NRW-Landtagswahl 2017: Das sind die Spitzenkandidaten

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HANNELORE KRAFT: Die Amtsinhaberin Hannelore Kraft will erreichen, was zuletzt Wolfgang Clement bei der Landtagswahl im Jahr 2000 geschafft hat - das Amt des Ministerpräsidenten zu verteidigen. Dessen Nachfolgern Peer Steinbrück (SPD) und Jürgen Rüttgers (CDU) war das nicht gelungen. Zuletzt musste die 55-Jährige viele Negativ-Schlagzeilen verdauen, ihr Ruf als "Kümmerin" schien angekratzt. Ihren Rückhalt in der Partei hat das nicht beeinflusst, mit 98,5 Prozent der Stimmen wurde sie im Herbst als SPD-Landesvorsitzende bestätigt. Sie möchte die rot-grüne Koalition in Düsseldorf fortsetzen. - Text und Foto: dpa
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ARMIN LASCHET:- Der Herausforderer Armin Laschet hat die nordrhein-westfälische CDU wieder auf Vordermann gebracht. Als er 2012 den Landesvorsitz übernahm, war die Partei mit nur 26,3 Prozent bei der Landtagswahl gerade auf ihrem Tiefpunkt angekommen. Eineinhalb Jahre später wurde Laschet auch Fraktionschef. In den Meinungsumfragen ist die CDU mittlerweile wieder nahezu auf Augenhöhe mit der SPD. Als Stellvertreter von CDU-Chefin Angela Merkel hat der 55-Jährige die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin vorbehaltlos unterstützt. Laschets Wunschpartner für einen Regierungswechsel ist die FDP. Aber auch andere Koalitionsoptionen hält er für möglich, ausgeschlossen hat er nur eine Zusammenarbeit mit der AfD und der Linkspartei. - Text und Foto: dpa
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SYLVIA LÖHRMANN:- Die Stellvertreterin Seit fast sieben Jahren bildet Sylvia Löhrmann mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die weibliche Doppelspitze der rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. 2010 hatte die Grünen-Politikerin die zögernde Kraft in Richtung Minderheitsregierung geschoben. Seitdem verantwortet die stellvertretende Ministerpräsidentin das neben der inneren Sicherheit strittigste Thema in NRW: die Schulpolitik. Auch in den eigenen Reihen ist die 59-Jährige nicht mehr ganz unumstritten. Bei der Wahl zur Spitzenkandidatin der Grünen erhielt sie knapp 81 Prozent, vor der Landtagswahl 2012 waren es noch 98 Prozent. - Text und Foto: dpa
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CHRISTIAN LINDNER: Der Doppelkandidat Für Christian Lindner soll die Landtagswahl zum Anlauf für den Sprung zurück in den Bundestag werden. Der 38-Jährige ist momentan das Gesicht der FDP in Deutschland. Chef der Bundespartei, der NRW-FDP und der Düsseldorfer Landtagsfraktion, Spitzenkandidat bei der Landtagswahl und Nummer eins auf der NRW-Liste der FDP für die Bundestagswahl. In Landtagsdebatten führt er häufig die schärfste Klinge. Festgelegt hat sich der 38-Jährige in der Koalitionsfrage: "Wir stehen für eine Ampel nicht zur Verfügung. Wir wollen das Elend von Rot-Grün ablösen und nicht verlängern." - Text und Foto: dpa
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MARCUS PRETZELL: Der Provokateur Der AfD-Spitzenkandidat Marcus Pretzell ist auch in den eigenen Reihen umstritten. Mit gerade 54 Prozent der Stimmen war er auf Platz eins der Landesliste gewählt worden. Zuletzt scheiterte sein Versuch, seinen Kovorsitzenden Martin Renner aus dem Landesvorstand zu werfen. Der 43-Jährige ist Europaabgeordneter. Er gehört der Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) um die Abgeordneten der rechtsextremen französischen Partei Front National an. Sein selbst erklärtes Ziel: "Den Zeitgeist wieder drehen" - unter anderem mit provokanten Tweets. - Text und Foto: dpa
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CHRISTIAN LEYE und ÖZLEM DEMIREL: Die beiden Sprecher des linken Landesvorstands, Özlem Demirel und Christian Leye, wurden auf die Plätze eins und zwei der Landesliste gewählt. Demirel (32) war bereits in der vorletzten Legislaturperiode Landtagsabgeordnete und als Jugendliche in der Landesschülervertretung aktiv. Leye (35) ist Mitarbeiter im Wahlkreisbüro der Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht. Beide habe die rot-grüne Landesregierung scharf angegriffen und ihr vorgeworfen, sie habe „die soziale Gerechtigkeit links liegen lassen“. Einen „Lagerwahlkampf“ mit SPD und Grünen werde es zur Landtagswahl am 14. Mai nicht geben, betonten die Landessprecher. - Text und Foto: dpa
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MICHELE MARSCHING: Der 38-jährige selbstständige Software-Entwickler trat 2009 in die Piratenpartei ein und ist seit August 2015 Vorsitzender der Piratenfraktion im Düsseldorfer Landtag. Er weiß, dass es angesichts gesunkener Mitgliederzahlen und niedriger Prognosen schwierig werden dürfte, nach 2012 noch einmal in den Landtag einzuziehen. "Wir müssen kämpfen und werden kämpfen um jeden Like und Retweet, um jeden Wähler", sagte er. "Als wir zu den Piraten gekommen sind, wollten wir alle etwas verändern und diese Veränderungen wollen wir immer noch. Und für mich gibt es keine Alternative, denn ich will keine Politikerkarriere machen, ich möchte etwas verändern. Ich möchte eine menschliche, faire und vernunftgesteuerte Politik", so Marsching beim Auftakttreffen seiner Partei zur Wahlkampfkampagne in Düsseldorf. - eB/Foto: dpa

Düsseldorf - Vier bekannte Gesichter und ein Neuling werden den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen prägen.

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