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Landtagswahl in NRW: Die Wurzeln der Kandidaten Hendrik Wüst und Thomas Kutschaty

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Von: Alexander Schäfer

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Thomas Kutschaty (SPD) und Hendrik Wüst (CDU) sind die aussichtsreichsten Kandidaten für die Landtagswahl in NRW. Wir stellen Amtsinhaber und Herausforder vor.

Düsseldorf - Die Wähler in Nordrhein-Westfalen entscheiden am 15. Mai über die Zusammensetzung des neuen Landtags – und damit auch über den nächsten NRW-Ministerpräsidenten - es ist Landtagswahl in NRW. Wir stellen Ihnen die beiden noch relativ unbekannten Kandidaten, Amtsinhaber Hendrik Wüst (CDU) und seinen Herausforderer Thomas Kutschaty (SPD), näher vor.

VolkswahlLandtagswahl in NRW
Termin15. Mai 2022
WahlberechtigtRund 13 Millionen Menschen

Landtagswahl in NRW: Der Münsterländer Hendrik Wüst

Hendrik Wüst ist der erste Ministerpräsident aus dem Münsterland. Er wuchs in Rhede auf, eine knapp 20.000 Einwohner große Stadt im Kreis Borken. Hier ist CDU-Territorium, hier gründete Wüst mit Freunden 1990 den Stadtverband der CDU. Im Stadtrat von Rhede, dem Wüst von 1994 bis 2009 angehörte, haben die Christdemokraten so viele Sitze wie SPD, Grüne und FDP zusammen. Seiner Heimat hält der 46-Jährige bis heute die Treue. In einem Imagevideo sieht man ihn auf dem Marktplatz, beim Bäcker, auf dem Hof seiner Grundschule und beim Besuch der heimischen Handballer. Wüst studierte Jura in Münster.

Der Rechtsanwalt war unter anderem Geschäftsführer des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger und der Pressefunk GmbH & Co. KG in Neuss. Der Katholik ist verheiratet und sei dem vergangenen Jahr Vater einer Tochter. Von 2006 bis 2010 war Wüst Generalsekretär der NRW-CDU. Es folgte ein Rücktritt, doch sieben Jahre später berief ihn Armin Laschet als Verkehrsminister in sein Kabinett.

Landtagswahl in NRW: Thomas Kutschaty aus dem Ruhrgebiet

Thomas Kutschaty ist das Musterbeispiel einer sozialdemokratischen Herkunftsgeschichte. Geboren im Essener Norden, stammt er aus einer Eisenbahnerfamilie. Der Großvater war vor seinem Job bei der Bahn selbstständiger Schneider. Gereicht habe das zum Leben nicht. „Zu Weihnachten gab es maximal einen Apfel“, schreibt Kutschaty in seiner Wahlkampfbroschüre. Er war der erste aus der Familie, der Abitur machte. Es folgte das Jura-Studium in Bochum und die Arbeit als Rechtsanwalt. Kutschaty ist das fleischgewordene Aufstiegsversprechen der Partei, der er – begeistert von Willy Brandt – kurz nach seinem 18. Geburtstag beitrat.

Wahlplakate in Köln
Wahlplakate mit Porträts der NRW-Spitzenkandidaten von CDU, Ministerpräsident Hendrik Wüst (l), und SPD, Thomas Kutschaty. © Oliver Berg/dpa

Kutschaty ist verheiratet und hat drei Kinder. Der 53-Jährige ist Katholik. Die Hoffnung, dass Gläubige und Kirche wieder zusammen finden, hat er noch nicht aufgegeben. Katholische Priester rief er dazu auf, sich über das Segnungsverbot des Vatikans für homosexuelle Paare hinwegzusetzen.

Dem Landtag in NRW gehört er seit 2005 an. 2018 setzte er sich intern knapp als Fraktionschef durch und wurde später Parteichef und Spitzenkandidat.

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