Corona

Niederlande ab sofort Risikogebiet: Diese Regeln gelten bei Einreise nach NRW

Nicht nur in Deutschland wütet das Coronavirus mit voller Wucht – auch die Niederlande trifft die Pandemie derzeit hart. Das hat Auswirkungen auf die Menschen in NRW.

Während in Deutschland derzeit bei einer Inzidenz von knapp 130 über verschärfte Maßnahmen debattiert wird, hat die Coronavirus-Pandemie* ein Nachbarland besonders fest im Griff. In den Niederlanden lag die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen bei über 300 – am Dienstag (6. April) beträgt sie 297,9. Daher wurde das Land nun vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Risikogebiet erklärt, wie msl24.de* berichtet.

Seit Dienstag herrscht im deutschen Nachbarland zudem ein harter Lockdown sowie eine strikte Ausgangssperre. Für die gesamten Niederlande gilt für deutsche Bürger zudem eine Reisewarnung. Wer sich trotzdem über die Grenze begibt, muss einige Beschränkungen in Kauf nehmen. Für Menschen, die in die Niederlande sowie von dort aus wieder nach Deutschland einreisen, gelten folgende Regeln.

BundeslandNRW
Einwohner17,93 Millionen
MinisterpräsidentArmin Laschet

Risikogebiet Niederlande: Diese Corona-Regeln gelten für NRW

Wer in die Niederlande einreist, muss nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, sondern sich nach seiner Ankunft auch in eine zehntägige Quarantäne begeben, die durch einen weiteren Corona-Test nach fünf Tagen wieder verlassen werden kann. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Berufspendler sowie Personen, die aus triftigen Gründen in das Land einreisen. Die Testpflicht wird an der knapp 400 Kilometer langen deutsch-niederländischen Grenze stichprobenartig kontrolliert.

Nach der Einreise aus den Niederlanden nach NRW gelten von nun an ebenfalls strenge Bedingungen. Wie auch bei der Rückkehr aus Mallorca* herrscht eine Corona-Testpflicht nach der Einreise nach Deutschland. Es besteht zudem eine Quarantäne-Pflicht – eine Ausnahme gilt für Nordrhein-Westfalen, falls nach der Rückkehr aus dem Nachbarland ein negativer Corona-Test vorliegt. Es herrscht zudem eine Meldepflicht nach der Reise-Rückkehr. Diese erfolgt über die digitale Einreiseanmeldung.

Corona-Lage in den Niederlanden: Ministerpräsidenten warnen NRW-Bürger vor Reisen

Bis mindestens zum 20. April befinden sich die Niederlande im Lockdown. Zwischen 22 und 4.30 Uhr herrscht in der Zeit eine strikte Ausgangssperre, die nun auch von Armin Laschet (CDU) in seinem vorgeschlagenen Brücken-Lockdown* für Deutschland ins Gespräch gebracht wurde. Im Nachbarland dürfen sich zudem nur maximal zwei Personen aus verschiedenen Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Geschäfte des täglichen Bedarfs sind geöffnet, für alle anderen Läden muss vorher ein Termin vereinbart werden – ähnlich nach dem deutschen Prinzip von „Click and Meet“.

Die Niederlande gilt ab sofort als Risikogebiet.

Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, und Niederlandes Ministerpräsident Mark Rutte appellierten in einem gemeinsamen Statement an die Bürger beider Länder, auf unnötige Reisen* zu verzichten. „Bleiben Sie zu Hause. Verzichten Sie auf Urlaubsreisen und Ausflüge ins Nachbarland. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um den wirklich notwendigen Grenzverkehr so reibungslos wie möglich sicherzustellen“, hieß es in einer Mitteilung der Politiker. (*msl24 und ruhr24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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