Präsenzunterricht vs. Homeschooling

Corona in NRW: Schulen setzen ab sofort Lolli-Tests ein

Ab Montag (10. Mai) wird es an den Grund- und Förderschulen in NRW den Lolli-Test geben. Dieser soll die Infektion mit dem Coronavirus frühzeitig erkennen.

Update, Freitag (7. Mai), 13.30 Uhr: Ab Montag (10. Mai) werden die Lolli-Tests in den Grund- und Förderschulen in NRW eingesetzt, berichtet RUHR24*. Zweimal pro Woche sollen dann die Schüler auf das Coronavirus getestet werden. „Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdeckten und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen“, erklärt Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner17,9 Millionen (Stand: 2019)
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Corona-Pandemie: Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen mit Auswirkungen auf den Wechselunterricht

Die Lolli-Tests werden als Pool eingesetzt. Bedeutet, dass die benutzten Tests der Kinder eingesammelt und zusammen im Labor untersucht werden. Ist ein Ergebnis aus diesem Pool positiv, müssen die Kinder anschließend einzeln mit einem PCR-Test getestet werden.

Die Lolli-Tests haben auch Auswirkungen auf den Wechselunterricht. Dieser soll nun so stattfinden, dass die Schüler jeweils einen Tag zu Hause und anschließend einen Tag in der Schule verbringen. Innerhalb von zwei Wochen würden die Schüler somit auf fünf Präsenztage kommen.

Erstmeldung, Samstag (1. Mai), 15.30 Uhr: Der Schnelltest für Kinder und Jugendliche an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist umstritten – schließlich ist das Stäbchen in Nase und Rachen nicht gerade angenehm. Die Stadt Essen setzt daher jetzt auf eine neue Testmethode an den Schulen.

Das hat der Ausschuss für Schule, Bildung und Wissenschaft der Stadt Essen am Mittwoch (28. April) in einer Sitzung der Stadtverwaltung beantragt. So soll nun der Einsatz der PCR-Pool-Tests („Lolli-Tests“) an Grund- und Förderschulen vorbereitet werden. Diese Art des Lolli-Tests wurde bereits vorher in Modellversuchen an einigen Schulen in NRW getestet (mehr Corona-News aus NRW* bei RUHR24).

Corona-Test an Schulen: Stadt Essen setzt auf kinderfreundliche Lolli-Tests

Die Corona-Test-Methode wurde von der Uniklinik Köln entwickelt und kommt ganz ohne Stäbchen in Nase und Rachen* aus. Die Kinder müssen 30 Sekunden auf einem Abstrichstäbchen, den sogenannten Lolli, herumlutschen. Eine kinderfreundliche Methode, die jedoch auch einen gravierenden Nachteil hat: Die Speichelproben müssen in einem Labor ausgewertet werden. Das dauert nicht nur. Der Test ist auch an die begrenzten Kapazitäten der Labore gebunden.

Lolli-Test statt Schnelltest: Stadt Essen setzt auf kinderfreundliche Corona

Ab dem 10. Mai soll es in NRW die Lolli-Tests an den Schulen geben.

Perspektivisch möchte die Stadt Essen die Lolli-Methode zur Identifizierung einer Corona-Erkrankung* nicht nur an Kitas und Grundschulen anbieten, sondern auch bei der Sekundarstufe I und II. Derzeit soll das Land NRW bereits an der Beschaffung und Vorbereitung der Lolli-Tests für Grund- und Förderschulen arbeiten. Ab dem 10. Mai sollen dann die kinderfreundlichen Corona-Tests zum Einsatz kommen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Holger John/dpa

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