landwirt informierte sofort die Feuerwehr sowie eine Veterinärin. Dann machte er sich nach Angaben Löschzugführer Mark Hegemann daran, vor dem Stall mit Traktoren und anderen Geräten Hindernisse aufzubauen. So konnten die Kühe das Areal nicht unkontrolliert verlassen.

Unter Atemschutz versuchte die Feuerwehr die Tiere mit dem Landwirt und weiteren Helfern aus der Grube zuziehen.

Nachdem die Feuerwehrleute eingetroffen waren, wurde die Grube abgesaugt und mit den Helfern eine Treppe aus Strohballen errichtet. Über die Vorrichtung sollte den Rindern der Ausstieg ermöglicht werden. Mit einem großen Belüftungsgerät wurde das giftige Methan aus dem Stall gedrückt.

Kühe fallen in Güllegrube: Ein Tier leicht eingeklemmt

Ein Tier war durch das Unglück leicht eingeklemmt und musste zunächst von den Feuerwehrleuten befreit werden. Anschließend konnte es ins Freie geführt werden. „Die übrigen Tiere haben sich aber zunächst nicht sonderlich kooperativ verhalten“, berichtete der Brandoberinspektor weiter.

Insgesamt hatten sich acht Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um sich im Bereich der Grube vor möglicherweise giftigen Dämpfen zu schützen. Um genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben, wurde später ein weiterer Löschzug nachalarmiert. Kurz nach deren Eintreffen konnte der Einsatz aber erfolgreich beendet werden.

Zuvor hatte der Einsatzleiter noch das Wechselladerfahrzeug aus Oelde mit einem Kran sowie Spezialgeschirr aus Warendorf anrücken lassen. Nach Rücksprache mit der Tierärztin Sandra Eickhoff sollten die Tiere dann mit Hilfe des Krans aus ihrer misslichen Situation befreit werden.

Kühe fallen in Güllegrube: Feuerwehr, Landwirt und Helfer ziehen die Tiere ins Freie

Den Tieren „stank“ die Situation dann aber irgendwann auch, sie ließen sich mit vereinten Kräften von Feuerwehr, Landwirt und Helfern aus der Grube ziehen. Die Tierärztin diagnostizierte bei einem Tier eine leichte Verletzung an den Bändern, die übrigen Kühe mussten erst gewaschen und dann noch ein wenig zur Beruhigung gestreichelt werden.

Die Feuerwehrleute - mit Atemschutzgeräten ausgerüstet - mussten nach Einsatzende gründlich gewaschen werden.

Waschen mussten sich später auch die Feuerwehrleute, nicht nur ihren Körper sondern auch ihre Einsatzkleidung. Im Einsatz waren die Löschzüge Stromberg, Keitlinghausen-Sünninghausen sowie Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache.

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