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Seniorin in ihrem Geschäft ermordet: Verdächtiger festgenommen

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Von: Hannah Decke

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In Obernkirchen wurde eine Seniorin ermordet. Nachdem die Ermittler Details zu dem schrecklichen Fall geäußert haben, gibt es neue Hinweise, aber keinen Verdächtigen.

Update vom 8. Juli, 9.05 Uhr: Im Fall der getöteten Geschäftsfrau in Obernkirchen ist ein Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 45 Jahre alten Verdächtigen erlassen worden. Der Mann hat laut Staatsanwaltschaft gestanden, die 75-Jährige getötet zu haben. Wie die Tat genau ablief und welches Motiv vorliegt, wird derzeit noch untersucht.

Der 45-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Die 75-Jährige war Ende Juni tot in ihrem Schreibwarenladen entdeckt worden. Die Leiche war unbekleidet.

Update vom 1. Juli, 12.46 Uhr: Im Fall der getöteten Geschäftsfrau in Obernkirchen (Niedersachsen) hat die Mordkommission noch keinen konkreten Verdächtigen im Visier. Ermittelt werde weiterhin wegen Mordes gegen unbekannt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg am Freitag. Die Auswertung der Spuren am Tatort sei noch nicht abgeschlossen. Nach einem erneuten Zeugenaufruf der Polizei seien Hinweise eingegangen. Die 75-Jährige war am Montag tot in ihrem Schreibwarenladen entdeckt worden. Die Leiche war unbekleidet, die Kleidungsstücke fehlten.

GemeindeKalletal
LandkreisLippe
Einwohner13.385

Update vom 30. Juni, 14.01 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod einer 75-Jährigen in ihrem Schreibwarenladen in der niedersächsischen Kleinstadt Obernkirchen nahe der NRW-Grenze hoffen die Ermittler auf Zeugen - und nennen erste Details in dem Mordfall.

Seniorin in ihrem Geschäft getötet - Frau wurde unbekleidet gefunden

Die Frau sei unbekleidet im Geschäft gefunden worden, teilten Staatsanwaltschaft Bückeburg und Polizei Nienburg am Donnerstag mit. Trotz intensiver Ermittlungen, Befragungen und Vernehmungen sei nicht bekannt, welche Kleidung die 75-Jährige am Tag der Tat getragen habe. Auch seien die Kleidungsstücke trotz intensiver Suche nicht gefunden worden. Die Geschäftsfrau war am Montag tot in ihrem Laden in der Kleinstadt nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen entdeckt worden.

Den Angaben zufolge gehen die Ermittler wegen der Spurenlage und des Obduktionsergebnisses von Mord aus. Für die Ermittlungen richtete die Polizeiinspektion eine mehrköpfige Mordkommission ein. Ermittelt wird weiterhin gegen unbekannt.
Die Mordkommission sucht nach Zeugen, die die 75-Jährige am Tattag in ihrem Geschäft oder anderswo gesehen haben. Auch baten die Ermittler um Hinweise von Zeugen, die am Montag zur Mittagszeit verdächtige Beobachtungen rund um das Geschäft gemacht haben. Darüber hinaus werden Zeugen gesucht, die Hinweise auf die Kleidung des Opfers geben können.

Seniorin getötet - Polizei mahnt Finder von Kleidung zur Vorsicht

Die Ermittler mahnten, zufällig gefundene, augenscheinlich sorglos weggeworfene Damenbekleidung in Obernkirchen nicht anzufassen, sondern der Polizei zu melden. In diesem Fall sollten etwaige Zeugen am Fundort auf die Polizei warten.

Die Ermittlungen seien umfangreich und komplex, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zunächst sollten „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Details genannt werden. Um die Ermittlungen voranzubringen, seien nun weitere Tathintergründe veröffentlicht worden. Die Behörden äußerten sich nicht dazu, ob aus dem Laden etwas gestohlen wurde.

Mordfall in Oberkirchen: Wohl kein Zusammenhang mit Axtmörder in der Region

Nach früheren Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft Bückeburg, Nils-Holger Dreißig, gibt es keine Hinweise darauf, dass der mutmaßliche sogenannte Axtmörder auch für den gewaltsamen Tod der 75-Jährigen verantwortlich sein könnte. In der Grenzregion von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wird nach einem 36-Jährigen gefahndet, der in der Nacht zum 18. Juni in Kalletal-Stemmen im Kreis Lippe mit einer Axt den 39 Jahre alten Liebhaber seiner Ex-Freundin erschlagen haben soll.

Update vom 28. Juni, 16.05 Uhr: Zwei Tage nach dem gewaltsamen Tod einer 75-Jährigen in ihrem Schreibwarenladen halten sich die Ermittler bedeckt. „Die Ermittlungen werden mit Hochdruck weitergeführt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg, Nils-Holger Dreißig, am Mittwoch. Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem in der Region vermuteten mutmaßlichen Axtmörder gibt es laut Staatsanwaltschaft aber nicht.

Update vom 28. Juni, 16.11 Uhr: Bisher gibt es laut Staatsanwaltschaft keine Hinweise darauf, dass der in der Region gesuchte Axtmörder auch der Täter im Fall der getöteten 75-Jährigen in Obernkirchen ist. Die Leiche der Frau wurde am Dienstag obduziert, um die genaue Todesursache zu klären und den Tatzeitraum einzugrenzen. Wann es ein Ergebnis gibt, war zunächst unklar.

Es werde geprüft, ob der gesuchte mutmaßliche Axtmörder an der Tat in Obernkirchen beteiligt gewesen sein könnte, sagte der Sprecher. „Darauf gibt es derzeit aber noch keine Hinweise.“ Ermittelt werde in alle Richtungen, auch ein Motiv im persönlichen Bereich sei denkbar. Ob ein Sexualdelikt vorliege, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte Dreißig auf Nachfrage. Die Staatsanwaltschaft machte zunächst ebenfalls keine Angaben dazu, ob in dem Schreibwarengeschäft etwas gestohlen wurde.

Seniorin gewaltsam getötet: In der Region wird der Axtmörder aus NRW gesucht

[Erstmeldung] Obernkirchen/Kalletal - Gerade einmal 28 Kilometer liegen zwischen Obernkirchen in Niedersachsen und Kalletal in NRW. In beiden Orten wurde innerhalb von zehn Tagen ein Mensch gewaltsam getötet. In Kalletal gibt es einen mutmaßlichen Täter, der mit Hochdruck gesucht wird. Ist er auch der Mörder der 75-Jährigen in Obernkirchen?

Polizei und Staatsanwaltschaft äußerten sich zunächst nicht zu einem möglichen Zusammenhang der beiden Taten. Am Montag (27. Juni) ist eine 75-jährige Frau in ihrem Schreibwarengeschäft in Obernkirchen (Landkreis Schaumburg) tot gefunden worden. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft deuten die Spuren am Tatort darauf hin, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Genauere Angaben zur Todesursache oder zum Tathergang konnte die Polizei bis zum Abend nicht machen. Die Ermittler teilten bisher ebenfalls nicht mit, ob in dem Laden der 75-Jährigen Geld gestohlen wurde.

Die Beamten erhoffen sich zur Aufklärung der Tat Hinweise von Zeugen, die rund um das Schreibwarengeschäft in der Neumarktstraße Verdächtiges beobachtet haben könnten.

Fahndung nach Axtmörder aus NRW läuft auf Hochtouren - Belohnung ausgelobt

In der Region zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wird mit Hochdruck nach Elchin Agaev gefahndet. Der 36-Jährige soll am 18. Juni in Kalletal (Kreis Lippe) mit einer Axt den Liebhaber seiner Ex-Freundin erschlagen haben. Anschließend vergewaltigte er die 24-Jährige und zwang sie und ihre beiden kleinen Kinder in ein Auto,  raste davon und kam schließlich in die Polizeikontrolle. Ihm gelang dennoch die Flucht.

Großfahndung nach Tötung in Kalletal
Elchin Agaev. © Polizei

Zuletzt lobte die Polizei eine Belohnung für Zeugen aus. Für Hinweise, die zur Ergreifung des 36-Jährigen führen, gebe es 5000 Euro. (mit dpa-Material)

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