Polizei ermittelt

NRW: Mob aus dem Ruhrgebiet randaliert in Münster – 20-Jähriger mit Messer lebensgefährlich verletzt

Die Polizei geht auf einer Wiese am Aasee gegen Randalierer vor.
+
Die Polizei Münster ist am Wochenende auf einer Wiese am Aasee gegen Randalierer vorgegangen.

Der Aasee in Münster ist am Wochenende zum traurigen Schauplatz randalierender Jugendlicher geworden – sie kamen zum Teil aus dem Ruhrgebiet.

Update, Sonntag (13. Juni), 15.45 Uhr: Einen Tag nach den aggressiven Randalen am Aasee in Münster hat die Polizei den Party-Hot-Spot mit einer Hundertschaft bewacht. Die Polizei hatte vor allem aggressive Störer aus dem Umland von Münster um dem Ruhrgebiet im Blick. Diese hatten bereits am Freitag für Unruhe in der Stadt gesorgt (siehe Erstmeldung).

„Wir haben diese vorwiegend jungen Männer bereits auf dem Weg nach Münster gezielt in den Blick genommen“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Einige dieser Männer hätten Platzverweise für ganz Münster bekommen und hätten die Stadt wieder verlassen „dürfen“.

Dennoch kam es am Aasee am Samstagabend zu kleineren Streitereien, deren Ausarten die Polizei unterband. Gegen 1.30 Uhr am frühen Sonntagmorgen sperrte die Polizei schließlich die Zuwege zum Aasee, worauf sich der Hot-Spot leerte. „Wir werden auch an den kommenden Wochenenden weiter verstärkt Präsenz zeigen“, kündigt Münsters Polizeipräsident Falk Schnabel an.

Erstmeldung, Sonntag (13. Juni), 10 Uhr: Münster – Die Mordkommission in Münster ermittelt nach einer Messer-Attacke auf einen 20-Jährigen am beliebten Aasee. Vorangegangen waren Randale durch Jugendliche, die offenbar überwiegend aus dem Ruhrgebiet* ins Münsterland reisten, wie RUHR24* erfuhr.

TatortAasee
StadtMünster
TatzeitFreitag, 11. Juni 2021

Münster (NRW): Mob aus dem Ruhrgebiet sorgt für Randale – Messer-Attacke auf Jugendlichen

Die Attacke hatte sich am späten Freitagabend (11. Juni) unterhalb der Torminbrücke am Aasee ereignet. Wie die Polizei Münster berichtet, war dort ein Streit zwischen zwei achtköpfigen Gruppen eskaliert.

Dabei ist es zu der Messer-Attacke auf den Jugendlichen aus Münster gekommen. Der bislang unbekannte Täter flüchtete. Erst Ende der Woche hatte es in NRW eine Messer-Attacke auf einen 24-Jährigen gegeben, der dadurch starb*.

Der 20-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Stichverletzungen im Bauch- und Oberkörperbereich in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. „Nach aktuellem Stand schwebt das Opfer nicht mehr in Lebensgefahr“, berichtet die Polizei Münster am Samstag.

NRW: Messer-Attacke am Aasee in Münster – Kontrahenten trafen sich zufällig

Die Kontrahenten seien laut Aussagen von Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in der Bild-Zeitung zufällig am Aasee in Münster aufeinandergetroffen. Was zu dem Streit unter der Brücke führte, konnte die Polizei am Wochenende noch nicht sagen.

Insgesamt verlief die Nacht am Aasee unruhig. Die Einsatzkräfte der Polizei hatten es laut einem Bericht der Bild mit bis zu 250 aggressiv auftretenden Personen zu tun. Sie sollen zum Großteil aus dem Umland von Münster, insbesondere dem nördlichen Ruhrgebiet gekommen sein. Die Polizei berichtet von Böller- und Flaschenwürfen. Fünf Personen kamen in Gewahrsam (Hier weitere Blaulicht-News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24* lesen).

Auch in Köln hatte es am Wochenende Party unter freiem Himmel gegeben, die am Ende eskalierte*. Feiernde warfen Flaschen auf Polizei und Ordnungsamts-Mitarbeiter.

Polizei NRW sucht Messer-Angreifer aus Münster mit Täterbeschreibung

Indes suchen die Ermittler nach dem Tatverdächtigen. Von Zeugen wird er folgendermaßen beschrieben:

  • 18 bis 19 Jahre alt,
  • circa 1,70 m groß,
  • hatte kurze, schwarze Haare,
  • war mit einem grünen oder schwarzen T-Shirt und kurzer Hose bekleidet,
  • trug eventuell eine Brille.

Hinweise nimmt die Polizei Münster unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN-MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare